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HERLAND

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Kommentare

  • 4.6 - Mehr Meer ...

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    Das Rauschen des Meeres, der leichte wogende Wellenschlag beruhigen das Gemüt, sind Augen und Ohren gleichermaßen Labsal. Tarek fühlt sich so sehr unter Beobachtung, von allen Seiten. Äußerlich versucht er für jedweden Betrachter gelassen und ruhig zu erscheinen. Es war Mist, vorhin so aus dem Zelt zu stürmen! Aber dieser Blick ständig dieses … Magiers. Malecantus magische Iris irritiert einfach dermaßen …
    Sie ahnen was …! Sie ahnen was …! Aber woher …? Woher …?
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    Und sein letzter außerirdischer ‚Arbeitgeber‘ … ist auch hinter ihm her! Tarek hat die nähere Umgebung inspiziert. Seinetwegen oder um Lottas Willen stellen sie aber höchstens einen ab, der auch mal … schlafen und essen muss und wohl nicht jeden Tag anwesend ist.
    Sie wollen zwar Wissen anreichern über Vorgänge, Kräfte und Mächte in dieser Welt, aber sie haben auch noch ganz andere und größere Sorgen und Aufgaben in der eigenen Welt … auf Batuu! Ausgerechnet sein ihm ehemals zugeordneter Sturmtruppler, der seinen Befehlen zu folgen hatte, wurde nun auf ihn angesetzt. Tarek könnte sich vor Lachen biegen, wenn es nicht so grotesk und auch durchaus gefährlich für ihn wäre. Er hat das Versteck entdeckt, dass seinem Beobachter als Schlafstätte dient. Tja, er kennt ja die Art und Weise … hat sie ja selber eingesetzt …

    Für Tarek gibt es nur zwei Wege aus seinem derzeitigen Dilemma: er spielt ihnen zu und verrät Lotta und … sein eigenes Kind! Dann will er aber auch die Lorbeeren ernten und nicht diese Blechbüchse in Rüstung da hinten. Das wäre ein Weg in Ehren zurück nach Batuu …

    Die andere Entscheidung würde bedeuten, endlich das angerichtete Unheil zu bereuen und die letzten noch zu retten … Ein winziger klitzekleiner Funken in ihm hofft auf Vergebung dabei. Tarek starrt weiterhin aufs Meer … Es gibt keines auf Batuu … Aber auf Takatuka … und hier … und … überall hier auf dieser Welt … ist so viel mehr Meer!
    Würde Lotta … verzeihen? Sein Kind … sich noch erinnern …?

    Immer wieder zerreißt Tarek innerlich diese Entscheidung des richtigen Weges. Einmal einen so schwerwiegend falschen eingegangen zu sein, auch wenn ihm das Ausmaß vorher nicht im Ansatz klar war, macht es ihm schwer, auf den rechten zurückzukehren …

    Eigentlich … weiß er, was er tun sollte, wenn er sich wirklich noch im Spiegel ansehen können will. Seine Seele war nicht immer so vergiftet wie die letzten zwei Jahre … Wie drang das Gift überhaupt so tief ein?
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    Nun, nachdem er so tief in Ungnade beim Leutnant fiel, fragt er sich das öfter … Musste ich erst schwer stürzen, bevor ich anfing, überhaupt drüber nachzudenken? Beschämt senkt Tarek das Haupt und starrt auf seine leicht im sandigen Untergrund versunkenen Füße. Gleichzeitig lauscht er immer wieder in die Umgebung. Sein Gehör war schon immer gut geschult - seit seiner Kindheit auf der Insel. Am Wellenschlag und seiner Intensität kann er vieles raushören und -lesen. Auch sonst sind ihm die Geräusche der Natur nicht fremd. Er war ein guter Jäger, immer aufmerksam, die Nerven und Muskeln wachsam gespannt, wenn es darauf ankam. Da kommt gar nicht mal jeder technische Schnickschnack von Batuu mit ...
    Heute scheint sein Verfolger nicht in der Nähe zu sein … Keine verräterischen Geräusche … Wann er wohl wieder auftaucht?

    Immer öfter verglich Tarek in den letzten Tagen seine einstigen Fertigkeiten auf der Insel mit denen dieser … dieser Fortschrittswelt und merkt, dass einiges an seiner ursprünglichen Begeisterung mittlerweile in Schieflage gerät. Ja, er kam nicht mit allen Bedienungen dieser kleinen und großen Gerätschaften mit, aber …, wenn diese ausfielen … war diese Erste Ordnung so etwas von verratzt - hilflos wie auf dem Rücken liegende Käfer. Missen möchte er natürlich nicht mehr, auch endlich Lesen, Schreiben und mit Ziffern rechnen zu können, wie auch Lotta mittlerweile. Und dieses kleine vielseitige Gerät, dass sich Handy nennt, ist auch nicht zu verachten … aber auch keine Errungenschaft dieser Batuuaner.
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    Das hat auch Tarek erfasst, dass es fast überall in dieser Welt recht unerlässlich ist, so ein Maschinchen in der Hosentasche zu besitzen und es auch lesen und bedienen zu können. Nur auf ihrer Insel hat sich einst niemand darum gescherrt – außer … Mae. S i e … konnte das Alphabet vor wie rück und noch mehr, ebenso rechnen wie ein Weltmeister. S i e wollte es eigentlich Lotta lehren und e r … hatte sie eifersüchtig davon abgebracht, währen e r … selbst schon bei Lt. Agnon erste Kultur-Bildung genoss!

    Nährte der ein kleines ungut aufkeimendes Gefühl eines jungen unbedarften Menschen bis zur Blüte hochtoxischer Verachtung gegen die einst geliebten Sims? Seitdem Tarek nicht mehr im direkten Einfluss des Leutnants steht … gewinnt ein Gefühl von Verlust immer mehr die Oberhand. Wen oder was aber vermisst er mehr? Als Tarek die beiden Wanderclowns vorhin im Austausch inniger Zärtlichkeit zusammen sah, war ihm fast die Hutschnur geplatzt und er begriff nicht einmal warum …
    Erst ihn wieder so mit diesen gleißenden magischen Augen inspizieren, was ihn schon in Unruhe versetzte und dann noch vor ihm rumtändeln … Puhhh. D a s war zu viel!
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    Aufgebracht rannte er nur raus und kam sich gleichzeitig so blöd dabei vor ... Einerseits erinnerten die beiden Männer ihn an die ehemaligen Gunstbeweise des Lt. Agnon, aber ihre scherzhafte wie gleichermaßen liebevolle Art und Weise miteinander versetzte ihn mehr noch in die Zeit zurück auf die Insel … mit Lotta!
    Lotta! Was ist der richtige Weg?

    Abrupt wirft Tarek alle Kleidung von sich und nimmt Anlauf auf die schäumend aufbrandenden Wogen vor ihm, taucht prustend ein in das herbstlich kühle Meer. Ufffffff …! Die Kälte verschlägt ihm im ersten Moment den Atem. D a s sind nicht die Tropen von Sulani, nicht das ewig warme Meer!
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    Allein schon, um nicht auszukühlen, schwimmt Tarek sich mit kräftigen Zügen einige Minuten warm, bevor er wie einst in die Tiefen abtaucht, in denen er sich frei wie ein Fisch fühlt. Lange kann er den Atem unter Wasser anhalten. Das hat er von früh an trainiert. Das Nass um ihn herum ist jedoch dunkler, trüber als er es kennt.
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    Nicht viel ist zu erkennen, wo Muscheln oder Korallen zu finden wären. Gibt es hier überhaupt Korallen …? Tarek gleiten durch einen Wald von Seetang, muss geschickt vielen schrundigen Felsen in den Untiefen ausweichen. An diesen haften sie, mit Seepocken übersät, … viele kleine Muscheln. Automatisch greifen seine Hände aus alter Gewohnheit danach, schneiden sie mit einem Stück scharfkantigen Gestein behände ab. Mit einer Handvoll davon stößt er sich vom Felsgrund mit beiden Beinen wieder ab und bricht mit dem Kopf voran durch die Wasseroberfläche, sogleich nach Luft schnappend.

    Tropfnass klaubt Tarek mit einer Hand seine Kleidung vom sandigen Erdboden auf und marschiert splitterfasernackt zum Lager zurück. Die Vorstellung müsste bald dem Ende zu gehen, also käme er noch unbesehen zu seinem Schlafwaggon. Kurz bevor er das Zelt passiert, vernimmt er Applaus und dann mehrere Stimmen im Dialog. Oh, sie sind schon fertig und schwätzen mit dem Besuch, statt dass der geht? Neugierig lauscht Tarek an der Zeltwand ...

    Gut, dass er hier verharrt. Äußerst … interessant! Ein Sixamer also! Ja, er hatte auf Batuu von diesem Planeten gehört, ist aber noch nie einem von dort begegnet. Ist das nützlich zu wissen?
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    Schnell huscht Tarek zu dem ihm überlassenen Waggon weiter, als er gewahr wird, dass der Besuch auch noch auf einen Umtrunk eingeladen wird und sich alle anschicken, das Zelt zu verlassen. Es klingt nicht so, als wenn man ihn dabei weiter bedenken wollte.

    Überhaupt umkreisen sie sich noch sehr auf Distanz – er und die beiden Zirkusleute. Tarek speist meist für sich allein an einem kleinen Lagerfeuer oder in seinem Waggon. Gesprochen wird bisher hauptsächlich über Arbeitsanweisungen und nur zaghaft Versuche erster gegenseitiger unauffälliger Nachfragen gestartet, was man denn sonst noch so außer Zirkus mache …
    Beide Seiten hielten sich bislang bedeckt und auch jetzt verschwindet Tarek zügig im Waggon, schließlich … ist er auch noch immer … ‚eins mit der Natur‘ … nämlich recht unbekleidet.

    Kurz abgetrocknet und wieder angezogen verlässt Tarek sein mehr als bescheidenes ‚Schlafgemach‘ und schreitet eilig an dem Trupp vorbei. „Ins Dorf … zum Kino …!“, grummelt er nur mal eben zu seinen ‚Arbeitgebern‘ rüber und gibt vor, sich weiter zu entfernen. Tatsächlich biegt er aber verborgen hinter Zeltplanen beim nächsten Gestrüpp am Rande des Lagerplatzes ab und schleicht sich wieder zum Horchen näher ran. Er will noch mehr über diesen Sixamer erfahren …, vielleicht ihn später selber mal ansprechen? Verwundert vernimmt Tarek so einiges Neues … Vor allem, dass dieser Künstlertrupp über Ecken … von Lotta hörte! Schon fast brüskiert ist Tarek, als ihm auf seinem Lauschposten auch klar wird, dass Malecantus Merlin zwischenzeitlich … zum Magier machte …

    Wie geht das? Könnte ich … dann auch einer werden? Dann sogar selber … Lottas Fluch brechen …? Und sie … würde mir … dankbar dafür sein? Oder … im Gegenteil … erst recht sauer, wenn ausgerechnet ich … … …?
    Schwere Entscheidung!
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    Mit offenen Ohren und großen Augen erschließen sich Tarek immer weitere Informationen. Wie, wo, was? WiWo? Neben dem Sixamer ist selbst Santa nebst Rentieren bei irgend so einem Zeitungsblatt mit von der Partie und … ein Meermann und … noch weitere Magier … in Amerika, wo sie als nächstes hinwollen? Seit Batuu kennt Tarek diese Erdkugel als Globus. Hinter Amerika noch weiter im Westen liegt der große tropische Ozean, in dem er … einst lebte auf einer der vielzähligen weit verstreuten Inseln im endlosen Blau, wo Himmel und Meer am Horizont verschmelzen.
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    Unendliche Sehnsucht lässt Tarek das fast verhärtete Herz öffnen und das innere Gift mit den Tränen entströmen, die er seit dem Untergang seines Volkes kaum vergoss. Er erkennt jetzt den Weg, den er gehen sollte … und wenn es ihn … sein Leben kosten mag und niemals Vergebung zu erhoffen ist …
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    Bis in die frühen Morgenstunden verharrt Tarek auf seinem Lauschposten. Als der Besuch sich entfernt, passt er diesen noch auf deren Rückweg ab. „Hei, hallo! Hatte es gestern Abend etwas eilig und mich noch nicht vorgestellt. Tarek mein Name. Hab‘ mich bei Rückkehr früh in meine ‚Kajüte‘ zurückgezogen, weil ich so müd war und nicht mehr stören wollte … Hab‘ aber ein bisschen was mitbekommen. Ej, wollte nicht lauschen, aber … dünne Wände …!“ Tarek grinst die Sims der Künstlerkolonie und den Extrateresten und seine holde Gattin etwas vorwitzig an.

    Selbst die sonst oberwache ehemalige Oberrichterin verspürt keinen Argwohn. Klingt doch ganz offen und ehrlich … und die beiden Magier hatten auch nichts Negatives über ihren Mitarbeiter bekundet. Eigentlich … gar nichts!, fällt Erín noch auf, aber dann redet dieser Tarek auch schon weiter auf sie ein …

    Freundlich stellen sich also alle noch einmal vor und zeigen wiederum große Anteilnahme, dass auch Tarek ganz betrübt über das Verschwinden von Lotta … und überhaupt dieser ganzen traurigen Angelegenheit ist. Sie halten ihn für ebenso informiert und einbezogen wie die beiden Magier …
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    Ein Stück ihres Weges begleitet Tarek die Besucher noch und man schwätzt freimütig über Sixam und Batuu und auch den Namen dieses Meermanns Paka‘a erfährt er, fragt nach ob der von einem verlorenen Inselvolk gehört habe … Das wissen sie jedoch nicht … Und natürlich gibt Tarek nicht zu erkennen, was sein Beitrag zum Untergang war.

    Auch er tauscht nun Kontaktdaten aus und verabschiedet sich freundlich mit der Zusicherung, garantiert mal nach Sixam zu kommen … für den Vergleich … mit Batuu. Über seine Rolle in dem ganzen … lässt Tarek auch hier im Unklaren! „Erste Ordnung? Nie gehört!“
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    Eine Weile noch schaut Tarek der Truppe winkend hinterher. Nette Sims! Schade, dass ich … nicht mehr unbefangen … Freundschaften aufbauen kann! Er dreht sich bedauernd um, schreitet langsam zurück zum Zirkuslager. Merlin und Malecantus sehen aus als wollten sie sich gerade nach dem Aufräumen der netten Tischrunde mit dem Besuch für eine Mütze Schlaf zurückziehen. Abwartend bleiben sie jedoch stehen, als sie Tarek so geradewegs mit festem Blick auf sich zugehen sehen.

    Hoffentlich hören sie mir bis zum Ende zu und verwandeln mich nicht gleich in eine Kröte oder ein Kaninchen … Innerlich spannt sich Tareks Zwerchfell furchtsam an. Er hat doch einigen Respekt vor Sims mit solchen Mächten im kleinen Finger, aber jetzt oder nie, solange der Sturmtruppler noch nicht zurück ist …: „Ich muss mit euch reden!“
    Die beiden Magier setzen sich wieder …
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  • 4.7 - Auf der Suche ... nach Antworten ...

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    Diverse Nachrichten tröpfeln nun bei Don El Artichocke ein …
    Bugsy hatte ihm die Nummer von Jack Watanabe weitergeleitet und diese Familie Ogbanda auf den Weg geschickt. Das Spionelfchen steht am nächsten Checkpoint bereit, um weiter zu helfen.

    Zu seiner größten Überraschung war Shakirah am Nil auf das ‚flüchtige‘ Mutter-Tochter-Gespann der Familie Watanabe getroffen. Miyu! Wie ist er froh, dass die alte Weggefährtin nebst Kind wohlauf ist. Erleichterung durchströmt sein Herz. Dumm nur, dass Miyu zum verwischen ihrer Spuren keinerlei Kontaktmöglichkeit mit sich führt. Überhaupt sind alle recht unzureichend ausgestattet und Geldmittel kanpp … Nun ja. Auch im WiWo-Verlag ist man kein Krösus. Wann war überhaupt die letzte Ausgabe rausgekommen? Und Einnahmen … rein?

    „Das Galama mit der Easter-Western-Press hättest du mir ruhig früher mitteilen sollen, Ilsebill!“, schilt der Zeitungsverleger mild seine Vertriebsdame, die sich gerade ganz nach Quallenart in ihrem nautischen Innenbüro vor Verlegenheit windet. Man kann einfach nichts vor ihm verstecken ... „Aber du hättest dann doch auch nicht früher gewusst, Don … Ich meine, da stand doch nur was von einer Rektorin. Der Name Watanabe fiel doch gar nicht!“ Irgendwie versucht die Vertriebsqualle eine müde Ausrede, gibt’s aber letztendlich auf und fragt lieber nach: „Wie geht’s denn jetzt weiter, Don?“
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    Einen Moment noch versucht Don El Artichocke alle eingegangenen Informationen auf einen Nenner zu bringen … „Der nächste Ankerpunkt, den wir haben ist diese Farsane Fashani in Persien. Deren Adresse gab Jack Miyu mit auf den Weg und Familie Ogbanda versucht mit ein paar Tagen Verspätung eine Abkürzung quer durch die Wüste dorthin. Da muss das Spionelfchen als unsere Orient-Expertin behilflich sein.“

    Eingedenk Miyus Bitte an Shakirah dürfen sie bei Recherchen hier vor Ort nicht zu viel Staub aufwirbeln „Wir können nur sehr sorgsam bei der Brindletoner Polizei nachhaken, dürfen nur unauffällig auf dem Friedhof …“, Don El Artichocke unterbricht sich als es an der Tür heftig klopft.

    „Ach, Erín!“, begrüßt der Verleger herzlich die Nachbarin aus der Künstlerkolonie. „Was führt dich zu mir?“ Eher geht er rüber als dass sie herkommen. Der Besuch und noch allein durch die ehemalige Oberrichterin ist schon etwas Besonderes. Ein bisschen aufgeregt fällt die sonst besonnene und eher zurückhaltende Erín gleich mit der Tür ins Haus: „Stell‘ dir nur den Zufall vor, Don! Wir waren im Zirkus …“ Don hält die Tür dann auch gleich mal sperrangelweit auf, damit sie an ihm vorbei in den Flur stürmen kann. Draußen stürmt es auch mächtig herbstlich ungemütlich an einem rötlichen Firmament.
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    „Kaffee oder Tee?“, bietet Don an und wundert sich, was Erín an einem Zirkus so aus der Fassung bringt. „Tee bitte!“ Erín nimmt in der Küche Platz, während Don sich an das Aufbrühen macht.
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    Gleich nachdem sie nach einem längeren Schläfchen wieder wach wurde, machte sich die heutige Künstlerin auf den Weg zum Nachbarn, um vom Vortag im Wanderzirkus zu berichten … Don El Artichocke fällt fast die Teekanne aus den Händen …: „Lotta?! Die kennen Lotta?! Und Miyu und alle …?“ Puh, immer mehr Puzzleteile kommen zusammen. „Irgendwo in Skandinavien? Wissen nicht genau wo?“ Erín nickt nur auf Dons Frage hin, während sie beide Hände an ihrer Teetasse wärmt und sacht über das heiße Getränk pustet, bevor sie einen kleinen Schluck nimmt.
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    Noch lange sinnt Don El Artichocke über diese neuen Informationen nach, auch nachdem die Nachbarin bereits gegangen ist. Als ehemalige Richterin hat sie noch mal einen sehr eigenen Blickwinkel auf die peinlich vermasselten Vorgänge bei der Brindletoner Polizei … Mhmmmm …
    So viele … in alle Erdwinkel verstreut … Werden sie sich … wieder finden?

    Mit leerem Blick starrt Don weiter die Wände an …, der Tee in seiner Tasse neben ihm schon längst erkaltet … Dann zückt er das Handy und sucht noch einmal das Gespräch mit Shakirah: „Wo steckt eigentlich Santa mit seinen Rentieren?“
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    {BREAK für eine Weile …}
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    5 WANDERUNGEN
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    5.1.1 – Bis ganz nach oben … Vorbereitungen …


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    In der fahlen Dämmerung macht sich Lotta früh am Morgen auf den Weg, den höchsten Gipfel der Umgebung und wie auch ihres jungen Lebens zu erklimmen. Die schneidend kalte Luft in der frostig eisigen Welt brennt bei jedem Atemzug in ihren Lungen, denn über Nacht sind die Temperaturen noch weiter gesunken. Der Himmel hingegen ist aufgeklart, kein Wölkchen trübt die Sicht. Ganz sacht sieht Lotta noch den Polarstern wie ein Leitlicht am Firmament blinken als sie ihr Antlitz suchend hebt, um Licht und Windverhältnisse zu prüfen. Neben ihr trabt der Wolf gemächlich bis zum Gartenzaun einher, streift immer wieder wie zufällig ihre Beine. Sein Fell ist in diesen kühlen Breitengraden wesentlich dichter geworden, ist ihr irgendwann aufgefallen.
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    Noch einmal vergräbt der Rotschopf zum Abschied das Gesicht in dem flauschigen Pelz als sie sich neben dem Tier niederkniet, krallt die klammen Finger in graue Haarbüschel, empfängt wohltuende Wärme, die der Leib des Tieres abgibt. „Achte mir gut auf mein Kind!“ Der feuchte Kuss einer kalten Schnauze ist Lotta Antwort und Bestätigung genug.
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    Thorger und Sven hatten sich gestern Abend noch überraschend angeboten, bei Takatuka die nächsten Tage zu übernachten, während sie den Berganstieg wagt. Lotta weiß ihr kleines starkes Mädchen also bestens versorgt. Sie war so gerührt über diese Geste und nahm sie mit Freuden an: „Bedient euch, Sven, Thorger, nehmt, was ihr mögt und braucht. Ich habe Elch, Schneehuhn, Bachforelle im Kühlhaus …“ Einen Kühlschrank braucht man hier wahrlich nicht. „Und nehmt euch zum Würzen oder für einen Tee von den Kräutern, was ihr mögt …“ Lotta war ganz bemüht, den beiden Bauarbeitern für ihre Freundlichkeit so viel Annehmlichkeit wie möglich in ihrer bescheidenen Hütte zu bieten.
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    „Ruhig, nur ruhig, mein Kind!“, hatte Sven gelacht. „Wir kommen nicht mit leeren Händen, haben natürlich von unserem Proviant mitgebracht und mit schönen Grüßen auch einiges von den anderen ...“ Seit einiger Zeit schon sind die Besucher von Lottas nachmittäglichen Teekränzchen geneigt, der alleinstehenden jungen Mutter mit Kleinkind das Leben zu erleichtern, wo es nur geht. Es wird schon untereinander wohlmeinend darüber getuschelt wie sie es überhaupt so weit in die einsame Wildnis schaffte und sich wie Töchterchen am Leben erhielt. Insgeheim sind alle heilfroh, dass hier in die Gegend alsbald mit dem Tourismus Geselligkeit einkehren wird, wenn die Horde weiter zu nächsten Baustellen in alle Winde verstreut ziehen wird. Insbesondere Sven und Thorger wähnen sich schon als so etwas wie die Großväter der kleinen Takatuka und bringen gerne kleine selbst geschnitzte Holzfiguren zum Spielen mit.
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    „Keine Angehörigen …“ hatte Sven seinem Kollegen und Kumpel schon manches Mal zu geseufzt. „Ja, schlimm, nicht wahr? Zeit, dass sich jemand Lottas und des Kindes annimmt.“, hatte Thorger betrübt erwidert. So hatten die beiden Bauarbeiter die zwei Rotschöpfe gewissermaßen ‚adoptiert‘ und versprochen, in Urlauben mit ihren Familien immer mal wieder zu Besuch zu kommen. „Meine Enkelin ist in Takatukas Alter! Das wird ein Spaß!“, hatte Sven Lotta versichert und sich fest vorgenommen, sich in einer der Skihütten einzumieten, wenn erst einmal der Wintersportort hier boomt.
     
    Während Lotta auf dem Gipfel an der Errichtung des letzten Funkturmes für die Region mitwirken soll, werden im Tal die letzten Gebäude aus den bereits gefällten Tannen gezimmert werden. Selbst Skilifte und Pisten sind schon errichtet und ausgebaut. Die ersten Betreiber hatten sich bereits umgesehen und Lotta mit Thorgers Hilfe sogar einige erste Jobs ergattern können. Bauleiter Reuben hatte ihr ein paar Tage zuvor dann sogar noch ein paar Pflanzgeheimnisse des schweigsamen Norwegers für den Anbau in Kälteregionen verraten. Lotta selber hatte noch nicht die Verve, mit floralen Fragen auf diesen wortkargen Ansgar zuzugehen. Aber mit Reuben als ‚Informant‘ kann sie nun wieder ein wenig Obst und Gemüse anbauen, an die örtlichen Imbisse und Gaststätten verkaufen und auch den eigenen Speiseplan etwas bereichern. Es ist natürlich nicht zu vergleichen mit ihrem damaligen Garten und Lieferservice.
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    Auch erste Verträge für Schikurse sind geschlossen, denn Lotta kann hervorragend Ski laufen und versuchte auch, mit ‚Lehrtätigkeit‘ als Sportlehrerin zu punkten … „Äh, Arbeitszeugnisse …?“ Einen Moment lang hatte Lotta dann doch rumgedruckst bei dieser Nachfrage …
    Thorger, der sie begleitete, hatte ihre Verlegenheit bemerkt, schnell geschaltet und flugs erläutert, dass die Unterlagen … bei einer beeindruckenden Schneelawine am letzten Arbeitsort … irgendwie …verschollen seien.
     
    Anschließend – als sie sich vom Bewerbungsgespräch wieder entfernt hatten – hatte er erheitert nachgefragt: „Echt? D u hast als Lehrkraft an einer Schule gearbeitet?“ Bei ihren Schreibkenntnissen etwas verwunderlich. Dass Lotta nicht ganz sattelfest im Lesen und Schreiben ist, hatte Thorger schon bei den Verträgen bemerkt und redlich geholfen, sie ihr verständlich zu machen. Lotta hatte nur etwas verzagt dankbar genickt. Trotz aller Freundlichkeit ihrer neuen Bekannten hatte sie sich bisher nicht durchringen können, wesentlich mehr über ihr früheres Leben zu erzählen als dass sie einst einen großen Garten besaß und na ja, … dass es eben keine Angehörigen gibt, die nach ihr fragen würden.
     
    Im Moment versucht Lotta, während sie an diesem kühlen Morgen das Gartentor passiert und auf den Weg zum Berg macht, sich innerliche Gelassenheit zu verordnen. Wird schon irgendwie klappen … Tatsächlich stapft sie aber mit mulmigem Gefühl im Magen durch die tiefen Schneewehen, versucht sich abzulenken, in dem sie durchgeht, ob sie auch nichts vergessen hat: Fäustlinge, Schal, noch einen dicken Pullover … Es wird bitterkalt werden. Zum Glück ist es windstill.
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    Sven und Thorger hatten ihr am Abend zuvor noch einmal zu versichern versucht, dass sie sich keine Sorgen über Ansgar machen müsse – dem ‚ersten‘ Mann für die Gipfelerstürmung. „Er hat das schon zig Mal gemacht ... konnte bisher mit j e d e m zusammenarbeiten …“ Das ‚j e d e m‘ hatte Sven ausgesprochen gedehnt betont. „Gab nie Schwierigkeiten mit ‘nem Zweiten bei Errichtung eines Funkturms …!“ Wesentlich mehr wussten die beiden über den Kollegen aber sonst auch nicht zu berichten. „Eigentlich … so wie bei dir!“, schloss Thorger leicht schmunzelnd. „Du schwätzt zwar weitaus mehr als der Norweger zum Tee, aber auch nur, was du jetzt so erlebst oder für die Zukunft planst …“  
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    Mit etwas erstaunt geweiteten Augen hatte Lotta recht überrumpelt auf diese Direktheit reagiert … „Ähm, äh… wie? Ich …, also … jaaa, öhm …“ Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Was hätte sie auch erzählen sollen? Dass sie Gedächtnislücken hat? Nicht mehr weiß, wer der Vater ihres Kindes ist. Dass Morde und unglückselige familiäre Verkettungen in ihrer letzten Heimat alles an Freundschaften und menschlichen Beziehungen zerbrochen hat …? Sie haspelte noch etwas rum bis Sven sie gutmütig erlöste …: „Lass gut sein Lotta. Wir wollen niemanden bedrängen. Wir quetschen auch unseren stummen Kollegen nicht aus, was immer den so schweigsam machen mag ...“ Erleichtert hatte Lotta die beiden gutherzigen Geister angelächelt und langsam wieder ausgeatmet.
     
    Noch einmal versucht sie an diesem frostigen Morgen sich selbst innere Gelassenheit zu verordnen, während sie um den nächsten Felsbrocken Richtung vereinbartem Treffpunkt am Fuß des Gipfels biegt. Vielleicht auch so ein schwer verdauliches Ereignis … was diesen Norweger so verschlossen machte. Ich sollte auf Svens und Thorgers Einschätzung vertrau … … …
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    Augenblicklich ‚verweht‘ Lottas Zuversicht wieder bei Ansgars Anblick, trotz … Windstille. Der Ausdruck auf seinem Gesicht, als er ihr abwartend entgegensieht, während er mit gemächlichen aber sicheren Bewegungen ein Seil aufrollt, wirkt … wenig freundlich, eher … geringschätzig. Lotta versucht dennoch ein halbherziges Lächeln zur Begrüßung, das so viel ausdrücken soll wie ‚Tu mir nichts! Ich hab’s auch nicht vor …‘
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    Bevor sie nur einen verlegen gekrächzten Laut rausbringt, sagt Lotta lieber erstmal gar nichts und schaut geflissentlich auf die Ausrüstung zu des Norwegers Füßen. Sieht tatsächlich recht professionell aus. Wer wohl zuerst ein Wort sagt …? Lotta versucht, den bohrenden Blick zu ignorieren, den sie im Rücken zu spüren vermeint.
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    Sie braucht eine Weile, bis sie so viel Mut zusammengekratzt hat, sich dem zu stellen. Tatsächlich! Er betrachtet sie wie ein Tier, dessen Stärke und Fähigkeit es abzuschätzen gilt … Er traut es mir nicht zu … ärgert sich vielleicht doch, dass nicht der Mann aus Stockholm … „Umpf!“, entfährt es Lotta als ihr unvermittelt die Seilrolle zufliegt, die sie gerade noch so eben auffangen kann. Oh Gott, werde ich jetzt die ganze Zeit auf die Probe gestellt …? Lotta wird es zunehmend unbehaglicher …
     
    Ansgars Blick gleitet langsam von unten nach oben über Lottas Erscheinung und scheint an der Pudelmütze mit Bommel kurz zu verharren. Leicht hebt sich eine Augenbraue …
    Bin ich unpassend gekleidet oder was? Gibt’s irgendeine Bergetikette, einen Gipfelknigge für Kleidung? So langsam steigt in Lotta Ärger auf. Ungehobelter Klotz … Soll das den ganzen Berganstieg so gehen? Hätte ja vorher was sagen können, wenn ihm was nicht passt.
     
    Unwirsch zieht sich Lotta die Mütze tiefer über die Ohren und legt sich das Seil um, sichert mit dem Karabiner, der daran hängt und ist unwillkürlich … irritiert über Ansgars prüfende Griffe an ihr, ob alles richtig sitzt. Sie kann gerade noch ein empörtes Schnaufen unterdrücken … Gehört wohl … zum Sicherheitsscheck! Wortlos lässt sie alles über sich ergehen. I c h kann a u c h schweigen … unerbittlich, pffffft …
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    Mit kurzem Nicken bedeutet der Norweger, dass es nun los geht, nachdem er mit ansonsten ungerührter Mine wieder einen Schritt zurücktritt. Stumm schreitet er voran und Lotta beobachtet aufmerksam wie Ansgar am Felsen sorgsam nach ersten Haltepunkten sucht. Ab jetzt schwenkt sie über in das, was sie auch beim Fechten und Jagen gelernt hat, wenn es ums Überleben geht. Sie konzentriert sich allein nur noch auf Vorsprünge, Sichern, festen Tritt. Sie hängen beide voneinander ab und wenn er jetzt loslegt, scheint das wohl zu heißen, dass er doch in ihre Fähigkeiten vertraut.
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  • 5.1.2 – Bis ganz nach oben … Warmklettern …

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    Die nächsten Stunden erklimmen die beiden Bergbezwinger fast wortlos – unterbrochen nur von einzelnen kurzen Befehlen Ansgars und Bestätigungen Lottas - den ersten Abschnitt der frostigen glatten Felswand bis zu einem kleinen schmalen Überhang.
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    „Eine Stunde verschnaufen, dann geht’s weiter … Hier!“, reicht Ansgar Lotta eine Art Riegel, während er sich neben sie auf einem geschützten Vorsprung niederpflanzt. „Ich will vor Einbruch der Dunkelheit den zweiten Abschnitt geschafft haben. Da schlagen wir dann das Nachlager auf …“ Herzhaft beißt der Norweger in seine ‚Brotzeit‘, während sein Blick über die Landschaft vor ihnen schweift. „Mhmmm!“, erwidert Lotta nur als Zeichen, dass sie verstanden hat. Besser, sie spricht nicht zu viel. Scheint ihn milder zu stimmen, wenn sie sich allein aufs Klettern fokussiert. Zumindest scheint sein Blick, der sie zuweilen streift, nicht mehr ganz so aburteilend zu sein. Hab‘ wohl den ersten Test bestanden … spricht sie sich selber Mut zu und lässt ihre Augen lieber auch auf dem Ausblick vor sich ruhen als auf dem Sim neben ihr.
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    Nach einer Weile des Sitzens wird es Lotta zu kalt. Solange sie in Bewegung ist, reicht ihre Kleidung, aber im Moment …
    Sie versucht ein leichtes Zittern zu unterdrücken, erhebt sich von ihrem Ausguck und versucht auf dem engen Vorsprung, ein wenig Wärme durch Auf stapfen der Füße zu verschaffen … „Geht’s bald weiter?“, fragt Lotta beide Arme fest um sich geschlungen. Bis heute trägt sie keine Uhr. Eine Stunde ist nicht so einfach nach Sonnenstand abzuschätzen.
     
    Ihr Ansinnen scheint wieder etwas Unmut im Norweger hervorzurufen … der gerunzelten Stirn nach zu urteilen. Statt einer Antwort räumt Ansgar aber nur kurz zusammen und macht sich mit versteinertem Gesicht an den zweiten Abschnitt des Berganstieg. Fels an Fels … schwirrt Lotta nur vorwitzig durch den Kopf. Soll er sich doch ärgern … Im Moment ist sie nur froh über jedes Stück Sportlichkeit, dass sie weniger frieren lässt. Ist ihm gar nicht kalt …? Mit der Frage beschäftigt Lotta sich nicht allzu lang, denn die gesamte Aufmerksamkeit ist wieder aufs Klettern zu richten.
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    Noch vor Abenddämmerung erreichen sie ein tiefverschneites Hochplateau. Die Baumgrenze haben sie noch nicht passiert, denn Gestrüpp und Tannen versperren den beschwerlichen Weg. Tief sacken beide bei jedem Schritt ein, dennoch überholt Lotta Ansgar fast frohgemut. Kräftiges Ausschreiten wärmt noch viel besser als das Hangeln in Hanglage. In diesen Höhen ist es weitaus kälter als Lotta es sich je vorgestellt hat. Also legt sie noch einen Schritt zu, um sich schön warm zu halten. Ansgar scheint witterungsbedingt passendere Kleidung zu tragen. Bei Gelegenheit will Lotta sich mal schlau fragen. Aber sie hat so eine Ahnung, dass das nicht ganz billig ist, was der Norweger da trägt, wobei sie wieder bei der Frage ungleichen Lohnes wären. Noch kann sich Lotta solch Ausstattung nicht leisten. Aber es nützt nichts … Irgendwie muss sie jetzt da durch. Der Gehaltsscheck für diesen Job auf dem Berg geht schon fürs kleine schmucke Eigenheim drauf. Das Falun farbige Knusperhäuschen kostet doch schon Einiges.
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    Es dämmert bereits leicht als Ansgar hinter ihr Halt gebietet und verkündet: „Das ist genau der richtige Platz, halbwegs Windgeschützt …“ Sorgsam entrollt der Norweger umgehend die Zeltplanen, spannt das Gestänge und beginnt Halterungen in den hartgefrorenen Erdboden zu schlagen. Lotta darf assistieren und kommt sich leicht verlegen wie überflüssig dabei vor. Ist ja … nur ein Zelt aufzubauen. Mehr hatten sie nicht mitschleppen sollen. Sei ja … ein Zwei-Mann-Zelt …
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    Bei einem kargen Abendbrot erhält Lotta noch einige knappe Information zum morgigen Abschnitt, der zu bezwingen wäre. „Länger und steiler als die beiden Strecken heute … Wir müssen das in einem Rutsch durchklettern. Keine Rast zwischendrin!“ Lotta nickt nur stumm. Den Rest der kurzen Mahlzeit schweigen beide, bis Ansgar gewissermaßen das Ende des Tages einläutet. „Wir müssen gut ausgeruht sein!“ Lotta schluckt. Das heißt dann wohl jetzt … ‚gute Nacht‘! Es ist nicht nur die zunehmende Kälte mit Einbrechen der Dunkelheit, die ihr zu schaffen macht. Dieses zwischenmenschlich kühle Gebaren ist auch nicht gerade … herzerwärmend und Lotta eigentlich so gar nicht zu eigen.
     
    Zu gerne würde sich Lotta jetzt ein Iglu bauen können. Das würde von Innen sicherlich mehr Wärme verströmen als dieser Eisklotz, der sich gerade anschickt, vor ihr das Seidendünne Schlafgemach zu entern. Lotta muss sich innerlichen einen Riesenruck geben, um ins Zelt zu folgen. Verwundert registriert sie drinnen auf den ersten Blick, was Ansgar so unter seiner wetterfesten äußerlichen Schale trägt und auf den zweiten, dass die beiden Schlafsäcke … an den Reißverschlüssen verknüpft wurden.
    „Ähmmmmmm …“, versucht Lotta umgehend zu protestieren, was ihr aber nur einen Blick unter ziemlich gerunzelten Augenbrauen einbringt, der ihr wohl weiß machen soll, dass sie nicht ganz gescheit sei … Ob die das auch mit zwei Mann so machen? So ganz sicher ist sich Lotta nicht … Andererseits … Dieser Amundsen hatte seinerzeit Schlittenhunde zum Wärmen mit ins Zelt genommen auf seiner Reise quer durch die Antarktis … War auch ein Norweger gewesen. Lotta war sehr beeindruckt gewesen … von der Filmdoku … damals … als sie … noch einen Fernseher hatte …
     
    Ach ja, so ein bisschen technischer Fortschritt schadet nicht, seufz … Lotta weiß augenblicklich wieder, wofür der Auftrag gut ist, den sie hier ausführt: ist der letzte Funkturm aufgestellt, gibt es endlich Verbindung in die ganze Welt. Ohne dem würde es gar keine Touristen heutzutage mehr herlocken. Von solchen Gedanken etwas befriedet fügt sich Lotta in ihr augenblickliches Schicksal. Ein letzter aufbegehrender Gedanke wünscht sich ihren Wolf zum Wärmen an ihre Seite. Schnell aus Pulli und Hose geschlüpft rutscht Lotta in den Schlafsack hinterher. Brrrr, das ist einfach soooo saukalt. Fast schlagen ihre Zähne klappernd aufeinander …
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    Lottas Versuch, sich etwas schicklich in die entgegengesetzte Ecke der verbundenen Schlafbutzen zu schmiegen, wird umgehend durch einen schweren Arm torpediert, der sich Kraken mäßig um ihre Leibesmitte schlingt und ihre Rückseite an dieses wölfische Wesen hinter ihr zwängt. “Hei!“, entfährt ihr ein erneuter kleiner Protestlaut, der nur mit einem dicht an ihrem Ohr geraunten „Sei nicht dumm!“, unwirsch quittiert wird.
     
    I c h bin nicht d u m m! Ärger kocht in Lotta hoch, Zorn lodert auf … und … erwärmt … sie bis in die Zehenspitzen. Hat in diesen Breitengraden doch fast was Gutes, wütend zu werden. Zoff können sie sich hier oben aber nicht leisten und Lotta ahnt, dass sich jemand in ihrem Rücken nur eins grinst und weiß, dass sie sich gerade ganz ‚warme Gedanken‘ macht. Nun gut! Sie ist … nicht dumm! Das ‚Tier‘ hinter ihr hat auch tatsächlich so etwas wie ein Fell am Leib. Ganz schön … flauschig! Lotta beneidet den Norweger um seine wärmende Unterbekleidung. Also noch etwas, was er ihr witterungsmäßig voraushat. Was das wohl für ein Material ist?
     
    Sie müssen wirklich schlafen, um den morgigen Tag zu bestehen und da der Bergführer sonst keine weiteren Avancen macht, lässt sich Lotta durch die zunehmend wohlige Wärme auch langsam einlullen, kuschelt sich schon leicht müde wegdriftend noch ein wenig mehr an dieses fellartige Strickgebilde ihres Zeltgenossen. Er wird schon keinen Quatsch machen … kann er sich nicht leisten bei dem Auftrag … Steht zu viel auf dem Spiel …
    Ihre Träume begleiten Bilder von Böser Wolf, der sich dicht an sie schmiegt …
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  • 5.1.3 – Bis ganz nach oben … Schneegestöber …

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    Ein kühler Windhauch lässt Lotta am nächsten Morgen erwachen. Ansgar verlässt bereits komplett angekleidet als Erster das Zelt. Die Plane vom Eingang fällt hinter ihm direkt wieder zurück und verschließt sogleich die Sicht nach außen. Den kurzen Blick auf die Wetterlage, den Lotta erhaschte, zeigte eine leicht graue Nebelsuppe. Das verheißt nichts Gutes. Schneegestöber vielleicht in nächster Zeit …
    Zu ihrer eigenen Überraschung hat Lotta recht gut geschlafen und fühlt sich äußerst ausgeruht und tatkräftig für den Tag gerüstet. Nur … ein bisschen kälter ist es als gestern.
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    Plötzlich wird die Zeltplane wieder zurückgeschlagen und auf einem Handteller balancierend ein kleines Flauschpaket reingereicht. Auffordernd hält ihr Ansgar scheinbar eine Garnitur solch vortrefflicher Unterwäsche hin wie er sie selber trägt. „Guten Morgen!“, beginnt Lotta erst einmal freundlich den Tag, was scheinbar nicht zu des Norwegers Konversationsgepflogenheiten gehört. „Für mich?“ Ein strahlendes Lächeln gleitet über ihr Gesicht. Wie fürsorglich! „Danke!“ Überglücklich drückt sie die dargebotene Gabe an die Brust. Jetzt bin ich so gefeit für den weiteren Anstieg und die nächsten Nächte … das ist bestimmt gaaaanz schön teuer! Wieder etwas, was sie sich wohl nie leisten kann …
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    Verwundert starrt Ansgar diesen Rotschopf einen Moment an. Dass so eine kleine Geste solch ein Entzücken hervorruft, ihr Antlitz vor Freude regelrecht aufleuchten lässt … Der Norweger lässt irritiert die Zeltplane wieder fallen und zieht sich zurück, damit Lotta sich drinnen umziehen kann. Das leicht unterdrückte Schmunzeln um seine Mundwinkel hat sie nicht mehr gesehen.
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    Als Lotta kurze Zeit später quietschvergnügt in der Thermo-Unterwäsche aus dem Zelt schlüpft, um sie selig wie ein reich zu Weihnachten beschenktes Kind auf einem imaginären Laufsteg im Freien zu präsentieren, ist kaum zu übersehen, dass Ärmel und Hosenbündchen ordentlich um die Gelenke schlackern und alles ein bisschen zu lang ist.
     
    Wieso habe ich nicht an ausreichend Ausstattung in der richtigen Größe gedacht …? Der Bergführer schilt sich selber einen unbedachten Holzkopf. Dass Lotta mit Kind kaum Einkommen hat, hat er doch nun oft genug von den anderen vernommen … Welch einen Ärger hätte er am Hals, würde sie hier oben Frostbeulen bekommen …
     
    Geschickt ist Ansgar Lotta behilflich, Ärmel und Bündchen an den Füßen sorgsam aufzukrempeln, damit sie später beim Klettern nicht behindert wird.  „In einer halben Stunde starten wir!“, gibt er unmissverständlich kund, dass sie sich nun eilen soll und blickt dabei so neutral wie möglich aus seiner eigenen Wäsche. Fang bloß keinen groben Unfug hier auf dem Berg an … Nur an den Job denken, an den Anstieg …!, mahnt er sich dabei selbst.
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    Lotta ist sogar schneller fertig und ganz darauf aus, keinerlei Scherereien zu bereiten und das ihrige dazu beizutragen, dass der Auftrag bestens gelingt: „Kann losgehen!“, strahlt sie immer noch hoch vergnügt, so wohlig warm verpackt den Tag begehen zu können, den Bergführer dermaßen an, dass dem kaum auffällt, dass keine Sonne heute scheint. Leicht den Kopf schüttelnd packt Ansgar ihre Sachen ein und auch Lotta klaubt rasch noch Restliches zusammen, damit ja nichts in dieser unberührten Natur liegen bleibt.
     
    Wohlgemut macht sich Lotta hinter Ansgar wieder auf den Weg zum nächsten Anstieg. Hach, der Tag kann nur gut werden … So flauschige Unterwäsche … Fast pfeift sie ein Lied auf den leicht gefrosteten Lippen, stößt Atem mit Eiswolken aus und sieht vor sich … nur wieder einen leicht hin und her wiegenden Kopf … Soll er doch denken, was er will, dass sie ein albernes Geschöpf sei, oder so. Ich lass‘ mir heute die Laune nicht verderben …

    „Was ist das … für eine … Wolle?“, wünscht Lotta dann doch weitere Auskunft und unterbricht wieder das zurückhaltende Schweigen. Obwohl die Eiseskälte fast jeden Atem nimmt, fährt sie im leichten Plauderton fort: „Nur dass ich es richtig wasche, bevor ich es dir später zurückbringe …!“ Sie vernimmt nur ein raues Gemurmel. Der Norweger dreht sich nicht mal für eine Antwort um. „Alpaka! Behalt‘s!“
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    Der Tag wird ja immer besser! Ich kann’s behalten … Lotta umschlingt beim Wandern über den letzten Rest der weiten Hochebene vergnügt mit beiden Armen kurz den eigenen Körper, um dieses flauschige Gefühl auf der Haut noch besser zu spüren … und die Wärme, die es ausstrahlt. Dreht sich ja eh keiner zu ihr um und sieht, welche Faxen sie hier hinten macht. Sie könnte jetzt glatt noch … zwei Hasenohren mit zwei V-förmig gestreckten Fingern … Langsam streckt Lotta die Hand vor …
     
    „Ups!“ Beinahe wäre sie in den Norweger reingelaufen, so abrupt wie er stehen bleibt ... Nun dreht er sich doch glatt auch noch zu ihr um. „Hab‘ Augen am Hinterkopf!“, fährt er Lotta barsch an, die perplex einmal den Mund öffnet und wieder schließt. 
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    Verlegen den Blick senkend setzt Lotta dann doch noch mit einer Erklärung nach: „Äh, wie?! Ich wollte nur nochmal ganz herzlichen Dank sagen für diese feine … flauschige … äh … Unterwäsche. Danke! Vielen, vielen Dank!“ Wie peinlich! Der Bergführer wendet sich ebenso abrupt wieder ab, schreitet ohne weiteren Kommentar mit festen Schritten erneut voran.

    Wie konnte er das sehen, häh? Lotta fühlt sich ziemlich ertappt, ist recht irritiert, bis ihr klar wird, dass die Sonne sich doch noch bei einem Wolkenaufriss zeigt. Klar! Das Schattenbild! Mist! Für den Rest des ‚Ausfluges‘ nimmt sich Lotta vor, bloß keinen Unfug mehr zu veranstalten. Das letzte, was sie brauchen kann, ist ein verdrossener Bergführer, der über ihr die Felsen erklimmt …
    „Tschuldigung …“, flüstert sie lieber nochmal leise nach vorn …, was aber keinerlei Resonanz erzeugt. Hat er’s nicht gehört? Lieber nochmal lauter? Ach nee, besser nicht!
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    Der Bergsteiger vorn hat’s vernommen und grinst breit! Sieht ja keiner! Der kleine Kobold hinter ihm schon mal gar nicht …
    Mach ja keinen Quatsch! Mahnt er sich erneut! Augen nur auf den Berg richten …! Seine Mine wird wieder ernster …
     
    Die nächste Kletterpartie erweist sich als äußerst anstrengend. Es gibt keine Rast, keine Pause den ganzen Tag … bis Eintritt der Dunkelheit. Ein aufkommendes Schneegestöber wie schon am Morgen befürchtet, verschlechtert zusätzlich noch Sichtverhältnisse wie Kletterbedingungen. Die Felswand wird zunehmend rutschig, so mancher Tritt glitschig und nicht mehr ganz sicher. Lotta wie Ansgar sind nach vielen zähen Stunden doch langsam erschöpft, die Kräfte bald aufgezerrt. Der Berg fordert heute beiden seinen Tribut ab.
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    Auf allen Vieren kriechen sie die letzten Meter aufs nächste Plateau hoch. „Wir müssen vom Abgrund weg, weiter auf die Ebene vor!“ Ansgar brüllt fast bei dem aufkommenden Sturm und ist doch nicht mehr leicht zu hören. Lotta setzt sich sofort trotz gummiartiger Mattigkeit in den Knien in Bewegung, bereit, alle Anweisungen des Norwegers auszuführen. In den letzten Stunden ist ihr immer klarer geworden, dass sie sich ganz auf ihn verlassen kann, ja verlassen muss. Er hat die größeren Erfahrungen im Hochgebirge. Ansgar folgt Lotta auf den Fuß. Trotzdem haben sich beide binnen Sekunden aus den Augen verloren. Die Wetterverhältnisse sind nie hundertprozentig vorhersehbar in diesen Höhen und die Dämmerung ist schon längst der Nacht gewichen.
     
    Besorgt hält Ansgar Ausschau nach Lotta. Sie hat sich bestens bewährt diese Tage. Jeder erfahrene Bergsteiger könnte sich in dem Gestöber verlieren. Es ist aber vor allem seine verdammte Verantwortung, dass ihr nichts passiert … Nicht auszudenken …, Mutter eines kleinen Kindes ... Ihm wird siedend heiß in der bitteren Kälte.
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    Lotta bleibt lieber auf der Stelle stehen als sie bemerkt, dass sie keinen Meter mehr weit sieht. Leicht kauert sie sich zusammen, duckt sich vor dem eisigen Wind und versucht, sich durch Rufen bemerkbar zu machen. „Hier! Hier bin ich!“  Weiter zu laufen würde bedeuten, ganz die Orientierung zu verlieren. Weit kann der Norweger nicht sein …
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    Fast stolpert Ansgar über etwas, das er erst für einen Felsbrocken hält, bis er feststellt, dass es ein fast eingeschneites Lebewesen ist, das da am Boden hockt und sich vor den eisigen Verwehungen zu schützen versucht. Heilfroh, Lotta gefunden zu haben, zieht Ansgar sie vom Erdboden hoch. „Du hast dich famos geschlagen heute. Komm, wir müssen weiter!“ Ganz erlöst zeigt der Norweger direkt ein Lächeln und schlägt sogar mit Lotta zu einem High Five ein. Wow, er kann lachen! Gutmütig nimmt sie sogar noch den ‚Ritterschlag‘ auf das rechte Schulterblatt hin, der sie locker fast ein paar Schritte im tiefen Schnee vorwärts treibt. Jupp, so kommt man auch voran! Wie befreiend, wenn er gut drauf und glatt mal etwas freundlich wirkt … Also, wenn sich das auch in der Mimik mal widerspiegelt …
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    Diese Nacht fallen beide Bergsteiger nach einem kurzen Imbiss an einem wärmenden Lagerfeuer eng beieinander sogleich erschöpft in tiefen Schlaf, während draußen der Wettergott unbarmherzig zuschlägt, das Zelt der beiden Murmeltiere sanft in weißen Puder hüllt und Wogen weißer Dünen an die Planen branden lässt - bis … nur noch ein kleiner halbrunder Kegel sich fast unscheinbar von der umgebenden Landschaft abhebt.
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  • 5.1.4 – Bis ganz nach oben … Rutschmanöver …

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    Den nächsten Tag müssen sich Ansgar und Lotta erst freischaufeln, so eingeschneit sind sie. „Lass das Zelt stehen!“, weist der Norweger den Rotschopf an als sie sich ans Zusammenpacken macht. „Oben gibt es Höhlen!“ Okeeee. Was eine Verschwendung …! Bedauernd blickt Lotta auf die im Wind flatternde Plane, fügt sich aber der erfahreneren Einschätzung Ansgars. Dann wird der nächste Abschnitt wohl auch nicht ganz leicht …
     
    Bei kurzem Frühstück am Feuer und erläutert der Bergführer, dass Lotta heute voran klettert. Uyyyy, ist das jetzt ein besonderer Vertrauensbeweis in ihre Kletterkünste? Sie wagt gar nicht zu fragen, was der Grund ist, denn heute gibt sich der Norweger wieder ganz nüchtern und abweisend.
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    Wagemutig macht sich Lotta an den Aufstieg, achtet besonders auf jeden Schritt, denn noch immer herrscht reges Schneetreiben. Unter sich hört sie nur gedämpft leichte Tritte, ein wenig schnaufen … Meter um Meter arbeitet Lotta sich vor, wohl wissend, dass Ansgar ziemlich direkt unter ihr an der Felswand entlang hangelt. Ob das wieder eine Probe ist, meine Kletterfähigkeit etwas genauer unter die Lupe zu nehmen …?
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    Noch ein paar Meter und Lotta hört plötzlich einen Aufschrei unter sich. Mit den rechten Fingerspitzen hakt sie sich am Gestein fest und versucht nach unten zu schauen, was passiert ist …
    „Oh nein …! Was … in drei Teufels Namen …?“, entfährt ihr sofort.
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    „Verdammte … Hölle! Verfluchter Mist noch eins! Teufel! Krätze!“ Erschrocken sieht Lotta den Norweger am Boden liegen und hört sein lautstarkes Fluchen. Wie konnte er nur abstürzen? Aber scheinbar ist er … ok, wenn man so lauthals noch vor Ärger krähen kann. Sicherheitshalber fragt sie aber lieber noch nach …
    „Ja, ja, alles gut! Klettere weiter! Los, hoch mit dir!“, lautet die ruppige Antwort von unten.
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    Oh, er könnt sich in den Allerwertesten beißen. Wovon hat er sich nur so ablenken lassen? Na gut, ich wollte mir das mal von unten besehen … also, die … Kletterfähigkeit! Natürlich! Was sonst? Blöder Idiot! Denk an deine Aufgabe! Ansgar schimpft sich selber noch so manches Unsägliche, während er sich mühsam erhebt. Au, das schmerzt!
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    Das muss hier gaaaaanz glatte Stellen geben …! Lotta klettert jetzt besonders achtsam, nachdem Ansgar schon einmal abgestürzt ist. Vorsichtig tastet sie sich jeden Meter voran, während der eigentliche Bergführer recht zügig wieder aufschließt … nur noch einen fachlich prüfenden Blick nach oben gerichtet. Ja, sie könnte selbst Bergführerin werden. Lotta hat ganz beachtliche Kletterfähigkeiten. Nur die Kleidung … Mhmmm. Nicht so geeignet! Hätte er das bloß vor Berganstieg mal abgecheckt. Aber … er wurde ja auch noch nie zu Lottas Teerunde eingeladen …
    Warum eigentlich nicht? Etwas grummelig ob dieser Erkenntnis klettert Ansgar weiter … immer mal wieder mit einem Blick auf Lotta über sich. Ja, sie machts gut, wirklich gut! Rein professioneller Blick eines Bergführers! Ja, ja …
     
    Die weiteren Stunden sind zwar ähnlich beschwerlich wie am Vortag, denn die Wände sind steil. Zum Glück aber stellt sich nach kurzer Gewitterlage tatsächlich Sonnenschein ein. Der Norweger genießt einen Moment die wärmenden Strahlen auf dem Gesicht, bevor er sich weiter hoch hangelt. Lotta ist schon über die Abbruchkante des Felsen auf die nächste Ebene gelangt. Ist Ansgar froh, dass es keine weiteren Zwischenfälle gab.
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    Auf der Hochebene wartet Lotta bereits, scheinbar erfreut, dass er unversehrt folgt und ansonsten ebenfalls recht empfänglich für die angenehme Sonnenwärme. Wohlig hält sie ihr Gesicht dem willkommenen Licht entgegen, hakt aber besorgt auch nochmal nach, ob alle Knochen heil blieben.  Es gibt nur ein stummes Nicken vom Norweger.
    Ok, dann spielen wir wieder ‚stumm wie die Fische‘. Lotta wird aus diesem Kerl nicht schlau. Muss sie auch nicht, Hauptsache der Job wird gut erledigt … und der Verdienst stimmt halbwegs …
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    Nach knapp einer halben Stunde Marsch auf fast grader Ebene deutet Ansgar nach vorn: „Da ist sie! Die Höhle!“ Lotta hatte sie bereits von weitem gesehen. Eigentlich liegt sie gar nicht so weit vom Abhang entfernt, den sie beide vorhin erklommen hatten. Aber in diesem tiefen Schnee stapft es sich nur sehr langsam voran. Tief sinken die Füße bei jedem Schritt ein. Heute Abend hätte Lotta gerne eine extra Portion Huhn, Fasan, Elch oder Ren … Ach, läuft ihr das Wasser im Munde dabei zusammen, das aber auch sogleich wieder versiegt, wenn sie an die zwar nahrhaften aber ziemlich drögen geschmacksneutralen kalten Energieriegel denkt, die Ansgar für beide mit sich schleppt. Der Mann hat keinen ausgeprägten Gaumen …

    Kurzum erschließt sich Lotta aber eine neue Geschäftsidee. Wenn sie mal Klettertouren anbietet, dann mengt sie ein bisschen Zimt und Sternanis unter die Fruchtmasse. Ein wenig Honig könnte auch nicht schaden und weil sauer so lustig macht, noch ein bisschen Zitrone. Auch geriebener Ingwer sollte nicht fehlen … Ach, all die Gewürze … Ob Ansgar vielleicht weiß, wie man hier auch Ingwer in der steten Kälte ziehen kann?
    Ob sie den wortkargen Fisch mal fragen kann? Noch zögert Lotta …
    Ansgar lädt nicht gerade zum Plaudern ein, wirkt oft recht unterkühlt. Den an der Tafel und jedes Gespräch versiegt wohl binnen Minuten. Der Tee gefriert vielleicht sogar in Sekunden …
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    Lotta bremst augenblicklich ihre Gedanken, will sich wirklich keine albernen Ausrutscher wie mit den Hasenohren mehr leisten. Der Norweger mag wohl das ein oder andere Mal vor Erleichterung lächeln, ist sicher recht verantwortlich in seinem Job … aber ohne Spaß im Leben. Ein kalter Fisch halt und kein Spaßvogel! Also … keine Späße mehr mit …
     
    „Sicher, dass kein Bär die Höhle unsicher macht?“ So ganz kann Lotta es dann doch nicht lassen. Leicht muss sie dabei kichern. So viel zu Vorsätzen … Die halten halt auch nur bis einen Tag nach Silvester!
    Wieder ‚erntet‘ sie lediglich einen frostigen Blick. Das ist wohl das Einzige, was sie je an ‚Gartentipps‘ von diesem Eisklotz bekäme …, besser sie ‚grast‘ nochmal bei Reuben ab, was der an floralem Wissen beim Norweger abstaubte. Zumindest innerlich gönnt Lotta sich ein erwärmendes Schmunzeln über den Unfug, der so beim Wandern durch den Kopf weht.
     
    Für die Nacht machen es sich die beiden Bergwanderer in der Höhle so gemütlich wie möglich. Was man halt in einer kalten Höhle hoch oben auf einem vereisten Berg eben als behaglich erachten kann. Brrrrrrr. Aber Alpaka an Alpaka geschmiegt lässt die Nacht sogar neben einem Eisklotz ausreichend warm erscheinen. Die vielen Stunden anstrengender Bergtour fordern ihren Zoll. Die beiden Bergsteiger fallen augenblicklich in einen Bärenartigen Winterschlaf, ZzzzzzzZZZZ.
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  • 5.1.5 – Bis ganz nach oben … On the Top …

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    Noch fast mitten in der Nacht wird Lotta unsanft geweckt. „Der Hubschrauber kommt in den Morgenstunden mit dem Mast. Wir müssen zeitig auf der Bergspitze sein!“ Lotta blinzelt noch einen Moment benommen vor Müdigkeit über diese morgendliche Ankündigung Ansgars und erhebt sich dann ohne weitere Nachfrage. Er kennt den Zeitplan. Ihr hatte er ihn gestern Abend nur noch nicht verraten. Jetzt ist ihr aber auch klar, warum es so früh schon in die Falle ging. Wie er meint! Hauptsache der Lohn stimmt nachher!
     
    Das letzte Stück Felswand ist gar nicht mehr so hoch und Lotta bass erstaunt, dass sie schon nach drei Stunden oben sind. Über ihnen blinken die Sterne in fast klarer Nacht. Vor ihnen liegt eine endlose Schneewüste. Kein Baum noch Strauch behindert die Sicht. Sie haben die Baumgrenze überschritten „Es ist … so wunderschön!“ Lotta kann diesen Gedanken nicht bei sich behalten, so überwältigend ist der Anblick dieser eigentlich menschenfeindlichen Umgebung. Diesmal erntet sie fast so etwas wie einen wohlwollenden Blick ihres Bergführers. Gibt also doch etwas, was ihn scheinbar ein bisschen bewegt.
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    Mit knapper Handbewegung deutet Ansgar auf einen schmalen Grat weiter den Hang hoch. Noch sind sie nicht ganz oben, aber es wird keine Kletterpartie, sondern eine Schneewanderung auf die letzte Anhöhe hinauf.  Die Morgendämmerung dräut hinter ihnen herauf als sie sich auf das letzte Stück Weg zum Gipfel begeben. Zügig treten sie aus, froh, das Ziel bald erreicht zu haben.
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    Auf des Berges Spitze lässt sich Ansgar dann doch glatt dazu hinreißen, Lotta zu gratulieren und endlich für ihre meisterlichen Kletter- und Wanderfähigkeit zu loben. Eine unglaubliche Anspannung scheint von ihm abzufallen … Beschwingt hebt er eine Faust als Zeichen, dass sie den Berg bezwungen haben und heil oben ankamen. Lotta steckt Ansgars Aufregung an. Erst jetzt wird ihr selber diese wahnsinnige Leistung, die sie beide vollbracht haben, so richtig klar. Sie haben … es geschafft!
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    „Lotta, du bist wirklich unglaublich …“, beendet Ansgar gerade seine schon fast ausschweifende Lobeshymne mit ihr recht intensiv zugewandtem Blick. Das waren jetzt die längsten und meisten zusammenhängenden Sätze, die Lotta je von ihm hörte. Und … sie … waren … unendlich … freundlich … und … galten ihr! Er … hält mich … für eine … waschechte … Bergsteigerin! Anerkennt … meine … Fähigkeiten.
    Lotta ist zutiefst und … zu Tränen gerührt … auch nach all den Strapazen der letzten Tage … Oh man, gerade verdirbt sie wieder das Bild einer taffen Bergbezwingerin … schnief!
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    Was hab‘ ich denn falsch gemacht? Ansgar ist irritiert. Er wollte doch, dass sie sich freut … und jetzt … Umpf! Ratlos macht er das, was ihm als das nächst Gescheite deucht. Er nimmt Lotta in den Arm, um zu trösten …

    Lacht sie da gerade leicht an meiner Schulter? Egal! Er weiß nichts Besseres und wiegt den Rotschopf wie ein scheinbar unglückliches Kind etwas zur Beruhigung hin und her. Wahrscheinlich der Stress, der jetzt etwas abfällt. Geht ihm ja genau so und auch er selber fühlt sich nicht unwohl bei der … wohltuenden Berührung.
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    Einen Moment verharren die beiden Bergbezwinger noch so, bis sich die Gemüter wieder etwas beruhigt haben und Lotta sich leicht verlegen aber zart lächelnd löst, um zu signalisieren, dass alles mit ihr ok sei. Soll er jetzt mal glauben, dass ich etwas überreizt war … Na ja, war ich wohl auch!

    „Wann kommt denn der Hubschrauber?“, versucht sie geschäftlicher zu klingen und auch Ansgar nimmt räuspernd Anlauf, wieder mehr den Anschein arbeitsamen Gebarens zu vermitteln. „Dauert nicht mehr lang!“ Mpfff. Die Stimme ist noch leicht belegt.
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  • 5.1.6 – Bis ganz nach oben … Heißes Vergnügen …

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    Die restliche Wartezeit verbringen die zwei Bergsteiger schweigend mit Blick auf die anbrechende Morgenröte. Es wird ein herrlicher Tag und Lotta hört schon erste Motorengeräusche. Die Wetterbedingungen sind ideal für das Vorhaben.
     
    „Du steigst auf die Einfassung!“ Ohne weitere Umschweife wird Lotta unvermittelt in die Höhe gehievt, als sich das Fluggerät samt Metallgestänge direkt über ihnen befindet. „Greif nach den Enden und dann langsam an den seitlichen Nuten bis zum Einrasten entlangführen …“
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    „Kommst du ran?“, verlangt Ansgar von unten zu wissen. „Ja fast … noch ein Stück!“ Lotta bemüht sich um sorgsame Ausführung nach Ansgars Anweisungen … Beherzt packt sie nach dem leicht schwankenden Gestänge und muss einiges an Kraft für den rechten Lauf aufbieten. Unter ihr führt Ansgar die Mastenden bis zum Grund weiter. Sie brauchen beide einige Zeit, bis alles passt und ein deutlich vernehmbares Klicken nach den schleifenden Geräuschen von Metall auf Metall endlich den Erfolg der Mission verkündet.
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    „Hervorragende Arbeit, Lotta!“ Schon wieder ein freimütiges Lob aus Ansgars Mund. Lotta ist ganz überwältigt als sie wieder an einer Hand von dem Norweger gestützt auf den Erdboden zurückspringt. Es hat wirklich alles geklappt! „Dank deiner guten Erläuterungen!“, gibt sie freudestrahlend das Lob zurück, während Ansgar noch Verbindungen überprüft und nachzieht. Lotta schaut genau zu, und macht sich dann an weiteren Schrauben zu schaffen, bis alles fertig gestellt ist und sie einen fast freundschaftlichen Schlag auf die Schulter erhält. „Fertig für heute!“, verkündet Ansgar gutmütig den Abschluss ihres Auftrages.
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    Hach, sie hat ihren Lohn wirklich verdient. Lotta freut sich schon darauf, ihr Häuschen endlich zu bezahlen und es dann auch tatsächlich ihr eigen nennen zu dürfen. Sie vermisst nach drei Tagen Berganstieg ihr Töchterchen und auch die anderen ihrer Teerunde so langsam. „Steigen wir jetzt wieder runter?“ Runter geht sicher schneller …
     
    „Heute nicht mehr! Das wäre zu knapp!“, bescheidet Ansgar kurzum. Es stört ihn etwas, dass sie den Abstieg scheinbar kaum erwarten kann, aber vielleicht gefällt ihr ja … das ‚Nachmittagsprogramm‘. Sie haben jetzt Zeit für etwas … Muße. Der Mittag ist nach der ganzen Aufbau-Aktion bereits weit überschritten. „Hier oben gibt es eine weitaus bessere Höhle zur Übernachtung. Auch prima für ein reinigendes Dampfbad ausgerichtet, das wir uns redlich verdient haben, oder?“
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    Baden? Wir? Grinst er leicht? Etwas irritiert blickt Lotta den Norweger an. So … gesprächig?

    „Wir müssen nur den Weg hier wieder runter …“ Ansgar wartet scheinbar auf eine Antwort.
     
    … … … „Aha!“
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    Lottas Alarmglocken beginnen zu schrillen … also sie vor dem Norweger in die angewiesene Richtung herläuft und sich von Zeit zu Zeit nach ihm umsieht, ob sie irgendwas an der Mine deuten kann. Muss ich jetzt … ‚bezahlen‘? Für die ganze … Hilfsbereitschaft? Ihr wird leicht klamm. So hatte sie sich den Ausgang nicht vorgestellt nach den ganzen Lobhudeleien über ihre Wunder-Wer-Weiß-Was-Fähigkeiten.
     
    Ganz vorsichtig versucht Lotta mal das ‚Terrain‘ abzutasten, auf dem sie sich jetzt gerade bewegt. ‚Unwegsames Gelände‘ will es ihr erscheinen … „Äh, Dampfbad? In einer Höhle? Wie funktioniert denn das?“
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    Ansgar bietet bereitwillig Erklärung. Er hat diesen Berg natürlich vorher schon bestiegen. Gehört zu seinem Auftrag. Einer musste ja die Einfassung zuvor verankern und das Gebiet erkunden, bevor ein zweiter ‚Mann‘ mit raufgeschickt wird. Der Norweger ist einer der erfahrensten Bergsteiger Nordeuropas, war aber auch schon viel in der Welt auf anderen Gipfeln unterwegs. „Nahe beim Eingang der Höhle ist eine tiefere Schneegefüllte Mulde. Machst du ein Feuer innen, fängt’s erst an zu schmelzen und dann zu verdampfen … Den Effekt hab‘ ich bei der ersten Tour hier hoch entdeck!“
     
    Oh, wie genial. Ohne die Begleitumstände eine super Idee, muss Lotta zweifelsohne anerkennen, fragt aber lieber ganz umsichtig nochmal das zu treffende Arrangement nach: „Willst du zuerst oder soll ich …?“ Lotta beißt sich leicht auf die Lippen als sie endlich ihre ‚geteilte‘ Vorstellung zum Ganzen offenbart.
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    Ansgar vermeidet, seine leichte Enttäuschung zu zeigen. Was hatte ich denn erwartet?
    Nun, ganz sicher wird er sich keine Beschwerde bei seinem Arbeitgeber einhandeln noch will er irgendeinen Eklat auf dieser Anhöhe heraufbeschwören. Kein Dissens zwischen Bergsteigern am Hang! Wäre sie drauf eingestiegen …, dann also … nun ja … Aber so …
     
    Der Norweger will keine Zwangslage ausnutzen als sie bei der Höhle ankommen. „Du kannst gerne zuerst rein. Ich entfache nur noch kurz das Feuer …“ Ganz langsam atmet Lotta unmerklich wieder aus. Puhhh, das klang doch … recht neutral. Den kurzen Atemstillstand hatte sie in der Anspannung an sich selber gar nicht gleich bemerkt. „Ok, danke dir!“, bemüht sie sich um ebenso gelassenen Ton. Sie will ja auch nichts Falsches unterstellen …
     
    Lotta beobachtet einen Moment, wie Ansgar das zusammen gesammelte Reisig in der Höhle entzündet und sich dann ohne weitere Aufforderung zurückzieht. Als sich die Luft um sie herum dampfend erhitzt, wagt sie so langsam, sich zu entkleiden, immer mit etwas vorsichtigem Blick zum Eingang. Da rührt sich jedoch nichts … Lotta greift nach ihrem Handtuch, wickelt sich schnell ein und lässt die Beine bis zu den Knien schon mal in die Wassermulde gleiten. So köstlich warmes Wasser, eine natürliche Badewanne aus Stein.  Wie ihr selbst gezimmerter Hottube in ihrer ehemaligen Behausung … Langsam gleitet Lotta tiefer, während sie das Handtuch beiseitelegt. Ein letzter wachsamer Blick … Alles gut, seufzt Lotta innerlich, während sie sich wohlig im Wasserbad rekelt.
     
    Geduldig wartet Ansgar nicht weit vom Höhleneingang an einer Felswand gelehnt und überlässt sich seichten Träumereien … Das wird ja wohl noch erlaubt sein, im Wissen …, so nah diesem … wohl gerade … recht unbedeckten Rotschopf zu sein. Die Abendsonne rötet sich … während in des Norwegers Gedanken ein anderer Film abläuft als der tatsächliche vor seinen Augen …
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    Nun, der Rest ist schnell erzählt … Ansgar bekam auch noch sein Bad … allein! Lotta fühlte sich unendlich erfrischt und dankbar für diese Wohlfühloase, die sie ausgiebig … allein … genoss.
     
    Gemeinsam stiegen sie am nächsten Morgen wieder den Berg hinab und erreichten Lottas Haus drei Tage später. Ach, welch freudige Begrüßung erwartete sie daheim von Kind, Wolf und zwei selbst ernannten Großvätern. Ansgar tippte sich zum Gruß wie auch Abschied kurz wortlos an die Mütze und ging … seiner Wege. Morgen würde die Horde weiterziehen. Alle Gebäude für den Wintersportort stehen bereits ...
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  • 4.2.1 - Von Süd nach Nord oder Ost ... Kaffeezeit mit Kamel …

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    „Wo könnten Sie jetzt gerade stecken?“ Keito verschwendet bisher nicht allzu viel Gedanken auf die ‚Fata Morgana‘ vor ihm, schlürft langsam an seinem Mokka, während er darüber nachsinnt, wo Yuna und ihre Mutter gerade verweilen könnten. Wie weit mögen sie bereits gekommen sein?„Verdammt!“, entfährt es ihm bitter. „Warum haben sie kein Handy eingepackt?“ Fragend blickt er seine Mutter Elani und ihren Cousin Asante an, als hätten sie es zu verantworten, dass Miyu sich gegen portable nachverfolgbare Medien entschied.
     
    „Hier gibt es eh kaum Empfang!“, schaltet sich das Spionelfchen gutmütig schlichtend ein und schenkt noch eine Runde des samtigen Kaffees mit fein duftenden Zimtaromen nach. Erst jetzt betrachtet Keito den Redaktionsgeist der WiWo etwas genauer und erschauert leicht in Erinnerung an eine äußerst ungemütliche Nacht als er … schon einmal nach Yuna suchte.
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    Bis heute ist ihm nicht ganz klar, was dort alles neben der Entführung durch seinen Pa noch vorfiel. Der Teen kennt Okkulte als Vampire – äußerts hilfreiche in der Villa – und eine liebliche Meerfrau … Aber einem dienstbaren Geist ist er bisher noch nicht begegnet. Mit leicht skeptisch gelupften Brauen hält Keito dem Spionelfchen erneut seine Tasse entgegen.
     
    Der Marsch durch die Wüste hat durstig gemacht, obwohl … Kaffee nicht gerade förderlich ist, wieder Flüssigkeit zu tanken, aber … er tut im Moment ganz gut. „Danke! Wirklich köstlich!“ Keito entspannt sich langsam und nimmt noch einen Schluck des Gaumen kitzelnden dunklen heißen Gebräus.
    War der Geist in der Villa gut? Der Teen ist sich nicht sicher, nachdem Yuna später merkwürdig verändert war. Keito versinkt wieder in Grübelei.
    Aber vielleicht … war das auch noch die Nachwirkung … vom Grauen in diesem dunklen Verschlag …! Wandte sie sich letztendlich deswegen von mir ab, weil ich sie immer wieder … an meinen wüsten Erzeuger erinnerte?
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    Besorgt beobachten Asante wie Elani das gedankenversunkene Minenspiel des Jugendlichen. Wohingegen das Spionelfchen alle drei Gäste neugierig mustert und deren Hirnreiche Windungen zu ergründen sucht.

    „Du warst eine erfolgreiche Köchin, hörte ich von Bugsy?“, wendet sich der Geist nun an Elani, die erstaunt hochblickt. Diese WiWo-Leute scheinen ja bestens untereinander informiert zu sein. Ein warmes Lächeln gleitet über Elanis Züge: „Na ja, zuletzt war ich Suppenköchin auf einem offenen Marktstand! Tatsächlich koche ich leidenschaftlich gerne und hatte mir mal einen Namen gemacht, aber …“ Das Leuchten der feinen Gesichtszüge verschwindet wieder. „Nun ja. Vorbei ist vorbei …“
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    Asantes Aufmerksamkeit wendet sich seiner Cousine zu. Wo ist das Sonnenscheinchen von damals nur hin? Liebevoll legt er Elani einen Arm um die Schulter: „Du bist immer noch eine wundervolle Köchin! Die beste, die ich kenne!“ Elanis Augen zeigen wieder ein sanftes Strahlen als sie ihren Kopf auf seiner Schulter bettet und einen Moment dort verharrt. Ich hab‘ doch immer noch ein Stück weit liebevolle Familie! Was hat Miyu? Was hat Lotta? An wen können sie sich anlehnen, während sie sich allein um ihre Kinder kümmern müssen – irgendwo hier auf der Welt … von allen guten Geistern verlassen?
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    Dann auch noch die WiWo-Leute die helfen wollen … Und Miyu und Lotta ahnen nichts davon! Warum meldet sich Lotta nicht? Lebt sie noch?
    Elani, noch immer von Schuldgefühlen erdrückt, hatte bisher nicht gewagt, selber wieder Kontakt aufzunehmen. Lotta hatte einen anderen Weg vorgezogen als mit ihnen zu gehen und Elani glaubt zu wissen, warum! Weil ihr Ex, Keitos Vater, für all das Unglück verantwortlich ist und damit irgendwie … auch sie! Elani kann diese Überzeugung einfach nicht abschütteln. Nicht nachdem auch Keito offenbarte, wie sehr er gelitten hatte, weil sie lange untätig blieb …
     
    Tränen beginnen mal wieder über Elanis Gesicht zu fließen, sobald sie sich den unwirtlichen Erinnerungen überlässt. Asante fühlt sich leicht überfordert über diese schnellen Gemütswechsel. Ist es diese beschwerliche Reise in den letzten Tagen gewesen? Die anstrengende Suche wühlt vielleicht wieder viel zu viel auf! Hoffnung wie Verzweiflung liegen selbst bei ihm dicht beieinander, auch wenn er versucht, den Zuversichtlichen in der Runde zu geben …
     
    „Möchtest du dich vielleicht ein wenig hinlegen … ein bisschen ausruhen?“, fragt Asante gerade sanft sein Cousinchen. Keito blickt verwundert auf als würde er gerade aus einem weit entfernten Traum auftauchen und sieht seine Mutter wieder einmal etwas aufgelöst vor sich. „Ma!“ betroffen steht er auf, zieht Elani hoch, um sie zu umarmen. Jetzt möchte er selber Trost spenden. „Wir finden sie! Bestimmt!“ Und leise flüstert er noch in ihr Ohr: „Du bist die beste Ma der Welt! E r war allein an allem schuld!“ Jetzt fließen die Tränen bei Elani erst recht, aber auch vor Erlösung. „Und du bist der beste Sohn, den sich eine Mutter wünschen kann …“ und den sie ohne dieses Ungeheuer nicht hätte …, aber dennoch immer innig als ihr Kind lieben wird.
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    Noch eine Weile halten sich Mutter und Sohn im Schmerz vereint fest, bis sich Elani wieder fasst und lächelnd mit noch etwas Tränennassem Gesicht von Keito wegschiebt. Entschlossen wischt sie mit einer Hand kurz die letzten Spuren ihres Ausbruches auf der salzig feuchten Wange beiseite. Es ist jetzt wieder an ihr, als Mutter ihrem Kind Stärke und Zukunft zu vermitteln.

    Dabei macht Elani sich nichts vor – Asante ebenso wenig … Keito wird älter und reifer werden, aber … noch immer ist er auch ein ungeduldiger und zuweilen zorniger Teen. Und sein ‚Erbe‘ wird sein Wesen möglicherweise für sein ganzes Leben prägen. Es wird drauf ankommen, was er daraus machen wird.
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    Bei der ganzen Gefühlswallung schaltet sich das Spionelfchen nun doch etwas energischer ein. Die drei müssen noch einiges auf sich nehmen, wenn sie das Mutter-Tochter-Gespann auf Flucht aufspüren wollen. Sie stecken schließlich … inmitten einer kargen Wüste. Kein Problem für einen Geist, aber die drei da leben noch und sollten auch noch ein Eckchen länger unter den Sterblichen verweilen. Das bedeutet … Proviant klar machen! „Das war jetzt nicht nur so Smalltalk mit dem Kochen! Ich koche übrigens auch sehr passabel und leidenschaftlich, liebe Elani! Machen wir uns an die Versorgung für die nächsten Tage, während die beiden Burschen da sich mal um eure weiteren Wegbegleiter hinter dem Zelt kümmern …!“
     
    Bei so pragmatischen Erwägungen schauen die drei ‚Gescholtenen‘ dann doch etwas ernüchtert hoch. In der Tat, sie haben eine Mission. Wieder beflügelter stimmt Elani sogleich ein: „Aber gerne, liebes Spionelfchen. Na, du bist sicher mehr als eine passable Köchin. Dein Kaffee war so hervorragend, dass ich dich doch gleich um die Rezeptur bitten möchte und verrate mit ja genau das Verhältnis von Zimt und … was war da noch drin?“ Noch etwas verlegen über ihren Gefühls- und Tränenausbruch streicht sich Elani das etwas zerzauste Haar aus der Stirn. „Packen wir es an! Im Zelt?“ Sie deutet auf das buntscheckige Stoffgebilde hinter dem Redaktionsgeist.
     
    „Ja, ja, ich bin schon mehr als passabel in meinen Kochfähigkeiten!“, lacht das Spionelfchen herzhaft zurück. „Küchengeheimnisse gibt es aber nur für die in die Gourmetkunst Eingeweihten …“ Vertraulich zieht sie die ehemalige Fünf-Sterne-Köchin mit sich in das etwas abgewetzte Nomaden-Zelt. Drinnen hat der gute Geist bereits einige Vorbereitungen getroffen …
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    Asante und Keito begeben sich derweil mit etwas gerunzelten Brauen und fragenden Augen hinter das Zelt und sehen in einiger Entfernung endlich das, was ihnen schon die ganze Zeit als etwas seltsame leicht schnorchelnd grunzende Laute an die Ohren dringt.

    „Kamele?“, bricht es aus Keito unvermittelt heraus. „Sollen d a s da unsere ‚Begleiter‘ sein?“ Der Junge kriegt sich kaum ein. Asante entringt sich nur ein Schmunzeln: „Na besser, als müssten wir alles auf dem Rücken durch die Wüste schleppen oder? Der Jeep ist hin! Eindeutig!“ Entwendetes und Beschädigtes Eigentum des Kenianischen Militärs!, fährt es dem Fahnenflüchtigen kurz durch den Kopf. Es gibt kein Zurück mehr! Aber statt sich weiter deswegen zu sorgen, breitet sich auf Asantes Gesicht ein fettes Grinsen aus. Er hätte da nicht mehr lange mitmachen können. Zunehmend war es ihm gegen den Strich gegangen …
    Ob wir je wieder nach Kenia zurückkönnten …? Nein!, kommt Asante zum Ergebnis seiner Überlegungen. Wir hatten auch da keine Perspektive in der Großfamilie mehr … Nicht mit der Bürde von Keitos Vater im Gepäck. Flüchtige suchen Flüchtende …!
    Und die ‚liebe Familie‘ hatte Elani als junges unerfahrenes Mädchen allein auf weite Reise in unbekanntes Land geschickt … und hätte sich nie für das verantwortlich erklärt, was ihr dann zustieß. Nein, auch in Kenia gibt es keine Zukunft mehr!

    Entschlossen marschiert Asante alle Gedankenspiele beiseite wischend auf die Höckertiere zu, winkt Keito mit einer Hand hinter sich her, dass er ihm folgen soll. Zögernd setzt sich der Teen in Bewegung: „Beißen die oder … spucken - wie Lamas!“ Asante lacht kurz trocken auf. „Hei, du mutiger Verfolger! Willst du jetzt deine Yuna finden oder was? Dann beweg deinen Hintern hierher! Die hier spuken nicht …, beißen … vielleicht ein bisschen oder treten …“ Der ehemalige Militarist, noch immer in seiner Kluft, hat das erste Kamel erreicht und streckt forsch die Hand nach den weichen Nüstern des Tieres aus, das interessiert nachschnuppert, ob es bei diesem Zweibeiner was zu holen gibt
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    „Und besser als selber laufen oder?“, wendet sich Asante seinem Neffen zweiten Grades abenteuerlustig zu und sieht gerade noch wie sich dessen Augen erstaunt weiten. „Wir sollen … auf ihnen reiten?!“ Keito steht leicht der Mund offen …
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  • 4.2.2 - Von Süd nach Nord oder Ost ... Wüstenschiffe …

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    „Ich begleite euch in Richtung Nordost bis Bagdad!“, verkündet das Spionelfchen am nächsten Morgen ihren Zeltgästen. „Danach muss ich mich auf die Weiterreise begeben. Frau Bürgermeisterin erwartet mich in Amerika!“ Am Vortag hatten Elani und der Redaktionsgeist alle Zutaten zu hervorragenden und gut haltbaren Speisen verbruzzelt und in kleine Tagesrationen verteilt sorgsam verpackt. Ebenso wurde ausreichend Wasser in mehrere lederne Schläuche abgefüllt.
     
    „Wie lange brauchen wir?“, wendet sich Keito gerade an das Spionelfchen, während er eines der Kamele, das er für sich auswählte, vorsichtig bepackt. Die Staffelei muss mit! Darauf hatte er bestanden, nachdem er sich mit diesen samtmauligen Riesen vertraut gemacht hatte und gewillt war, ihrem Rücken seine eigens von seinem Kellner-Lohn auf einem Festival erstandene Staffel anzuvertrauen. „Drei bis vier Tage, schätze ich in etwa!“, sinnt das Spionelfchen laut nach. Der Geist hat keine genaue Vorstellung davon, wieviel Elan und Durchhaltevermögen jeder Einzelne dieser Kleinfamilie mitbringt. „Hängt ein bisschen von eurer Kondition ab!“
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    Spionelfchens Augen folgen gerade Elanis zu den Höckern dieser Wüstenschiffe aufwärts entlangwanderndem misstrauischen Blick, der zu fragen scheint, wie es sich da oben wohl ‚segelt‘. „Wieeeee … kommt man da hoch?“, fragt die Gourmetköchin etwas scheel angesichts der ihr schier unglaublich anmutenden Höhe nach.
     
    Jetzt ist es an Keito, seiner Ma Mut zuzusprechen, nachdem er sich gestern bereits mit dem Aufsitzen vertraut machte und langsam Gefallen darin findet, so fein schaukelnd einige Meter über dem heißen Wüstensand dahin zu schweben.
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    „Auf jeden Fall nicht klettern!“, lacht der Teen mittlerweile recht unbesorgt und gibt dem vor seiner Ma stehenden Kamel mit einem kleinen Stöckchen Befehl zum Niederknien. Erschrocken springt Elani ein paar Schritte zurück: „Waaaa … Ach Gott! Ich dachte, es bricht vor meinen Füßen zusammen!“

    Angestachelt vom heiteren Gelächter um sie herum, wagt sich Keitos Ma dann wieder vor. „Hei, ich hab‘ gestern die ganze Zeit gekocht und nicht gesehen, welche Manöver euch der gute Geist hier gestern noch hinterm Zelt zeigte …“ Asante hilft seinem Cousinchen gutmütig beim Besteigen des Tieres, während der Teen - immer noch etwas kichernd bei Elanis holprigen Bemühungen - das Kamel per Zügel weiter am Boden hält.
    „Nimm’s ihm nicht krumm! Etwas Freude und Lachen tut uns allen gut!“, erbittet Asante schmunzelnd Nachsicht für den Neffen.
     
    Gnädig ergreift Elani Asantes unterstützende Hand, lässt sich huldvoll wie die Königin von Saba auf der Satteldecke nieder und scherzt nun ihrerseits mit: „Na los, ihr Lakaien! Wo ist mein Palmenwedel? Fächert mir kühlende Luft zu!
    Huch …!“
    Das Kamel erhebt sich mit dem Hinterteil zuerst und Elani schwankt bedenklich vornüber. Zum Glück hält Asante noch immer Händchen … Keito wirft sich kugelnd vor Lachen in den Sand als seine Ma beim nächsten „Hach!“ nach hinten geschwenkt wird, nachdem sich auch die unter dem Leib eingeknickten Vorderbeine des Tieres wieder aufrichten.
     
    Nach einer Weile ist alles verstaut und alle sitzen auf, bereit, Wüstenstürmen und brennender Hitze die nächsten Tage zu trotzen. Das Spionelfchen sieht es mit Genugtuung, dass der kleine Trupp recht wohlgelaunt in den frühen Morgenstunden startet. Es wird noch hart genug werden auf ihrem Weg …
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    „Lass sie mir ja nicht in der Wüste allein!“ hatte Don El Artichocke dem Redaktionsgeist vor der Reise ins Morgenland noch eingeschärft. Die Freunde seiner ehemaligen Freunde und diese ganze mysteriöse Geschichte um die angeblich ermordete Rektorin und ihrer Tochter - nebst den Ungereimtheiten um diesen Rotschopf Lotta - hatte ihn zutiefst aufgewühlt und mitgenommen. Diskret versucht er daheim, alle Hebel zur Aufklärung in Bewegung zu setzen und alle verloren gegangenen Schäfchen wieder einzusammeln und zusammenzuführen.
     
    Das Spionelfchen ist wegen Funkloch nicht auf aktuellstem Stand, weiß momentan seinen Gästen nicht mehr zu berichten als das, was Bugsy Melone oder Jack Watanabe den Wüstenwanderern schon vor ein paar Tagen mit auf den Weg gab. „Nach derzeitigen Schätzungen haben Miyu und ihre Tochter einen zeitlichen Vorsprung, den ihr ja durch den Marsch querfeldein bzw. quer durch die Wüste abzukürzen versucht. Wenn alles zeitlich klappt, müsstet ihr bei dieser Farsane in Persien aufeinandertreffen. Die Adresse, die euch Jack Watanabe gab!“, erinnert das Spionelfchen gerade die neben sich Reitenden. Noch steht die Sonne nicht sehr hoch und ihre Gesichter wirken noch recht gelöst, während sie durch die schier endlose sandige Weite traben.
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    Gemächlich lässt Asante seinen Blick über die Landschaft schleifen. So ein Kamelritt ist eine recht bedächtige Art des Reisens. „Ja, so ähnlich hatte ich es mir ausgerechnet!“, erwidert er gerade tief entspannt dem Redaktionsgeist. Asante ist gewohnt mit wenig unter verschiedensten Witterungsbedingungen auszukommen. Sorge hatte er erst mehr um seine beiden lebenden menschlichen Begleiter, aber Keito schlägt sich ganz gut und auch Elani hält ausgesprochen hervorragend mit. Hitze macht ihr sogar weniger aus als ihrem Sohn, der das in dem Ausmaß nie zuvor kennenlernte.
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    In den wenigen Wochen in Kenia in für ihn völlig ungewöhnlichen und weitaus kargeren Lebensumständen hatte er sich sehr gemausert und manche Teen Allüren sprichwörtlich über Bord geworfen, beobachtet Asante wohlwollend seine Entwicklung. Keito ist materiell weitaus weniger fordern geworden. Seine Staffelei und die wenigen Farben, die er hat, hegt und pflegt er wie ein kostbares Kleinod. Gemalt hat er bisher nicht, als sparte er alles für ein besonderes Bild auf.
     
    Das andere Bild von der Wand mit Yuna und diesem grünhaarigen Mädchen …

    Keito hatte es wieder auf die Leinwand gespannt und gut verpackt. „Ich lasse es nicht zurück!“ hatte der junge Mann störrisch gemurrt und Asante verstanden, dass es dem Jungen viel bedeutet. Vielleicht auch ein Aufbegehren gegen Terence, der seinen Sohn für dieses Interesse an der Malerei verlachte und erniedrigte … Vielleicht für Keito der Schlüssel … zu einem anderen Weg im Leben als sein verblichener Vater ihn beschritt.
     
    Nachdenklich betrachtet Asante den Halbwüchsigen, der da neben ihm selbstvergessen und vor sich hinträumend durch die sengende Hitze der Wüste reitet. „Woran denkst du gerade?“  
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    Keito schrickt erst wie ertappt hoch, grinst dann verlegen zu Asante rüber: „Ach, ich gucke mir nur die Gegend an!“
    „Aha! Gibt ja auch wahnsinnig viel zu sehen! Sand, Sand, Sand …“, erwidert Asante seinem Neffen leicht neckend. Die Sonne steigt langsam zur heißesten Tageszeit auf. Zeit bald für eine Rast … Asante sieht die Köpfe der beiden Frauen in einem Gespräch vertieft vor sich hin und her schwanken. Ob sie Kochrezepte austauschen? Hier mitten in der staubigen Wüste? Wäre Elani zuzutrauen, wenn sie auf eine Gleichgesinnte trifft …
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    „Denkst du, sie will mich überhaupt wiedersehen? Was ist, wenn nicht?!“ Keito hat sich endlich entschieden, Asante zu antworten. Ganz vorsichtig tastet der Jugendliche sich vor. Vielleicht ist es an der Zeit, sich mal jemanden anzuvertrauen. Mal schauen, was so … ein anderer Mann meint. Ein anderer … als mein Pa! Von dem gab es nie … Hilfe oder Rat … nur … niederträchtige abfällige … ‚Lebensweisheiten‘, die Keito nichts außer einem gewissen Charme und im Rückblick zweifelhafte schnelle Abenteuer einbrachten. Wie anders sind Yunas Vater Jack oder Asante …
     
    Asante kann ein fragendes Stirnrunzeln nicht ganz unterdrücken: „Warum sollte sie dich nicht sehen wollen? … … … Was … war das überhaupt zwischen euch?“ Er wartet eine Weile, erfreut, dass Keito sich überhaupt durchringt, etwas mehr noch an seinem Innenleben teilhaben zu lassen. Asante fragte sich schon eine Weile, welcher Art Beziehung zwischen Yuna und Keito bestand. So recht hatte der Junge sich nie dazu ausgelassen.
    Letztens hatte der Teen auch nur zart angedeutet, welche Erfahrungen Terence ihm bereits in jungen Jahren zumutete, als sein Leidensweg so aus ihm rausbrach. Vor seiner Mutter oder Bugsy war es Keito scheinbar zu unangenehm gewesen, deutlicher zu werden, aber Elani hatte durchaus verstanden und Bugsy sicher auch, wie Terence seinen Sohn verfrüht überforderte und ihm ein Stück seiner Kindheit und Jugend raubte, um einen ‚ganzen‘ Kerl aus ihm zu machen.
     
    „Jack … hat nichts … davon erwähnt, dass … sie mich … nicht sehen will, oder?“ Keito müht sich um jedes Wort, so schwer scheint es ihm zu fallen, auszudrücken, was er sagen oder fragen möchte.
    Und gleichzeitig so hoffnungsvoll ist sein Blick auf Asante gerichtet, dass der ihm das Gewünschte bestätigen möge.
    „Nein, ich hatte nicht den Eindruck, dass Jack dir gegenüber irgendwelche Vorbehalte hatte oder dass er dies für Yuna annahm. Worüber sorgst du dich wirklich, Keito?“ Wieder herrscht eine Weile Stille …
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    „Ich mochte Yuna von Anfang an … Also, sie gefiel mir auf Anhieb … Ich meine …“ Leicht errötend fällt Keito wieder ein, wohin einer seiner ersten Blicke bei Yuna gewandert war und wie sie ihm, gleich lachend gekontert und erklärt hatte, dass sie sich aus Jungs nichts mache … Eigentlich hatte Keito diesbezüglich bisher wenig Schamempfinden gehabt … Aber jetzt so vor Asante und nach allem …
     
    „Du stehst auf Yuna!“, fasst Asante kurzum zusammen und schließt gleich eine Frage hinten an: „Fürchtest du, sie steht nicht auf dich? Was ist sie denn für dich?“ Er möchte Keito nicht düpieren, aber vielleicht ist es mal an der Zeit, alles an Befürchtungen rauszulassen. Asante gibt sich äußerlich so gelassen wie möglich, auch wenn er jetzt doch schon recht gespannt ist und ungeduldig weitere Offenbarungen erwartet. Lenkt auch gut von … eigenen Themen ab … Kurz blitzt ein wirbelnder brauner Lockenschopf durch Asantes Gedanken, den er schnell beiseiteschiebt. Hoffnungslos!
     
    Zum Glück für Asante fährt Keito fort …
    „Sie ist mein bester Freund!“, erklärt er gerade mit Bestimmtheit. „Aber, … wir waren auch … irgendwie … eine Zeit zusammen … Also … Aber dann nicht mehr so … Ich weiß auch nicht … Es wurde schwierig … und …“ Keitos Redefluss gerät ins Stocken … Versiegt einen Moment … … …
    „Sie mag Mädchen!“

    „Ahhhhh …“ Jetzt kommen sie der Sache schon etwas näher. Asante und Keito sind etwas weiter zurückgefallen. Elani und Spionelfchen bemerken sicher nichts von der Entwicklung des Gespräches hinter ihnen, vermeint Asante. „Es geht also nicht nur darum, dass sie dich wegen deinem Pa nicht mögen könnte …“ Asante findet seine detektivischen Schlussfolgerungen geradezu brillant.
     
    „Weiß nicht! Alles so verwirrend!“ war aber jetzt nicht die Antwort, die der ehemalige Soldat auf seine ‚geniale Analyse‘ hin von seinem Neffen erwartete. Der Junge zuckt nach dem Satz nur ergeben die Schultern, starrt wieder in die endlose staubige Weite, während ihn das Kamel unter seinem Podex weiter sanft durch den Wüstensand schaukelt.
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    Mhmmm, wird nicht ganz leicht! Ganz so erfahren ist Asante nun auch wieder nicht mit Teenager-Gesprächen und die Keitos führen noch schweres Themen-Gepäck mit sich. „Deine kurzweiligen nächtlichen Ausflüge mit erwachsenen Damen habe ich ja … mitbekommen bzw. verstanden. Aber, die waren wohl nie von Bedeutung?!“ Asantes Worte klingen mehr wie eine Feststellung denn wie eine Frage, die Keito Kopfnickend auch bestätigt.
     
    „Und … Erfahrungen … mit Mädels in deinem Alter?“ Diesmal ist es Asante, der sich vorsichtig herantastet.
    „Kaum! Außer mal ein bisschen … flirten oder tanzen …“, kommt eine zögerliche Antwort. Bea, Tania, Nadine und auch andere Mädchen seiner Schule davor tauchen vor Keitos innerem Auge auf.

    Yuna … wusste davon!“, kommt es gedämpft von dem Teen. „Von den älteren Frauen! Es hat ihr … nichts ausgemacht!“ Sie hatte ihn dafür nicht verachtet. War eigentlich sogar … aus anderen Gründen … in ähnlicher Lage gewesen. „Es war für sie auch schwer … Mädchen in ihrem Alter kennen zu lernen! Wir haben uns … da mal überraschend getroffen … abends … in der gleichen Bar …“ Keito blickt hoch zu Asante, ob er versteht … ob er deutlicher werden muss … Muss er nicht. Der Ältere begreift das Dilemma, dass die beiden Teens in ihrer Freundschaft verband.

    „Hast du dann … was Blödes gemacht oder gesagt, was eure Beziehung, Freundschaft oder was auch immer jetzt belastet?“, hakt er sanft nach. „Weiß nicht!“ Wieder zuckt Keito ratlos mit den Schultern.
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    „Ach, komm schon! Wie soll ich dir helfen, wenn du mich so auf die Folter spannst!“ Nun ist Asante doch geneigt, das Ganze etwas voranzutreiben.
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    Und als hätte diese etwas barsche Art den Damm gebrochen sprudelt Keito alles Mögliche hervor, wie Yuna ihn erst um eine Scharade bat, er sie dann nach der Spuknacht mehr oder minder überrumpelte, danach der Höllentrip auf dem Festival … „Sie hatte so viel durchgemacht in diesem dunklen Verschlag und auch auf dem Festival war es nicht leicht für sie und dann dieser Wolf, diese Horrornacht, wo ich sie kaum wieder erkannte … aber ich hatte immer nur im Sinn, wie ich sie für mich gewinnen kann …“ Keito fällt fast in sich zusammen. „Und dann … die letzte Nacht! Auf dem Ball! Ich war gemein! Wusste, dass sie Ängste da unten aussteht … Alleingelassen … in einem fensterlosen Raum! Ich ließ sie schmoren … Gekränkt, weil ich sie nicht haben konnte …“
     
    Nur noch leise erklingt Keitos Stimme … „Und wieder … musste sie sich gegen i h n wehren, brachte zu Ende, was ich in der Geistervilla außer Wut schon fast vollzogen hätte. Sie … hinderte mich damals. Wollte … trotz allem nicht, was er ihr angetan hatte, … dass ich so eine schwere Bürde … auf mich lade. Nicht mal für sie! Und jetzt … trägt sie sie – statt meiner!“ Keito wischt sich mit einer Hand über das vom Erzählen erschöpfte Gesicht. Die ganze Erinnerung laugt ihn aus.
    Er bekommt seine kreisenden Gedanken und Selbstvorwürfe einfach nicht sortiert …
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    „Und ich hab‘ mich nicht mal wirklich entschuldigen können … in der letzten Nacht unserer Begegnung. Danach …“ Keitos Stimme bricht bei der Vorstellung, wie sein Pa Yuna erneut aufgelauert hatte … Asante hat nur noch stumm zugehört und sein Reittier näher an Keitos herangetrieben, damit er den verzweifelten Jungen an sich drücken kann. Im Moment gibt es keine Worte ...
     
    Sacht schaut Elani sich um, als es eine Weile hinter ihr verstummt. Sie haben mitgehört da vorn. Fast die ganze Zeit. „Mach einfach gerade nichts! Lass ihn! Es ist gut so!“ hatte ihr das Spionelfchen wiederholt wohlmeinend zugeraunt und sie bestärkt, Asante gerade die Zügel zu überlassen. „Euer Gespräch kommt noch!“ Zart hatte der gute Geist Elani über die Schulter gestrichen, um ihr aufgewühltes Gemüt etwas zu besänftigen.
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  • ReuseReuse Member
    bearbeitet 27. März
    4.2.3 - Von Süd nach Nord oder Ost ... am Scheideweg …

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    Knapp zwei Tage sind seit der beschwerlichen ‚Beichte‘ Keitos vergangen. Der Trupp kämpfte sich anfangs durch Sandstürme wie dörrende Hitze und Elani war zu einer besonders heiß flirrenden Mittagszeit erschöpft aus dem Sattel geglitten. Sie hatte einfach zu viel Tränen und damit Mineralien und Flüssigkeit vergossen, was sie dann leicht ins Delirium versetzte. Fortan wurde tagsüber in der größten Hitze geruht und nachts bei teilweise recht abgekühlten Temperaturen geritten. „Ich Esel!“, schilt sich das Spionelfchen, dem die ganze Hitze und Wassermangel als Geist gar nichts ausmacht. „Wir hätten von Anfang an, nur die Nächte durchreiten sollen …“ Ein Sternenklarer Himmel wölbt sich die nahezu letzten dreißig Meilen ihres Marsches über den Wüstenwanderern.
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    „Lass gut sein, Spionelfchen!“, erwidert Asante mild und trotz aller Unannehmlichkeiten gut gelaunt. „Da hätte ich ebenso dran denken können! Es ist ja alles gut verlaufen. Und seitdem Keito sich das Herz erleichtert hat und Elani sich vorhin auch mit ihm ausgesprochen hat, finde ich, kommen wir doch alle wieder etwas beschwingter daher, oder?“ Mutter und Sohn reiten hinter ihnen für den Moment zufrieden schweigend nebeneinander her. Die ehemalige Fünf-Sterne-Köchin ‚vergießt‘ heute Nacht mal nicht unnötig wichtige Nährstoffe und genießt dafür halbverträumt das Spiel einer Vielzahl funkelnder Sternenlichter am Himmelszelt.
     
    „Diese Yuna scheint mir nach all ihren Erlebnissen ein recht resilientes Mädchen zu sein, nach allem, was ich bisher gehört habe!“, führt das Spionelfchen gerade einen Gedankengang zu ende. „Ja, das ist auch mein Eindruck! Du solltest ihre Mutter kennenlernen! Ihren Vater! Sie muss als Kind schon einiges zu sehen bekommen haben! Das kann einen stärken … oder zerbrechen!“, bestätigt Asante mit einem nachdenklichen Seitwärtsblick zum Redaktionsgeist der WiWo, der sich anschickt, seine nächste Erwägung zu offenbaren: „Und bist du sicher, dass sie sich sicher ist, dass sie … schon wirklich weiß, was sie will?“ Asante grinst nur kurz: “ Nö! Aber sag’s nicht Keito. Ich will keine falschen Hoffnungen wecken. Im Moment will er ‚seinem besten Freund‘ helfen …“
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    Der Ex-Soldat sinnt noch ein paar Minuten still vor sich hin, um dann fortzufahren: „Die beiden haben eine Menge zusammen durchgemacht, wissen Dinge voneinander, die andere Gleichaltrige nie in dem Maße von ihnen erfahren haben … Das hat sie sicherlich zusammengeschweißt …
    Was ich von Yunas damaligen Vorschlag zur Scharade halten soll, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht so genau!“ Asante hat mittlerweile erfasst, dass die Damen vor ihnen das ganze ‚Männergespräch‘ mitbekamen. Bedächtig lächelnd nickt das Spionelfchen nur …
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    „Schaut mal! Ist das wieder so eine Fata Morgana, oder sehe ich da ganz weit vorn am Horizont tatsächlich beleuchtete Häuser?“ ruft es scherzhaft von hinten. Dabei wirkt Elani ganz aufgeregt. Ist der Wüstenmarsch bald endlich zu Ende? Ihre Zunge ist tagsüber so schnell trocken und die Trinkwasservorräte gehen bald zur Neige. Lächelnd dreht sich das Spionelfchen im Sattel zu ihr um: „Ja! Gegen Morgen kommen wir bei einer ersten kleinen Ansiedlung an. Die Bewohner lassen die ganze Nacht Lichter zur Orientierung für Karawanen brennen. Am Mittag erreichen wir dann Bagdad. Wir sind trotz deines kleinen Ausfalls zügig vorangekommen, Elani. Hut ab!“ Das Spionelfchen lüftet schmunzelnd eine imaginäre Kopfbedeckung und Elani jauchzt triumphierend wie erleichtert auf: „Wüste ade! Das war jetzt aber genug Staub und Hitze für den Rest meines Daseins. Nichts gegen dich, mein treues Wüstenschiff.“ Verzückt über die baldige Aussicht von frischen Trink- wie Badewasser knuddelt Elani dem gelobten Tier die pelzigen Ohren, was dem Kamel einen schmatzig schnalzenden Laut und Keito ein Gnickern entlockt: „Das war, glaube ich, gerade keine Wohlfühlbezeugung, Ma!“

    „Oh!“, entfährt es Elani leicht erschrocken. Augenblicklich gibt sie die Ohren des Tieres wieder frei.
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    Keito scheint sich etwas näher mit den Kamelen in den letzten Tagen befasst zu haben. Er hat sich sehr vorbildlich um die Tiere gekümmert, also vertraut sie mal auf seine Einschätzung.
     
    Die Gespräche der letzten Tage scheinen ihm auch sehr nachgegangen zu sein, ihn etwas beruhigt zu haben. Immer öfter sieht Elani ihn leicht vor sich hinlächeln. „Sie wird sich freuen. Bestimmt!“, versichert sie ihrem Sohn noch einmal. So wie Elani Yuna und auch Miyu in der Vergangenheit kennengelernt hat, ist sie sich mittlerweile immer sicherer, dass die beiden Frauen über eine Wiederbegegnung sogar sehr glücklich wären, … auch nicht mehr nur allein auf sich bezogen weiterleben zu müssen.
     
    Auch Asante hatte Elani in den letzten Tagen immer wieder auf den Boden zurückgeholt. Hatte ihr erklärt, dass nicht sie Schuld an Terence Taten, sondern selber Opfer gewesen war und Miyu ihr nie Keitos Pa vorgehalten habe – trotz allem, was Yuna durch ihn widerfuhr.
     „Ich glaube mittlerweile sogar, dass Miyu ihre Freunde zu schützen versuchte und sich deshalb mit Yuna vor uns allen versteckt hielt. Niemand sollte in das Unglück hineingezogen werden, Elani! Aber so wie Jack es erzählte, war es ein Unfall, den Terence selbst verursachte. Yuna hatte sich nur verteidigt und ihre Mutter mit. Aber das wusste Miyu in den ersten Schockmomenten ihres Erwachens nach Terence Überfall nicht und Yuna konnte lange Zeit nicht darüber reden, was in den letzten Minuten geschah …“ Asante weiß als Soldat, der schon Krieg und Kampf erlebte, wovon er redet.
    Niemals wieder … hat er sich geschworen …  Er hat erlebt, wie paralysiert man sein kann …
     
    Stunden später rekelt sich Elani wohlig in einem schaumigen Bad voll Blütenblättern und ätherischen Duftölen, die ihr sanft die Nasenschleimhäute kitzeln. Was ein Quantensprung von den sandigen staubigen Dünen in diese Wellnessoase ... Keito und Asante tollen bereits schon im Pool dieses etwas merkwürdigen Gastgebers und seinem erstaunlich mondänen orientalisch anmutenden Palast herum.
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    Diese bläulich schimmernde Haut … Nie zuvor hatte Elani Vergleichbares gesehen und das Spionelfchen nur tiefgründig gelächelt, als sie die Bagdader Familie als alte Bekannte vorstellte.

    Sie könnten gerne ein paar Tage ausspannen, hatte der freundliche Herr gemeint und Elani sich in einem Märchen aus Tausend und einer Nacht gewähnt, als man ihr dieses herrschaftliche Badezimmer offerierte. Sie wäre auch mit weniger zufrieden gewesen …
     
    Der Gastgeber hatte sie im lichten Innenhof empfangen, wo das Wasser des azurblau gefliesten Pools mit den goldtürkies farbigen Türmchen des schnieken Anwesens im gleißenden Sonnenlicht des Mittags um die Wette glitzerte. So rundum geblendet war Elani froh, in einen schattigen Raum geführt zu werden, in dem ihnen erst einmal kühle Erfrischungen an einer Bar angeboten wurden.
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    „Nichts Alkoholisches!“, hatte der Gastgeber versichert als Elani etwas scheel auf Keitos Kelch blickte. Andererseits … auf seinen nächtlichen Abenteuern hatte er nie über die Stränge geschlagen, wurde ihr bewusst. Tja, weil dann eben auch manches nicht mehr so geht, wenn Mann zu viel intus hat … wie Elani sehr wohl von Terence weiß, wenn er seine Drogen-Eskapaden und -Abstürze nicht vor ihr versteckt hielt.
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    Mittlerweile hat Elani auch den anderen Grund erfahren, warum sich Keito grundsätzlich nie mit Alkohol oder anderem Zeug abschoss. Diese Seite des Drogenmissbrauchs hatte er schon lange vor seiner Ma als Kind an seinem Vater kennengelernt, wenn Elani auf der Arbeit war und Terence auf ihn ‚aufpasste‘ … ihn zum Mitwisser und Geheimnisträger machte …
    Das Kind hatte es gefürchtet, der Teen später verdrängt und umgedeutet, bis es für den Jungen einfach nicht mehr zu übersehen war, was für eine selbstsüchtige wie mitleidlose abgehalfterte Ratte Terence tatsächlich abgab.
     
    Der Eklat zwischen Vater und Sohn ereignete sich kurz vor einem Elternabend an der früheren Schule, als der Junge einfach nicht mehr die Augen vor dem unsäglichen Treiben seines auf einen imaginären Podest gestellten scheinbar galant charmant erfolgreichen Vater verschließen konnte, der ihm immer öfter das Taschengeld abrang. Danach hatte Keito seinen Vater gemieden.
     
    Er hatte immer nur gewünscht, dass Terence sich um seinen Sohn kümmerte, sich um ihn sorgte … Jedes Quentchen scheinbarer Zuwendung hatte der Junge von seinem Pa aufgesogen und wie in einem Schatzkästlein im Inneren verwahrt, weil alles andere zu unerträglich erschien …
    Zum Beispiel sich einzugestehen, welche Angst Terence mit seinen fiesen Kumpanen, zu denen er Keito mitschleppte, auch unterschwellig erzeugte. Lange hatte der Halbwüchsige es als Demonstration von anzustrebender Stärke und gerechtfertigter Dominanz anderen gegenüber sehen wollen …
    Aber …
    … zuletzt hasste der Teen seinen Pa, ekelte sich vor ihm und vor dem Zeug, das der sich einpfiff und das diesen kalten übelriechenden Schweißfilm auf der Haut erzeugte …
    Nie hatte Keito es selber probieren wollen …
     
    In dem Moment vorhin - mitten in der Stube des Bagdader Gastgebers, in dem der Teen den frischen fruchtig rötlichen Saft sacht wie der Mond den Lauf der Gezeitenwoge in seinem Kelch herumschwenkte - war er geradezu gut gelaunt und mit lichteren Gedanken beschäftigt wie Elani zufrieden feststellte. „Granatapfel?“, fragte Keito nur recht interessiert. Und der bläulich schimmernde Herr hatte lächelnd genickt: „Mit etwas Maulbeere gemischt …“
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    „Schöne Farbe!“ Bei dem Kompliment dachte Keito eher an seine Malutensilien und überlegte kurzweilig, wie man diesen wunderbar kräftigen Rot Ton gewinnbringend aus dieser Frucht extrahieren könnte. Ein kleiner vergossener Spritzer auf der Theke, den sein Gastgeber mit einem weichen Tuch gleich aufgenommen hatte, zeugte von einer unvergleichlichen Farbkraft. Färbt besser als Rotweinflecken … Als elegant gewandeter Hilfs-Kellner in Elanis ehemaliger Fünf-Sterne-Wirkungsstätte hatte Keito einige Erfahrungen mit häufig verschüttetem Rebensaft auf weißer Tischgarnitur wie auch reichlich Trinkgeld für das diskrete Beheben der ‚Farbexploration‘ sammeln können.
     
    Asante hingegen hatte einen Globus in der Ecke des Bar-Raumes mit leicht düsterem Blick inspiziert und Abmessungen mit gespreiztem Daumen und Mittelfinger der einen Hand in verschiedene Richtungen vorgenommen, während die andere seinen bisher noch unbenutzten Trinkkelch hielt.

    „Was beschäftigt dich gerade?“ Elani war an seine Seite getreten und betrachtete einen Moment das Spiel seiner Hände auf der kleinen Erdkugel. Die Fingerkuppe des Zeigefingers kam … auf Schweden zum Liegen, dann auf Japan … und wieder … auf Schweden. Der Daumen ruhte … auf Bagdad. Asante zog seine Hand vom Globus zurück und betrachtete seine Cousine einen Moment schweigend, nahm einen Schluck aus seinem Glas und schwenkte dann ebenso wie zuvor Keito eine Gezeitenwoge durch seinen Trinkkelch, der er so angelegentlich mit den Augen folgte als könnte sie urplötzlich die Richtung wechseln, wenn er nur einen Moment unachtsam wäre.
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    „Wir sind jetzt fast genauso weit von Schweden entfernt wie von Japan!“ Asantes Blick richtete sich wieder auf Elani, als erwarte er hier und jetzt eine Entscheidung von ihr, ob sie nordwärts oder östlich weiter einer Route und Suche folgen sollten. „Fragst du dich nicht auch manchmal, was aus Lotta und ihrem Kind geworden ist, Elani? Wir wissen, dass Miyu und Yuna soweit wohlauf sind und wo sie in etwa hinwollen … Aber wo genau ging Lotta hin?“ Der Rotschopf mit Kind ist Asante persönlich näher als Miyu und ihre Tochter. „Wir waren eine kleine Familie … zusammen mit Lotta und Maryama damals auf dem Festival …“
     
    Der Ex-Soladat musste fürchterlich schlucken bei dem Gedanken und Elani auch. „Keito wird Yuna folgen wollen, Asante! Ich weiß, dass du lieber nach Lotta suchen würdest …“ und Maryama vermisst …
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    Ein entsetzlicher Gedanke war in Elani aufgestiegen. Würde dies zur Zerreißprobe für diesen kleinen Rest von Familie werden? Sie hatte kaum noch atmen können, als Asante fragte: „Und was möchtest du, Elani?“, und sie dabei einen Moment mit seinen dunklen undurchdringlichen Augen gefangen hielt.
     
    „Oh Gott, ich weiß es nicht. Übertrag nicht mir diese Entscheidung!“, hatte Elanie fast tonlos gewispert. Sie steht Miyu wie Lotta nah. Die drei Mütter eint ein anderes Band. Doch dann hatte Asante seiner Cousine sanft über die erblasste Wange gestrichen und versichert: „Wir bleiben auf jeden Fall zusammen, welchen Weg auch immer wir nehmen werden. Und ich weiß, Keitos Wunsch und Wohl ist dir wichtig. Mir auch!“ Erleichtert hatte Elanis Herz wieder zu schlagen begonnen. Sie war sich sicher, dass es ein paar Sekunden ausgesetzt hatte. Bestimmt drei oder vier, wenn das möglich ist. „Wenn wir Miyu und Yuna gefunden haben, suchen wir dann sogleich alle zusammen nach Lotta und Takatuka, Asante!“, versicherte sie dem Cousin schnell.
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    Mit dieser ‚Entscheidung‘ war Elani dann wieder frohgemuter und dankbar, dass Asante sie ihr doch ein Stück weit abgenommen hatte. Sie hätte nicht wirklich wählen können.
    Als Keito sich näher zu ihnen gesellte, sah er nur eine lächelnde Ma. Er hatte nichts von möglichen ‚Scheidewegen‘ mitbekommen … „Wann geht’s weiter?“, hatte er nur zu wissen verlangt. Er brennt darauf, baldigst nach Yuna und Mutter weiter zu suchen, so strapaziös auch der vorher zu bewältigende Abschnitt ihrer Wanderung war.
     
    „Wir müssen erst wieder etwas Kraft tanken …“, hatte Asante beschieden, sein Glas auf einen Zug geleert und Keito dann erstmal am Kragen mit sich gezogen „… und dir erstmal ein wenig den Staub aus Haaren und Gesicht waschen.“
     
    Elani hatte sich noch wortreich vom Spionelfchen verabschiedet, das langsam auf Abreise drängte: „Ich danke dir vielmals, lieber Geist. Ohne deine Hilfe hätten wir es nicht durch diese trockene Wüste geschafft! Und diese vielen neuen Rezepte von dir … ich bin begeistert.“ Warmherzig hatte sie den Redaktionsgeist an sich gedrückt, immer noch erstaunt, dass das bei einer so durchscheinenden Erscheinung überhaupt möglich ist. Die Welt ist doch voller Mysterien!
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    „Oh, dein Cousin hätte euch auch sicher geführt! Aber ja, ich hoffe, ich konnte für einige Erleichterung sorgen. Passt gut … auf euch auf. Ihr habt noch einiges vor Euch … und … widersteh‘ besser manchen Versuchungen!“ Wieder hatte das Spionelfchen etwas geheimnisvoll gelächelt, sich aber nicht weiter erklärt.
     
    Jetzt liegt Elani entspannt in der Wanne, während sich die beiden männlichen Familienmitglieder im Pool aalen und sinnt über diese letzten Worte des Spionelfchens nach.
    W a s hatte sie wohl damit gemeint?
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  • 5.3.1 – Über die Seidenstraße gen Osten ... im Wiegeschritt …

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    Krrrrrchhhhhht* Hart schrammt an diesem überaus sonnigen Morgen eine arg ramponierte Feluke an der stark von Algen verschleimten Kai-Mauer entlang und legt einen Streifen helleren Gesteins darunter frei, bevor der kleine Segler endlich zum Halten kommt.
     
    Neugierig beugt sich Sultan Ali Pascha weit über die Ufer-Brüstung des sehr belebten Konstantinopler Hafens, um das geräuschvolle Ereignis knapp vier Fuß unterhalb von ihm näher zu begutachten. Kurz zuvor hatte sein Wächter Faisal ihn bereits auf dieses zerschlissene im Wind flatternde helle Leinentuch aufmerksam gemacht, das auf Augenhöhe zügig und scheinbar ungebremst auf sie zuhielt.
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    Erfreuliches lässt des Sultans Mine nun aufblitzen, als sein Blick zwei weibliche Wesen in offenkundigen Nöten erhascht. Sofort bedeutet er seinem Wächter, das gaffende Volk auf Abstand zu halten und die soeben gesichteten ‚Schiffbrüchigen‘ vor allzu zudringlichen Blicken abzuschirmen. Noch weitere Befehle des Sultans zur ‚Rettung‘ der Gestrandeten werden von Faisal an die nächststehenden Lakaien ausgegeben …
     
    „Meine ehrenwerten Damen! Darf ich Ihnen behilflich sein?“, wird Miyu von einer freundlichen Stimme begrüßt und eine helfende Hand zu ihr herunter gereicht, die die ehemalige Rektorin in ihrer Erschöpfung erst einmal nur mit gerunzelter Mine betrachtet. So viel Aufsehen war nicht ihr Ziel bei Ankunft gewesen. Vorsichtig blinzelt sie in die Höhe, kann aber gegen die blendende Sonne hinter dieser Gestalt weder ein Gesicht noch eine genaue Silhouette ausmachen. Eindeutig ein Nachteil … Aber haben sie eine Wahl?
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    Yuna hockt fast apathisch mit beiden Händen aufgestützt neben ihrer Mum und kann sich auch kaum noch aufrecht halten. Die Reise mit dem kleinen Segler auf dem offenen Mittelmeer war überaus strapaziös und die Feluke kaum noch steuerbar in ihrem stetig nach Seeseite ausdriftenden Gebaren gewesen. Vom Kiel unterm Bootsrumpf war ihnen in einer der vielzähligen felsigen Untiefen des Mittelmeeres ein Teil weggebrochen. Immer wieder hatte sich der Küstenstreifen rechter Hand, dem sie folgen wollten, erheblich aus ihrem Sichtfeld entfernt und Miyu hatte alle ihre nautischen und astronomischen Kenntnisse aufbieten müssen, um noch die rechte Richtung zu bestimmen.
     
    An Schlaf war zuletzt nicht mehr zu denken gewesen, um diese kleine Nussschale auf Kurs zu halten. Die Frauen waren wiederholt viel zu weit von ihrem Weg abgetrieben worden und dadurch weitaus länger unterwegs als geplant. Seit gestern sind bereits ihre Vorräte an Trinkwasser und Nahrung vollständig aufgebraucht und die von der Gischt und den Unwettern der letzten Tage durchtränkten wie zerfetzten Kleider fallen ihnen fast vom Leib …
     
    Mit dem letzten bisschen Rest an Kontenance in fast auswegloser Lage besinnt sich Miyu auf höfliche Konventionen und hofft, dass die der Genfer hier auch gelten: „Besten Dank für den freundlichen Empfang, mein Herr!“ Als säßen wir hier zu einer Runde Kaffeekränzchen beisammen … „Für ein paar hilfreiche Informationen wäre ich Ihnen sehr verbunden …“
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    Miyu beschattet die Augen, um ihren ‚Helfer‘ etwas besser unter die Lupe nehmen zu können, hat aber gegen den Sonnenstand keine rechte Chance. Yuna rollt nur müde die Augen. Unglaublich, Mum! Was machst du da? Den halb hydrierten Teen interessiert nur noch Essen, Schlafen, Durst, aber nicht mehr … gehobene Konversation!
     
    Nicht recht gewillt, dem nächstbesten Fremden ihre augenblickliche körperliche wie mentale Schwäche so schutzlos preiszugeben, aber äußerst besorgt über Yunas Zustand entschließt sich Miyu dann doch, die dargebotene Hand zu ergreifen. Mit der anderen versucht sie noch, ihre entkräftete Tochter hinter sich herzuziehen und ist letztendlich heilfroh, dass noch weitere helfende Hände mit anpacken.
     
    „Danke, vielen Dank!“, versucht Miyu halbwegs aufrecht vor ihren Rettern zu stehen und auch Yuna probiert, auf den jungen Mann gestützt, noch halbherzig den Versuch eines standhaften Ganges.
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    „Könnten sie uns vielleicht … den Weg zum Orient-Express weisen?“, erbittet Miyu mit einem schrägen Lächeln, das ihre ganze Übermüdung verrät. Sie haben noch keine ausreichenden Mittel für eine Weiterreise im Geldbeutel. Aber für die Suche nach notwendigen Lösungen des Problems will Miyu ihren im Moment kaum noch wachen Grips erst später wieder anstrengen ...
     
    „Aber sicher doch, sicher doch … Hier entlang!“, hört Miyu noch Gemurmel wohlmeinender Stimmen, was sie für die gewünschte Wegbeschreibung hält … Behutsam wird jede der Frauen in eine Sänfte geschoben. Überrascht wie überaus angenehm überwältigt von weichen duftigen Kissen wiegt ein leichtes Schaukeln sanft wie eine zarte Meereswoge die hoch Ermatteten fast umgehend in einen nahezu komatös anmutenden tiefen Schlaf … Ich sollte … meine Tochter …

    „Yunaaaaa … … …?“

    „Jaaaaaaa … … …“

    … … … … … … … …

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  • 5.3.2 – Über die Seidenstraße gen Osten ... Kostümanprobe …

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    Yuna braucht ein paar Minuten bis sie wieder halbwegs orientiert ihre nähere Umgebung wahrnimmt. „Muuuuuum … … … …?“
    Das Mädchen verharrt einige Momente mit starr an die Decke gerichtetem Blick. Kein Laut, außer … ein leises Atmen, das an ihr Ohr dringt. Yuna versucht ihren etwas schmerzenden Kopf seitwärts zu drehen und die Richtung des Geräusches auszumachen. Oh, direkt neben mir! „Muuuuuum … …!“
    Erschöpft muss sie noch einmal die Augen schließen.
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    Mach die Augen wieder auf! Vorsichtig wendet sich Yuna erneut in Richtung ihrer Mutter um, streckt die Hand nach ihr aus, rüttelt erst sacht an ihr, dann immer stärker: „Mum!“ Oh Gott, wach auf! „Wo sind wir hier, Mum?“
     
    Langsam hebt sich matt ein Lid, klappt gleich wieder zu, bis ein Beben die Erde erschüttert … Äh, wie? Nein! Yuna schubst sie herum. Wieso? Miyu möchte eigentlich nur beide Augen fest verschlossen halten und irgendwie wieder ins Land der Träume versinken. Ein letzter Funken Verstand vermittelt ihr aber doch Yunas leicht verzweifelte Mine, die bereits bemerkt hat, dass sie … beide nichts mehr am Leib tragen …
     
    Abrupt setzt sich Miyu auf: „Was …? Wo …? Ahhhhhh …!“ Alles dreht sich vor ihr, der Schädel dröhnt leicht. Mit einer Hand hält sich Miyu den Kopf, kneift die Augen wieder zusammen, um sie dann gaaaanz langsam erneut zu öffnen. Lichter Sonnenschein flutet das in leuchtenden Farben orientalisch anmutende Zimmer. Nur Bruchstücke von Erinnerung kehren zurück … „Ganz ruhig, Yuna!“, versucht Miyu ihrer Tochter Zuversicht zu vermitteln, während sie sich etwas aufstützt und weiter im Raum umsieht.
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    „Schau doch, da liegen wohl Kleider für uns. Unsere letzten waren wohl nicht mehr sehr … salonfähig!“ Ein leichtes scherzhaftes Grinsen soll Yuna die Angst nehmen, dass sie in irgendwelche unziemlichen Angelegenheiten geraten seien. Miyu hofft zumindest, dass ihr wohlmeinender Retter nur beste Absichten hegt und ein paar Damen des Hauses dieses ‚Werk‘ an ihnen verrichteten. Frisch gebadet scheinen sie nämlich auch zu sein. Zumindest kann Miyu nichts Müffelndes mehr an sich entdecken.
     
    Eine gut bestückte Obstschale mit einer Karaffe köstlich anmutender Flüssigkeit nicht weit davon entfernt weckt ihre nächste Aufmerksamkeit. Wie Babys auch noch gefüttert wurden sie offenkundig nicht ... Augenblicklich meldet sich Hunger und Durst bei beiden Frauen. Unbekleidet und ungeniert, … denn es scheint niemand in der Nähe zu sein, … entsteigen beide dem gemeinsamen Lager. Miyu schenkt ihrer Tochter ein halbes Glas des kristallklaren Wassers ein: „Ganz langsam trinken ja?! Nicht in einem Zug weghauen!“ Yuna nickt nur dankbar. Jetzt zahlen sich die vielen Forschungsreisen ihrer Kindheit mit Dad und Mum aus. Der Teen weiß, dass maßloses Trinken und Speisen runterschlingen nach längeren Entbehrungen nur Übelkeit und Magenschmerzen verursacht. In langsamen Schlucken lässt sie das einfache aber labende Getränk die Kehle runtergleiten, greift als nächstes nach ein paar rotschimmernden Beeren, die sie sorgsam zerkaut, bevor sie dem Weg des erfrischenden Wassers folgen dürfen.
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    Nach etwas Flüssigkeitsaufnahme lindert sich der Druck in den Schläfen und das Mädchen nimmt den Raum aufmerksamer unter die Lupe. „Ich glaub, dass passt eher für mich!“ Yunas Hände streifen über die seidige schimmernden Stofflagen auf dem schmalen Schränkchen neben dem breiten Bett. Abenteuerlust kehrt zurück. „Ist fast wie früher, oder Mum?“ Yuna kann ihre Mutter schon wieder anlächeln. Sie hatte das freie, zuletzt nur noch auf Schulferien beschränkte Reisen in ferne Länder vermisst. Wieviel mehr kann man unterwegs von anderen Kulturen lernen als nur auf einer Schulbank mit Blick an die Tafel … oder einem PC vor der Nase zu Hause …
     
    Yuna genehmigt sich noch eine Banane für die ausreichende Zufuhr an Kohlehydraten und schlüpft dann in das von ihr gewählte türkise Ensemble: „Na, wie sehe ich aus?“ Verschmitzt dreht das Mädchen eine Pirouette vor ihrer Mutter. Yuna mochte sich schon immer gerne exotisch gewanden und alles ausprobieren, was es an Kostümen und Trachten auf der Welt gibt … im Gegensatz zu ihrer Mum, der häufig egal ist, was sie trägt. Deren Kleidungsstil und Betrachtungsweise modischen Schnick Schnacks hatte sich Yuna nur eine Zeitlang ergeben … Mittlerweile steht sie dazu, auch ganz unökologischen Geschmack bei der Wahl ihrer Leibesbedeckung zu hegen. „Na komm! Jetzt du, Mum!“ Erfreut, mittlerweile ein echtes Lächeln auf Miyus Gesicht gezaubert zu haben, spornt Yuna ihre Mutter an, sich auch ‚zu verkleiden‘.
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    Schmunzelnd zieht sich nun auch Miyu ein mitternachtsblaues Stoffgebilde über und ist sehr angetan von dem angenehmen samtigen Tragekomfort und dem die Figur seidig umschmeichelnden Gewebe. „Du siehst einfach atemberaubend darin aus, Mum!“, ruft Yuna entzückt aus. Sie mag es, wenn Miyu sich auch mal etwas aufbrezelt und einen Moment lang kann die immer sehr pragmatisch und nachhaltig denkende ehemalige Rektorin und Stadtplanerin sogar die modische Begeisterungsfähigkeit der Tochter verstehen. „Doch, ich muss schon sagen, wir geben ein feines exotisches Duo ab. Die Farbenpracht der Stoffe gefällt mir!“ Miyu dreht sich sogar noch ein paarmal um sich selbst vor dem filigranen goldgewirkten Spiegel in der Zimmermitte, während sie genüsslich in eine reife saftige Frucht beißt und erheitert ihr bis auf den Scheitel gleichendes seitenverkehrtes ‚Gegenüber‘ betrachtet. Joaaa, recht kleidsam …
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    „Ist das eine Glocke?“ Bevor Miyu sich umwenden und antworten kann, hat Yuna bereits den Klingelzug betätigt. Fast augenblicklich steht ein junger orientalisch gekleideter Mann in weiten Pluderhosen im Raum. Stand er die ganze Zeit hinter der Tür? Yunas Augenbrauen heben sich irritiert. Hatte ich mich auf den nicht … da am Hafen … gestützt?

    „Faisal Farduk! Zu ihren Diensten, Mesdames!“, stellt sich der Wächter des Sultans selber vor. Yuna kann ihren Gedanken nicht mehr ganz zu Ende führen, denn Miyu ergreift bereits das Wort: „Sehr erfreut, Herr Farduk!“  Sich selbst stellt sie – reine Vorsichtsmaßnahme – nur mit Vornamen vor. Ebenso Tochter Yuna. Den Namen Watanabe lässt Miyu hier lieber hinten runterfallen. „Ich danke für Ihre außerordentliche Gastfreundschaft, Herr Farduk!“ Fragen nach der Art der bisher gewährten Annehmlichkeiten wie dem reinigenden Bad vermeidet Miyu tunlichst. Noch ist sie am Sortieren, wo sie sich hier eigentlich befinden und wird gleich ein wenig aufgeklärt …
     
    „Einfach nur Faisal bitte!“ ‚Herr Farduk‘ hatte ihn schon lange niemand mehr genannt. Ist sein Familienname dem Sultan überhaupt geläufig? „Danken Sie nicht mir, sondern meinem Herrn, der Sie beide bereits überaus sehsüchtig erwartet, um ihrem abenteuerlichen Adventure zu lauschen! Er ist ganz erpicht auf aufregende Geschichten aus aller Welt!“ Welch eigentlich dahinter verborgenes Anliegen des Sultans steckt, mehr über seine ‚Gäste‘ zu erfahren, offenbart der Wächter nicht. Es brächte ihm nur Ärger ein, den er um jeden Preis vermeiden muss. Zu drakonisch sind die Strafen …
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    Miyu blinzelt nicht einmal bei dem Ausdruck ‚meinem Herrn …‘, wundert sich aber sehr über die Formulierung. In welchem Jahrhundert stecken wir hier? Gilt noch Leibeigenschaft oder was? Oder ist das hier nur Ausdruck eines Restes von altem höfischem Zeremoniell? Dass sie sich in einer Art Palast befinden, lässt sich schon an der prächtigen Ausstattung allein dieses Raumes ablesen. Nach draußen ist der Blick nur auf einen satt begrünten Innenhof begrenzt. Miyu könnte geographisch im Moment nicht einordnen, wo sie sich tatsächlich befinden. Yuna beobachtet ihre Mutter sehr genau. Wenn die ein freundlich unbewegtes Gesicht aufsetzt, ist Vorsicht geboten …
     
    Gleichzeitig ist Yuna in solchen Lagen aber auch nicht allzu lange sonderlich ängstlich ausgeprägt. Der Schulzirkus ist für sie mental ein weitaus schlimmerer Dschungel als der Kampf mit unwägbaren Elementen und kurzzeitigen physischen Herausforderungen. Der Aufenthalt wird hier sicherlich nicht lange währen …

    „Oh natürlich! Wir tragen gerne zum Amüsement des Sultans bei!“, antwortet sie daher keck grinsend dem wartenden jungen Mann, wohlwissend, dass Mum und sie nicht mal die Hälfte dessen ausplaudern werden, was sie in diese Ecke der Welt führte. Miyu ist erfreut, dass Yuna wieder soweit wohlauf scheint und ihrer jetzigen Lage sogar eine gewisse Heiterkeit abringen kann.
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    Mutter und Tochter lächeln sich mit einem gewissen Optimismus zu, während sie ihrem Wächter zu seinem Herrn folgen …
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  • 5.3.3 – Über die Seidenstraße gen Osten ... … Alles gut, oder …?

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    „Oh, die Damen! Herlich! Herlich!“, eilt der Sultan diensteifrig auf Miyu und ihre Tochter zu, als die beiden Frauen den weitläufigen stillvoll eingerichteten Raum betreten. Sie werden zu einer himmelblau Samtüberzogenen Chaiselongue gebeten, während der Wächter hinter ihnen Platz nimmt. Scheint ja ein Vertrauter des Gastgebers zu sein, wenn er überall zugegen ist ... Nicht nur eine Art Dienstbote. Miyu entspannt sich zunehmend, denn der sehr entgegenkommende Sultan scheint allein an ihrem Wohlergehen interessiert zu sein. Er lässt es sich nicht nehmen, höchstpersönlich einen stark gesüßten Kaffee einzuschenken und auf die wunderbar frisch drapierten Feigen auf dem kleinen Couchtischchen vor ihnen aufmerksam zu machen: „Kosten Sie nur, meine Damen, kosten Sie nur! Kommen Sie erst einmal wieder zu Kräften, bevor ich neugierig wie ein kleines Kind über sie herfalle. Ich habe sehr gerne Durchreisende und mit ihren Geschichten aus der weiten, weiten Welt zu Gast.“
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    Geflissentlich wie eine besorgte Glucke um ihre Küken, drückt der Sultan Miyu und Yuna etwas tiefer in die Kissen hinter ihrem Rücken. Fehlt noch, dass er sie uns gleich wie eine Krankenschwester zurechtrückt. Miyu ist wirklich amüsiert über den umtriebigen Gastgeber. Ach, das haben wir uns so was von verdient! So eine barmherzige Seele …

    Mhm, netter Onkel! Wohlgemut schlürft auch Yuna ihren braunen heißen, die Nerven beruhigenden süßen Umtrunk. Noch immer … oder schon wieder (?) … legt sich leichte Mattigkeit über sie. Sie beschränkt sich allein erst einmal aufs Zuhören. Mum wird’s schon irgendwie alles richten …
     
    Alter Sack! Verächtlich beobachtet der Wächter aus dem Hintergrund das ungehörige Treiben seines Dienstherrn. Fällt ihm immer schwerer, dem beizuwohnen und … daran erzwungenermaßen noch mitzuwirken. Sie fallen immer wieder drauf rein … Hilflos und in Not geraten wie sie immer sind … Die sind dem alten Wüstling die liebsten … Faisal verfällt ins Grübeln … Wie lange noch …?
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    „… wirklich zauberhaft Ihr Domizil, lieber Sultan!“ Miyu würde sich durchaus gerne weiter umsehen. Architektur gerade auch anderer Kulturen hat sie immer schon sehr gereizt … Wenn sie wieder etwas kräftiger auf den Beinen ist und sie noch etwas Zeit vor der Weiterreise haben … Aber im Moment beantwortet Miyu behaglich in gepolsterte Kissen gebettet und leicht beduselt nahezu offenherzig alle Fragen des ihr sehr zugewandten Gastgebers. „Angehörige?! Ach nein, ganz allein unterwegs in der weiten, weiten Welt …“ Irgendein Restfunken von Verstand sagt ihr noch, dass sie ja weder Freunde noch Familie in irgendetwas mit hinein ziehen wollte … In was nochmal genau?

    Angestrengt versucht Miyu zu ergründen, was genau ihre Mission war … Wieso sie auf der Flucht sind … Ach später! Gelöst lächelt sie erst leicht vor sich hin und dann den Sultan an. Alles gut, oder?
     
    Hervorragend, hervorragend! Direkt vor meine Füße gefallen! Keiner, der je nach den beiden Nachforschungen anstellen wird! Regelrecht enthusiastisch über seinen ‚Fang‘ beugt sich Sultan Ali Pascha beherzt zu seiner ‚Neuerwerbung‘ rüber. Hach, diese dunklen tiefgründigen mandelförmigen Augen … Mutter wie Tochter … „Fühlt euch wie zuhause, meine Lieben!“ Ein schmelzender Blick wandert zu Yuna rüber, die auch nicht mehr sonderlich zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Irgendetwas lähmt den Fluss der Gedanken …
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    Bevor es ihnen zu Spanisch in diesen orientalischen Gefilden anmutet, beschließt der Sultan, den ‚Besuch‘ nun in sein eigentliches künftiges Reich überführen zu lassen. Miyu erweckt ihm nämlich den Anschein, als versuche sie sich aus dieser schläfrigen Lethargie mental wieder hochzuhieven. Intelligenzbestien! Mutter wie Tochter! Das hat er gleich an der Ausdrucksweise und dem Auftreten bemerkt. Die muss man zu nehmen wissen. Händereibend freut sich der Pascha schon über den Schlagabtausch, wenn den beiden Frauen erst einmal klar wird, dass sie hier gar nichts mehr zu melden haben …
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    Mit einer herrischen Handbewegung bedeutet er Faisal, dem unfreiwilligen Wächter, seines Amtes zu walten, während er den beiden Frauen gegenüber zum Abschied noch den Gutherzigen mimt. „Wünsche angenehmen Aufenthalt, die Damen!“ Feist lächelnd winkt er ihnen hinterher als Diener Faisal bittet, ihm wiederum zu folgen ...
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  • 5.3.4 – Über die Seidenstraße ... gen Osten ... In der Falle …!

    7rj0egpsonoc.png4au3rckxbzqs.png3jkuy6pavn0h.pngdrqvohg7hg4v.pngc2txlrhnv078.png3425huc7l2si.pngkizdo88hqfj2.pngh0f4bcgal2wr.png


    *Klick ..! Klack …!* Hinter sich hört Miyu ein leises Geräusch im Schloss. Eindeutig, da wurde ein Schlüssel rumgedreht! Ihr Verstand ernüchtert sogleich wieder etwas … Vorsichtig greift Miyu mit einer Hand hinter sich, ohne sich umzudrehen. Probiert vorsichtig am Knauf … Eingeschlossen!
    Einen Aufschrei unterdrückend schlägt Miyu sich schockiert eine Hand vor den Mund.
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    Der Wächter Faisal ist draußen zurückgeblieben und Yunas Augen sind nur verzückt nach vorn gerichtet. Von den Schrecksekunden, die ihre Mum gerade aussteht, hat sie noch nichts mitbekommen. „Das sind ja … alles Frauen aus … aller Herren Länder! Sehr hübsche! Ehrlich! Einige sogar in meinem Alter!“, haucht Yuna begeistert ihrer Mutter nach hinten zu! Sie wähnt sich glatt im Paradies.
     
    Du bist auch recht hübsch, meine Tochter! Gerne hätte Miyu in diesem Moment weniger ansehnlichen Nachwuchs. Dass sich so mancher Herr schon nach Yuna umdrehte, wenn sie sich etwas herausmachte, ist der Mutter durchaus schon früher aufgefallen. Auch Keito hatte ja mehr als nur kumpelhafte Freundschaft in Yuna gesehen. War das eigentlich vor oder nach ihrer äußeren Wandlung geschehen? Miyu ist sich da gar nicht so sicher. Nie hatte sie bei Elani dieses Thema angeschnitten. Warum eigentlich nicht? Weil ich selber … ganz vernarrt in die entzückende Gourmetköchin war? Elani hat nie von Miyus Empfindungen erfahren …

    „Ja, in der Tat! Sehr ansehnliche … ‚Exponate‘!“, muss Miyu ihrer Tochter beipflichten. Denn genau das sind sie … Eine Sammlung schöner Frauen zu Ehren des hinterhältigen ‚Gastgebers‘. Miyu ist nach der Schließaktion augenblicklich klar, wo sie reingeraten sind. Das Hirn kommt langsam wieder auf Hochtouren. Kann so etwas noch sein? In diesen Zeiten? Das Bild der Pyramiden taucht wieder vor Miyu auf. Die waren auch eindeutig … aus der Zeit gefallen!  Andererseits … auch die Moderne hat ihre Art des florierenden Handels mit menschlicher ‚Ware‘ … in umgekehrter Richtung …
     
    „Hi, ich bin Yuna! Wie geht’s euch? Was macht ihr hier so?“ Unbefangen marschiert Yuna auf die Frauenriege zu, während Miyu noch überlegt, wie sie ihrer Tochter das Dilemma, in dem sie gerade stecken, halbwegs verständlich machen kann. Leicht gelangweilte träge Blicke wenden sich den beiden Neuankömmlingen zu.
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    Ein auf einem Ottomanen hingefläztes junges Mädchen in fließendem Sari mit süßen kleinen Haar-Knubbeln auf dem Kopf lässt ein leicht anzügliches Lächeln über ihre wohlgeformten Lippen gleiten. „Du weißt nicht, was man hier so macht?“ Okey, Miyu muss wohl nicht die Aufklärung übernehmen … Irritiert blickt Yuna zu ihrer Mum hoch. „Was …?!“ – „Ähm, Yuna …!“ Weiter kommt Miyu nicht …
     
    „Halt die Klappe, Nishay! … Yuna?! Was für ein schöner Name!“ Ein anderes Mädchen in orientalischer Beinkleidung und von den Gesichtszügen her eher einer ostasiatischen Region entstammend erhebt sich und ergreift freundlich zur Begrüßung Yunas Hände. „Ich bin Khulan!“ Fragend schaut sie nun auch deren Mum an. „Seid ihr … Mutter und Tochter?“ Miyu nickt kurz bestätigend, nennt ihren Vornamen. Diese Khulan – mongolischer Name – scheint ihr ein recht ernsthaftes und weitsichtiges Mädchen zu sein.
     
    „Das sieht man gleich … Die Ähnlichkeit!“ Khulan, noch immer Yunas Hände haltend, lässt ein verstehendes Lächeln in ihre Aug- wie Mundwinkel gleiten. Sie scheint sehr sparsam mit solcher Art Gunstbezeugungen umzugehen. Yuna beobachtet wie gebannt dieses nuancierte Minenspiel, verliert sich leicht in den fast ebenso mandelförmigen dunklen Augen … Khulan wirkt auf sie ein bisschen … wie eine dieser sehr beherrschten Kriegerinnen … diesen … ähm, PC-Spielen entsprungen …, die Yuna also nee, nieeee …, also kaum je … spielte.
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    Die jüngere dunkelhaarige Frau wie auch eine hochgewachsene mehr in Miyus Alter treten nun hinzu und stellen sich als Jorunn und Romana vor. Miyu wird sehr aufmerksam von beiden gemustert. „Seid ihr … freiwillig hier?“, fragt die Blonde. Umpf, sehr direkte Nachfrage, die gar nicht so konkret beantwortet werden kann.
     
    Niemand hatte sie gezwungen, diesen Harem zu betreten. Wie zwei völlig verblödete Lämmlein waren sie vor ihrem Wächter hermarschiert und hatten sich noch wortreich in leicht verwaschener Artikulation für ihre herzliche ‚Aufnahme‘ in diesem Prunkpalast bedankt. Ein bisschen zynisch war Miyu des Wächters Gesichtsausdruck zwar bei der Erwiderung „… immer wieder gerne …“ vorgekommen, aber … sie war in dem Moment so vollauf des Glückes gewesen, dass sie dumme, dumme Kuh doch jegliche heimlich sich ins Hirn schleichende Bedenken achtlos beiseite wischte …
    I c h Idiotin! Ich dämmliche, dämmliche …
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    „Wir sind alle mehr oder minder in die Falle getrapst!“ Jorunn, der älteren Frau, ist Miyus abwechselnd blasse wie errötende Gesichtsfärbung und ihr zunehmend fassungsloser Blick nicht entgangen. „Muuuuum …?!“ Auch Yuna begreift plötzlich. Erschrocken entzieht sie Khulan ihre Hände, als hätte sie sich geradewegs verbrannt. Lasziv erhebt sich nun auch das Sari-Mädchen und nähert sich mit wiegendem Schritt der Frauengruppe: „Herzlich Willkommen im Club!“ Sie deutet abfällig grinsend mit grazil aufwärts gestrecktem linkem Arm eine tänzerische Abschlusspose an und lässt noch einmal kurz dazu die rechte Hüfte mit aufgestellten Zehenspitzen auf und ab schwingen. Yuna blinzelt etwas ungläubig über die gerade zur Schau gestellte nahe Zukunft, dem netten Onkel da draußen solcher Art Gefälligkeit zu erweisen.
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    Mittlerweile auch wieder mehr Herrin ihres zuvor leicht benebelten Geistes platzt Yuna empört mit in die Hüften gestemmten Fäusten heraus: „Und das lasst ihr euch … einfach so gefallen?!“ Nishay fällt das Grinsen aus dem Gesicht. „Was können wir denn schon machen …?“ Die Maske des überheblichen, sich mit seinem Schicksal arrangierenden Mädchen gleitet langsam herunter. Darunter zeigt sich Verzweiflung über die geglaubte Ausweglosigkeit …
    Khulan dagegen äußert ganz offen ihre Begeisterung über des Sultans ‚Neuerwerb‘: „Eine kleine Revoluzzerin! Das gefällt mir!“ ein regelrecht belebtes Leuchten erreicht nunmehr ihre Augen.
     
    Miyu ist so stolz auf ihre Tochter, seufz! Sie vermisst das Erbstück ihrer Ahnen, das sie bei Jack in Kenia zurückließ. Sie würde Kleinholz aus diesem Scheich, Sultan oder was auch immer machen, rührte er ihre Tochter auch nur einmal an. Jack wollte ihr das Schwert später eigenhändig nach Japan nachbringen, wenn Mutter und Tochter erst einmal heil angekommen sind und man wieder Geld für den weiten Flug wenigsten einer Person angespart hat. Der Shiba ist auch bei Jack, Yunas Vater, verblieben. Der kleine Pelztiger hätte diesem Pascha ruhig den Hosenboden zerrupfen können!
     
    ‚Fass‘, lässt sich der Shiba Inu nicht zweimal sagen. Sein kleines Mäulchen sollte man nie unterschätzen. Etwas grimmig lächelt Miyu bei diesem possierlichen Bild vor sich hin und beginnt bereits, Flucht-Pläne zu schmieden.
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    Doch zuerst einmal ist die Lage weiter zu sondieren … „Wie hat es euch hierher verschlagen? Warum bleibt ihr überhaupt? Was kommt als nächstes auf uns zu?“ Ein Schwall an Stimmen versucht alle Antworten gleichzeitig zu geben … „Halt, halt! Eine nach der anderen …“ Miyu dirigiert wie ehemals im Schulunterricht …
     
    Faisal an der Tür horcht heimlich mit. Ein verschlagener Ausdruck bemächtigt sich seiner ansonsten recht vorsichtig wachsamen Mine. Es kommt Bewegung in den Schwarm! Alter Sack!
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  • 5.3.5 – Über die Seidenstraße gen Osten ... ‚Partyplaner‘ …

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    Zweifelsohne ist das zweifelhafte Vergnügen ungastlicher Gefangennahme durchaus mit einigen erbaulichen Annehmlichen verbunden … Unter anderen Umständen hätten Yuna wie Miyu sich dem auch länger hingeben können.
     
    So ein gemeinschaftliches Bad unter aufgeschlossenen Frauen …, die gegenseitigen zärtlichen Zuwendungen, mhmmmm …
    Jorunn massiert Miyu, deren Muskeln gerade so etwas von entspannt sind, hingebungsvoll die Rückenpartie mit duftenden Ölen.
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    „Der Herr mag eine weiche geschmeidige Haut!“ Ups, was?! Gerade verkrampft sich wieder was in Miyus Nacken. Halb richtet sie sich auf die Ellbogen gestützt zur Schwedin auf, ist einen Moment an Lotta mit ihrem hellen Teint erinnert. Nur die Sommersprossen fehlen …
     
    Sanft zeichnet Miyu eine Kurve mit dem Finger über Jorunns Wange und erklärt entschieden: „Meine Liebe! Der gute H e r r wird d a s hier nie zu Gesicht bekommen!“ Und damit meint sie die eigene unbedeckte Leiblichkeit. „Ach, so habe ich am Anfang auch dahergeredet, meine Süße!“ Neckisch beugt sich die üppig gewachsene Skandinavierin vor, lässt die Haarspitzen ihres langen blonden Haares kitzelnd über Miyus Körper gleiten und senkt ihre halb geöffneten Lippen auf den vor ihr schwebenden entblößten Hals, knabbert sich liebevoll bis zum Ohrläppchen hinauf …
     
    Leicht aufstöhnend dreht Miyu sich in Rücklage, vergräbt ihre Hände in Jorunns seidigem Haar … Solange hatte sie Entbehrungen auf sich genommen, dass sie sich im Moment überhaupt nicht fragen will, auf welcher Grundlage sie sich hier gerade näherkommen.
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    „Sind hier eigentlich … alle … so freizügig miteinander?“, will Yuna gerade in einem Seitengemach von ihrer Favoritin Khulan wissen. „Nun, wir haben hier nicht sonderlich viel Abwechslung … Und die Vorstellung, den Sultan zu bedienen ist geradezu … abtörnend! Was bleibt einem schon …“ Aufseufzend lässt die Mongolin ihre warmen gesalbten Hände unter Yunas luftigem Top die Seiten hochgleiten, streicht sanft mit beiden Daumen über ihre aufregenden Wölbungen, während eine andere Hand Yuna gerade suchend das Rückgrat hochfährt und ein wohliges Kribbeln auf ihrer Haut hinterlässt …
     
    Äh, halt! Eine dritte Hand? Erstaunt blickt Yuna sich um. „Nishay?“ Die junge Inderin bricht in helles Gelächter aus. „Hab‘ einfach Spaß! Was anderes haben wir hier nicht!“ Wahrlich ein Paradies! Nie lernte Yuna gleichaltrige Gespielinnen näher kennen … und nun, lässt sie sich gleich von zweien verwöhnen. Der Teen lässt sich ganz fallen, will noch nicht an Morgen denken, wenn der ‚Herr‘ nach der geplanten Tanzdarbietung das Mutter-Tochter-Gespann erstmalig zu sich zu rufen gedenkt. Ein ‚Fest‘ zu ihren Ehren, zu ihrer … Initiation! Ihrer ‚Einführung‘ in ein unfreiwilliges Leben.
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    Der Sultan hat mehrere echte Gäste zu deren Erbauung eingeladen. Er präsentiert gerne seine ansehnliche exotische ‚Sammlung aus aller Welt‘ einer Meute geifernder Neider, um auch geschickt seinen Ruf als herrschender Potentat zu mehren.
     
    Stunden später werden wieder die wiegenden, umeinanderkreisenden, schlangenförmigen Bewegungen geprobt. So im Verbund mit den anderen Frauen ein erregendes Spiel. Als Aufführung vor glotzenden Holzköpfen mit offenstehenden Mäulern ist es aber alles andere als erfreulich. Miyu ist nicht ganz so konzentriert bei der Sache … Sie schmiedet weiterhin Pläne … „Rechts herum!“, lacht Romana gerade und schwenkt Miyu mit beiden Händen an der Hüfte wieder in die andere Richtung, nachdem sie fast mit den Köpfen zusammengestoßen wären. „Und!? Wie weit bist du schon mit deinen Ausbruchsversuchen?“ Romana hängt schon seit zwei Jahren in diesem ‚Hafen‘ fest und hat längst alle Hoffnung aufgegeben. Ihre Familie würde sie nicht mehr akzeptieren. Genauso wenig wie Nishays die eigene Tochter. Welche Zukunft hätten sie da draußen noch?
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    Solch Art fatalistische Haltung kann Miyu kaum verstehen. Andererseits hat sie sich auch nie Gedanken um diese Art von ‚Ehre‘ oder die der Familie machen müssen. In gewisser Weise hängen sie aber ebenso ohne rechte Perspektive in der Luft. Den einzigen Fluchtpunkt, den Miyu für sich und Yuna vor Augen hat, ist die alte Winterhütte ihrer Großeltern in dem kleinen abgelegenen Dorf im Norden Japans - nicht weit von den schneebedeckten Höhen des Landes entfernt. Und dann? Wovon werden wir da leben? Von Fisch und Seetang Salat? Hier hat Yuna wenigstens … Gesellschaft Gleichaltriger! Aber dieser lüsterne alte … Nein! Nein! Auf keinen Fall. Energisch wischt Miyu den Gedanken beiseite, vielleicht an der Seite dieser Frauen eine Zukunft aufzubauen. Genieße es eine Weile aber … geh‘ weiter!

    „Hat deine Mum schon eine Idee?“, verschwörerisch beugt sich Khulan näher zu Yunas Ohr, streicht leicht liebkosend mit den Lippen darüber. Ihre Eltern werden ihr nichts vorhalten, sind nur zu arm, um nach ihr fahnden zu können. „Ich bin dabei! Auf jeden Fall!“ Sie wechselt mit Schwung wieder eine der vielzähligen geschmeidigen Tanzbewegungen.
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    „Bist du verrückt?“, zischt es von der anderen Seite her. „Er macht uns zu Hackbraten, Khulan!“ Forsch dreht Yuna sich zu Nishay um. „Willst du denn ewig hierbleiben?“ Die Inderin schweigt mit gesenktem Kopf. Nein, will sie nicht … „Aber wohin sollte ich denn schon gehen?“ Jorunn schwingt mit eleganten Drehungen näher heran. Seitdem die beiden verwegenen Frauen das Serail bereichern, schöpft auch sie wieder einige Hoffnung …, aber Nishay hat recht. „Wir dürften ihnen auf keinen Fall nach einem Fluchtversuch in die Hände fallen … Dann Gnade uns Gott!“

    Miyu schmiegt sich verzückt von hinten an die hochgewachsene Schwedin heran, lässt ihre Arme um deren Taille gleiten. „Also hältst du die Idee nicht mehr für völlig abwegig?“ Beide Frauen kreisen eng verschlungen gemeinsam die Hüften zum Takt rhythmischer orientalischer Klänge.
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    „Stop! Halt!“, schaltet sich nun Romana erschrocken ein. „Wenn ihr alle geht … Also, ihr lasst mich doch nicht allein zurück!“ Kreidebleich wird die Rumänin bei der Vorstellung, nur noch die einzige ‚Auserwählte‘ des Sultans zu sein und ihn stetig beglücken zu müssen. „Auf keinen Fall bleibe ich zurück!“ Unwirsch bleibt sie mitten im Tanzschritt auf der Stelle stehen, beide Arme vor der Zornesbebenden Brust verschränkt. „Ich … ich … hab‘ ihn lang genug ertragen!“ Tränen brechen sich aus den schmerzvoll verzehrten Augen bahn, die die junge Frau lange zurückgehalten und hinter einem fröhlichen Lächeln zu verbergen gesucht hatte.
     
    Sofort ist sie von tröstenden Armen, Händen und Stimmen umringt, die sie drücken, herzen und versichern, dass sie diesen so gar nicht goldenen Käfig nur gemeinsam verlassen. „Lieber tot als weiterhin Sklavin!“, lässt jetzt Jorunn wispernd einen Schlachtruf erklingen und alle Köpfe nicken zustimmend! Ja, das Motto wird ihr Leitstern! Vor der Party muss es geschehen.
    „Noch in dieser Nacht!“ Yuna will auf keinen Fall zu Diensten sein.
     
    Faisal hat genug auf seinem Lauschposten gehört!
     
    „Ladies!“ Langsam öffnet der Wächter die Tür zu den abgeschlossenen Gemächern. Endlich kann er es dem alten Sack heimzahlen und hat nun genug beherzte Mitstreiterinnen. Ein Raunen schwirrt durch die angespannten Gesichter der Frauen. Sind sie nun entdeckt? Werden sie gleich einem Scharfrichter für ihr frevelhaftes Vorhaben vorgeführt? Beschwichtigend winkt Faisal mit beiden Händen ab, senkt die Stimme zu einem Flüsterton: „Keine Angst, meine Damen! Wir sitzen im selben Boot …!“  
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    „Ohhhhhh!“ – „Ahhhhhh!“ Erneut gleitet ein summendes Wispern durch die kleine Truppe holder Weiblichkeit. Romana senkt etwas errötend die Augen als Faisals Blick lächelnd kurz in ihre Richtung schwenkt. Den Wächter findet die niedliche Maid schon länger recht ansprechend. Ein Verbündeter also, … freut sie sich ihrerseits.

    „Ich gebe dir Recht, Yuna!“ Der junge Mann wendet sich nun Miyu und ihrer Tochter zu. „Noch in dieser Nacht … in den frühen Morgenstunden.“ Die beiden haben es besonders faustdick hinter den Ohren seiner Einschätzung nach und auch Khulan ist nicht von schlechten Eltern. Ihr wie auch ihm fehlte aber bislang ausreichend aufs Äußerste gewillte ‚Kampfesstärke‘, denn direkte körperliche Auseinandersetzungen würde es bei einem Fluchtversuch geben. Der Rest der Dienerschaft aus dem näheren Umfeld ist dem Sultan nämlich von alters her recht treu ergeben. Alles andere wäre rufschädigend, wenn man aus der Gegend stammt.
     
    Ihn hatte der Herr auf Beutezug in den Straßen der Stadt erwischt, als Faisal sich ausgerechnet an des Sultans Börse zu schaffen machte. Hatte der Kerl sie doch glatt angekettet. Tja, Faisal hatte die ‚Wahl‘ zwischen Hand ab oder Hand anlegen … an einem tief verschwiegenen Geheimnis, das nicht allein nur Damenwahl heißt … Faisal teilt zuweilen das Los der Frauen.
     
    Eindringlich macht er ihnen allen klar, dass auch er nicht ungesehen die äußeren Tore durchschreiten kann, nicht mal die Türen zur Dachterrasse und ebenso riskiert, den Kopf zu verlieren, sollten sie entdeckt und überwältigt werden. Gemeinsam tüfteln sie verschiedene Ideen aus …
     
    „Ich schlage vor … Ihr genehmigt euch noch eine Mütze Schlaf! Bleibt dich beisammen, während ich letzte Vorbereitungen treffe …“ Er habe tatsächlich ein ‚Fluchtfahrzeug‘ … Noch etwas skeptisch hakt Miyu nach … „Auf … dem Dach?“
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    „Ja, ja!“, lächelt der Fluchthelfer nunmehr wagemutig, weil der Plan immer mehr Form annimmt. „Bis zum Dach sind es drei Türen mit Wärtern. Bis zum Erdgeschoss müssten wir uns allein schon durch sieben Tore kämpfen und wären noch immer nicht zum Haupteingang hinaus. Leider gelange ich nicht an das Heilschränkchen des Hauses …“ Bedauernd zuckt Faisal die Schultern. „Sonst hätte ich alle schon längst in tiefen Schlaf versenkt und wäre bereits über alle Berge ...“ Klar ist, dass er nie wieder in dieser Umgebung sein ‚Glück‘ … oder jemandes Geldbörse oder Ring am Finger ‚suchen‘ würde.
     
    Irgendwo weit draußen würden sie sich dann in verschiedene Richtungen auftrennen … Vielleicht würde ja die süße Romana, mit ihm gehen … Irgendwie hatte Faisal mal vernommen, dass sie auch gewissermaßen ein Straßenkind war … mit ihrer Familie umher zog … Ihm gar nicht so unähnlich.
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    „Wir müssen auf jeden Fall nach Persien …“ Faisals Haupt ruckt interessiert zu Miyus Feststellung über ihre weitere Reiseroute hoch.
    „P e r s i e n?“ Wie lange war er nicht mehr in seiner Heimat gewesen …
    „Kennst du es?“, fragt Miyu gespannt nach, die unvermittelte Kopfbewegung richtig deutend. „Kannst du uns dort … vielleicht … weiterhelfen?“ Bedächtig nickt Faisal. Warum eigentlich nicht? „Ja, auf jeden Fall führt mein Weg nach Persien!“, erklärt er mit einmal sehr überzeugt, lächelt erneut Romana an. Ob sie mitkommen mag?

    Die Rumänin senkt wiederum verlegen den Blick, versteht das Lächeln schon gewissermaßen als Einladung aber … Macht es ihm gar nichts aus, dass ich … gefällig sein musste? Niemand in der Runde kennt Faisals Schicksal der letzten Jahre. Nur Miyu fragt sich, was den jungen Mann so sehr gegen seinen Dienstherrn aufbringt, drängt aber auch nicht weiter. Sein Bestreben zur Flucht scheint echt zu sein …
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  • 5.3.6 – Über die Seidenstraße gen Osten … Flucht aus dem Serail …

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    In der Nacht schmieden alle bereits Pläne für die Zeit nach der Flucht, nachdem sich die Frauen auf ein gemeinsames Lager gebettet haben. „Ich kehre zurück nach Schweden …“, bekennt Jorunn gerade. Leise erzählt Miyu ihr ein wenig von Lotta, die auch aus Skandinavien stammt. Ob sie noch immer mit Elani und den anderen dort wohnt, wo …?

    „Wenn du sie auf deinem Weg treffen solltest … …“, erwägt Miyu einen Moment, überlegt es sich dann aber doch schnell wieder anders. „Ach, ich weiß nicht! Nein! Lieber nicht!“ Was sollten Lotta oder Elani denken, wenn sie plötzlich über eine Fremde erführen, dass Miyu und Yuna noch lebten? Eine kleine Träne stiehlt sich in Miyus Augenwinkel, die Jorunn sanft wegwischt.
    Eng aneinander gekuschelt sprechen sich die sechs Frauen Mut für ihr Vorhaben zu und entschlummern dann eine nach der anderen langsam …
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    In den sehr frühen Morgenstunden des Tages der geplanten ‚Party‘ regt sich noch kaum jemand in den breiten mit schweren Läufern ausgelegten Gängen des Palastes. Genau darauf hat Faisal abgezielt. Selbst die anderen Wärter auf dem Weg nach oben sind jetzt eher müde gestimmt. Niemand mag Nachtwache schieben. Die Nächte sind so etwas von ereignislos. Gähn* Mit einem verwegenen Fluchtplan verzweifelter Frauen rechnet hier niemand ernsthaft.

    „Psssst! Aufwachen!“ Sanft rüttelt Faisal die ersten Schläferinnen wach. „Uahhhh!“ Nishay rekelt und dehnt sich erst einmal ausgiebig. Sie hat sich mittlerweile zurechtgelegt, in einer der indischen Großstädte unterzutauchen. Ihrer Familie möchte sie auf jeden Fall nicht begegnen. Yuna hat ihr klar gemacht, dass sie doch eigentlich ein recht gutes Bildungsniveau besitzt, das sich zu Geld machen ließe. Irgendwelche Heiratspläne der Eltern haben der jungen Inderin eh nie behagt. Aber allein als Teen in der weiten Welt? Eine unverheiratete Tante kommt Nishay in den Sinn, die auch etwas eigenwillig ihren nicht ganz gesellschaftskonformen Weg gegangen ist …
    Wäre sie gnädiger gestimmt …, über meinen Schicksalsweg die letzten Jahre?
     
    Khulan ist sofort hellwach, wirkt regelrecht bereit, dem ersten besten eins über die Rübe zu ziehen. „Sollten sie auch nur einen Mucks von sich geben … dann ‚wusch‘!“ Die junge Mongolin sieht schon alle Wärter auf dem Weg nach oben gefesselt und geknebelt winselnd vor sich liegen. So ähnlich wie man es mit ihr machte, als man sie hierher verschleppte … „Schweigt ihr Hunde!“ Khulans Hände sind zu Fäusten geballt bei der Vorstellung wie sie ihnen derbe Bescheid gibt. Faisal ist heilfroh, dass er nicht zu ihren Entführern zählte … „Schweig lieber jetzt ein bisschen! Wir dürfen uns mit keinem Geräusch vorab verraten!“, rät er bedacht der jungen Amazone.
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    Jeder hat seine Rolle in dem nun kommenden Spiel. Nishay und Romana bilden als Ablenkmanöver die liebliche Vorhut, sollten die Wärter hellwach sein. Faisal gibt den vermeintlich Übertölpelten, der die Flüchtigen wieder einzufangen gedenkt und weiter ablenkt, während die schlagkräftigen Damen von hinten zu viert kurzen Prozess mit den Überfallenen machen … „Jede kennt ihre Aufgabe?“, versichert sich der durchtriebene Straßendieb und baldige Ex-Wächter noch einmal rück. Mit gewisser Vorfreude auf den nächsten Akt grinsen sich alle bestätigend zu.
     
    Gekonnt setzen sich die junge Inderin und die wohlgeformte Rumänin in Szene vor der ersten zu überwindenden Tür. „Ohhh, haben wir uns verlaufen?“, flötet Nishay süß mit lieblichem Augenaufschlag den schon etwas älteren vollbärtigen Wächter an. „Hach nein! Und ich dachte, hier geht es zum Bad!“, säuselt Romana leicht lispelnd mit wiegenden Hüften hinterher. „Ich wollte mich doch mal so richtig von oben bis unten in reiner Eselsmilch mit Honig versenken. Muss ein unglaublich prickelndes Gefühlserlebnis auf der Haut sein …“ Romana hat noch nie in der Milch irgendeines Tieres gebadet und hat es auch nieeeee vor.

    Nishay ist dem etwas überrumpelten Wärter schon etwas dichter auf den Pelz gerückt. Ihre fein manikürte Fingerspitze tippt ihm wiederholt leicht auf die Brust: „Kannst du uns vielleicht sagen, wo entlang es … zum Hamam geht?“ Irritiert schwenkt der von Verzückung wie gleichermaßen Unglauben zeugende Blick des Wächters zwischen beiden Frauen hin und her wie bei einem Tennismatch.
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    „Da entlang vielleicht …?“ Die Augen des Wächters folgen Nishays nach links abknickendem Finger. Leicht leckt er sich über die schwülstigen Lippen bis Faisal aus selbiger Richtung in seinem Blickfeld auftaucht. „Gut, dass du die Ausreißerinnen gefunden …“ Rummmms* „Aaaaaarggg …“
     
    Weiter muss er sich schon gar nicht mehr anstrengen. Mit großen Augen kann Faisal nur feststellen, welch überaus überzeugend schlagkräftiges Quartett er da für den Plan herangezogen hat. Khulan hat dem Kerl doch glatt eins mit einem vorher von Miyu noch umwickelten Knüppel - soll ja keiner schwer zu Schaden kommen – tatsächlich übergezogen. Yuna in recht geschmeidigem Tempo erstickt mit einer Hand von hinten fest auf den Mund gepresst sofort jeglichen Protestlaut und Jorunn lässt den Burschen langsam auf den Geräuschschluckenden Teppich zu Boden sinken.
     
    Nun gut, für Faisal gibt es auch noch etwas zu tun. Flugs wird eine der Gardinenkordel im Gang als Fessel umfunktioniert und das mit etwas vom Saum abgerupfter Sari-Seide genebelte Opfer (Nishays Beitrag zum Kampf der Gerechtigkeit) eilig unter den Teppich gekehrt …. Äh, nein, nein … ins nächste Seitenzimmer geschleift.
    „Schschschscht …!“ bedeutet Faisal streng, als sich leichtes Kichern unter den waghalsigen Kriegerinnen breit machen will und deutet in Richtung des nächsten Hindernisses.
     
    Geschickt setzen die Reckinnen mit ihrem Fluchthelfer auch die nächsten beiden Hürden außer Gefecht. „Vielleicht sollte ich Schauspielerin werden?“ Nishay lässt neckisch noch einmal ordentlich die Hüften kreisen. „Talent hättest du auf jeden Fall! So als eine Mata Hari …“, versetzt Yuna der Inderin grinsend einen filmreif aufgepeppten Kuss wie in ‚Vom Winde verweht!‘ auf die fein geschwungenen Lippen.
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    Wieder muss Faisal mahnen, dass sie noch lange nicht entkommen sind. Behände schleicht sich die Truppe aufs Dach zum … ‚Fluchtauto‘!
    Irgendwie hatte Miyu angenommen, dass sie sich von oben runterseilen würden, aber dann … kommt es ganz anders.
     
    „Tadaaaaa!“ Stolz präsentiert Faisal: „M e i n fliegender Teppich!“ Auf einmal sind alle Frauen ganz still, bis Romana sich mit etwas zweifelndem Unterton vorwagt: „Fliegen? … … … Wie lenkt man … denn sowas?“ Mit Pferdekutschen hätte sie sich ausgekannt … Auch Miyu kratzt sich ratlos am Kopf. „Also, wenn es keinen Sprit benötigt … sehr ökologisch! Ja wirklich! Recht … nachhaltig! Oder … braucht es … Kerosin?“ So wie ein Flugzeug? Die Ex-Stadtplanerin und ehemalige Hausbesetzerin wartet erstmal weitere Antwort ab. Vielleicht ist das ja d a s Reisemobil der Zukunft! Das Morgenland hatte dem Abendland schon viel früher einiges an wissenschaftlichen Errungenschaften voraus … Vielleicht war ihr da ja in den letzten Jahren etwas entgangen …
     
    Yuna denkt unwillkürlich an ihr Moped, dass sie zurücklassen musste. „Hat es … ein Startpedal?“ Zögerlich setzt sie ihren Fuß auf das ausgebreitete Gebilde und zieht ihn dann wieder zurück. Nichts rührt sich. Und damit hat sie des Pudels Kern getroffen. Faisal hatte leider keine Zeit, die Inbetriebnahme dieser ‚Erwerbung‘ – ‚entliehen‘ aus den Schatzkammern des Sultans – vorher noch genauer zu studieren oder auszuprobieren. „Es … funktioniert mit … Beschwörungsformeln …“ Etwas verlegen trippelt er vor. Oh man, meine Erstversuche vor großem Publikum … „Nehmt doch schon mal Platz.“ Beherzt folgt Miyu als erste seiner Einladung, denn … es gibt keinen Weg zurück! Die anderen folgen etwas skeptisch …
     
    Eilfertig kniet Faisal sich auf dem handgeknüpften Teppich nieder und legt sich ins Zeug …
    „Salam aleikum …“
    Miyu ist sich nicht sicher, ob eine arabische Grußformel wirklich als Hexenwerk dienen kann …
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  • 5.4.1 - Nach Übersee gen Westen ... Geständnisse …

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    „Wir? Unter Beobachtung?! Eines Alien?!“, schreit Malecantus fast heraus. Und ich … hab‘ n i c h t s … bemerkt! Was für ein Zauberkünstler bin ich eigentlich?! Der Jahrhundertalte Magier ist über sich selbst erschüttert. „Ich hab‘ … keinerlei … Präsenz gespürt!“, empört er sich, als sei es eine unschickliche Angelegenheit eines okkultes Wesen, nicht ausreichend davon auszustrahlen, um sich frühzeitig bemerkbar zu machen.
     
    Tarek blickt etwas verständnislos zwischen Merlin und Malecantus hin und her. Auch Merlin hat keine Ahnung, welcher Hafer Gregorius gerade sticht, hebt nur beschwichtigend die Hände, dass alle sich wieder beruhigen sollten. Müsste man … was verspüren … wie vorhin beim Sixamer Gast?
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    „Nochmal!“, verlangt Malecantus nun zu wissen. „Du bist ein Außerirdischer …?!“ Mit wem oder was hatte Lotta sich denn da bloß eingelassen. Ist ihre Tochter dann ein E.T.? Und das hat er auch nicht … bemerkt? Aber bei dem Wolf war doch irgendeine eine feine etwas andersartige Aura …
     
    „Nein! Verflucht! I c h  b i n  k e i n Alien!“, schnauft Tarek seinerseits nun recht verärgert Malecantus an. Was für ein Holzkopf! „Hör doch richtig zu, Gregorius! Ich war auf einem anderen Planeten! Ja! Unser Observierer ist auch von dort, also … auf Batuu geboren, aber … auch k e i n Alien!“
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    Nun schaltet sich Merlin neugierig ein. „Also, unter Beobachtung zu stehen gefällt mir auch nicht besonders …! Aber … dieses Besuchen anderer Sterne … Mhmmmm, das interessiert mich sehr!“ Sternenwanderer zu sein war immer sein Wunsch gewesen. Raumfahrt zu studieren würde Merlin neben aller Magie immer noch reizen! Bücher über Astronomie kann er geradezu verschlingen.
     
    „Papperlapapp! Erstmal klären wird das mit diesem heimlichen Belauschen und Nachspionieren!“, lenkt Gregorius ziemlich gereizt den Disput wieder zur Kernaussage von vorhin zurück. Seine paranoiden Antennen haben so etwas gar nicht gern. „Also, auf dem Festival hast du uns zusammen mit diesem Kerl - diesem S t ü m p e l truppler oder was auch immer - verfolgt und ihr habt Lotta bereits die ganze Zeit heimlich beobachtet? Dieses Mikro da in ihrer Blumenvase in San Myshuno war auch dein Werk?! W i e s o?!“, herrscht der Magier den vermeintlich Außerirdischen an.
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    Merlin und Malecantus hatten Tarek nach dem Geständnis, dass er Takatukas Vater ist, damit konfrontiert, durch Asantes zufällige Handy-Aufnahmen auf dem Musikfestival bereits in Kenntnis über seine wahre Identität zu sein.
     
    „Die ganze Zeit schon wisst ihr das?“, hatte Tarek gestöhnt, als Merlin ihm den Videoabzug auf dem Mobilphone vorspielte. Nun versucht der Geständige seit einer geschlagenen Stunde den beiden Wandermagiern zu erklären, dass er nicht mehr zum Club der ‚Ersten Ordnung‘ auf Batuu zählt, selber verfolgt wird und sie sich eiligst aus dem Staub machen sollten …
     
    Der ‚Rest der Geschichte‘, wie er nach Batuu kam und warum er nicht bei seinem Kind und dessen Mutter Lotta lebt, diese aber fast die ganze Zeit ausspionierte … tja, der Teil wird schwerer zu erzählen sein.
    Lotta hat den beiden Zirkusleuten nach Malecantus Fluch des Vergessens nichts mehr über das Eiland Takatuka berichten können, auf dem sie einst zusammenlebten … als er noch … Tanuí gerufen wurde.
    „Ich habe sehr schwere Schuld auf mich geladen! Und ich werde euch a l l e s erzählen! Allein Lotta und meinem Kind zuliebe! Aber nicht jetzt, nicht hier! Der Sturmtruppler wird bald zurück sein! Wir sollten bis dahin verschwunden …“

    Tarek stockt mitten im Satz und schließt einen Moment ergeben die Augen. Das unverkennbare Sirren … Zu spät!
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    „So ist das also! Du elender Verräter!“, schnarrt ihn verächtlich eine vertraute Stimme von hinten an. Sie haben beide eine Zeitlang gemeinsam in der ersten Ordnung auf Batuu gedient, aber außer Lt. Agnon hatte keiner auf Batuu um die Verbindung Tareks bzw. Tanuís zu Lotta gewußt ... Augenblicklich öffnet Tarek wieder die Augen … Ich darf keine Zeit verlieren … Der Sturmtruppler darf keine Gelegenheit erhalten, Hilfe anzufordern …
     
    Malecantus sieht nur noch, wie Tarek blitzschnell einen kurzen länglichen Stab am Rücken unterm Hemd hervorzieht, in Affengeschwindigkeit herumwirbelt und mit einem Aufschrei und etwas Leuchtendem in der Hand auf diese lebensgroße Metallbüchse zustürmt, die … auch nicht lange fackelt ...
    Also irgendwie fackelt es bei beiden mächtig … Und beide fackeln eine Weile hin und her. Auf jeden Fall blitzt und leuchtet es schön bunt …
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    „Magisch! Sind das Zauberstäbe?“ Gregorius ist ganz verzückt. „Außerirdische Magie?“ Er lernt immer noch gern dazu.
    „Ich glaube, … das sind … Schwerter!“, raunt Merlin seinem Gespielen zu, ebenso gebannt vom rasanten Schauspiel auf grüner Wiese. „Mhm … sollen wir … eingreifen? Was meinst du Gregorius?“

    Malecantus schüttelt leicht den Kopf. „Ich muss mir das mal noch ein bisschen genauer ansehen! Der wedelt ja richtig damit rum! Ganz schön geschickt, unser Bursche …“
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    Der ‚Bursche‘ sendet einen komisch verzweifelten Blick zu den beiden Zuschauern. Begreifen die den Ernst der Lage nicht? „Er darf nicht an das kleine Ding an der Brust …“, schreit Tarek wütend die beiden Gaffer an, um dann sogleich mit einer Reihe prasselnder Hiebe nachzusetzen und auf den Sturmtruppler einzudreschen, damit der weder Atempause noch Zeit gewinnt …
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    „Ahhhhhhhh!“ J e t z t kommt endlich Verstehen und Bewegung in die Zuschauerränge. Malecantus erhebt sich majestätisch … J e t z t ist e r gefordert! Schon durchfächert er mit seinen langgliedrigen lebhaften Fingern ein bisschen die Luft … Hält abrupt in der Bewegung wieder inne …
    „Oh! Schon am Boden …?!“
    Tarek hat das mannshohe Weißblech soeben mit einem letzten gewaltigen Degenstreich wagemutig niedergestreckt.
     
    „Tjaaaaa …“, grinst der siegreiche Kempe breit. „Was man auf Batuu nicht wusste … Einst noch als Tanuí hatte ich seit Kindesbeinen höchstpersönlich beim ehrenwerten Käpt'n Efraim Långstrump auf Takatuka die Fechtkunst erlernt und war darin schon lange vor der Ankunft seiner Tochter Lotta außerordentlich umfangreich trainiert worden. Rapier, Degen oder Lichtschwert … Säbel ist für mich halt Säbel!“ Er vermag alles herum zu schwingen, was sich zur Verteidigung heranziehen lässt. Diese Fertigkeit hatte Tarek auf Batuu tunlichst verborgen, ohne genau zu wissen, was ihn zu dieser Haltung bewog …
     
    Jetzt hat es ihm genützt, so zurückhaltend gewesen zu sein! Der Sturmtruppler hatte die Lage verkannt! Hah! Triumphierend wirbelt Tarek sein Schwert noch einmal gekonnt durch die Luft.
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    Einen Moment überfluten ihn übermächtige alte Gefühle und Erinnerungen an die Zeit mit Lotta auf dem tropischen Eiland, bis er sich wieder auf den halb ohnmächtigen Sturmtruppler zu seinen Füßen besinnt. Keine Zeit für heroische Phrasen und Phantasien …

    „Wir müssen ihn knebeln und fesseln, damit wir uns einen Vorsprung sichern können … Alle zehn Stunden erwartet die Erste Ordnung Rapport oder zumindest ein Lebenszeichen von ihren Gefolgsleuten auf Außenmission.“ Tarek schaut sich suchend um, dann zu Merlin hin, der den besten Überblick über Ausstattung und Vorräte des kleinen Wanderzirkus hat. „Können wir eines der Spannseile vom Zelt nehmen oder habt ihr noch irgendwo eine ungenutzte Rolle Tau?“

    Malecantus tritt keck hervor: „Lass mich mal machen! D a s wird ein paar Stunden anhalten …“ Nun zaubert der Magier gewaltige Blitze in die Luft. Fast ein ebenso leuchtendes Ereignis wie der Schwertkampf zuvor, nur … halt nicht so farbenprächtig – wie Gregorius neidvoll feststellen muss. Er will sich das mal von diesem Tarek zeigen lassen …

    „Sumsala Sim Sa la mi Mar si pu la mi …“
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    Merlin wundert sich ein wenig über die Zaubersprüche, die Malecantus zuweilen so zum Besten gibt und fragt sich nicht zum ersten Mal, ob einige davon nicht reine Ablenkungsmanöver vom eigentlichen Geschehen sind ... Genauso wie er Gregorius während Zirkusvorstellungen schon bei manch merkwürdigem Küchenlatein ertappte, das der Magier dem Publikum feilbot. Jedes Mal klingt es … irgendwie anders.

    Will er gerade Tarek mit dem Wortsalat beeindrucken?

    Fusch* Oh ja, Merlin ist beeindruckt, Tarek offenkundig auch: „Ein … Gnom?! Du hast … ein Gnom aus ihm gemacht?!“ Tarek kreischt fast vor Schreck auf. Huldvoll lächelnd bekennt Malecantus: „Jaaaa, so für die nächsten acht Stunden etwa …! Reicht das für einen Vorsprung?“ Merlin fasst sich als erstes: „Dann aber hurtig alles zusammengepackt!“
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    Binnen einer Stunde haben die drei Männer alles Nötige zusammengerafft und befinden sich im Aufbruch Richtung Finistère an der bretonischen Westküste. Die Passage nach Amerika werden sie sich dort noch verdienen müssen …
    „Du fährst bei mir mit, Tarek. Gregorius nimmt den zweiten Waggon in Schlepptau.
    Und da n n erzählst du uns den g a n z e n langen Weg den Rest von deiner und Lottas Geschichte. Hörst du! Lass ja nichts aus!“, macht Merlin seinem Mitfahrer eine Ansage. Ergänzend grient Malecantus dem Wanderarbeiter ‚beruhigend‘ zu: „Die Handys bleiben die ganze Zeit an!
    Ich höre a l l e s mit …“
     
    Oh ja, Tarek ist gaaaanz beruhigt!
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  • 5.4.2 - Nach Übersee gen Westen ... Deal …

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    „So, so!  Ihr seid seit Jugendzeiten also schon Freunde auf dieser tropischen Insel gewesen – Lotta und du!“, fasst Merlin das bisher Gehörte zusammen. Die drei Männer gönnen sich gerade an einem Rastplatz eines zauberhaften bretonischen Waldstücks eine kleine Zwischenmahlzeit. Tarek nickt nur, während er hungrig in ein saftiges Sandwich beißt. Mhmm, Merlin hat’s echt drauf – kalte wie warme Küche …
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    „Da hast du Lotta ja ’ne große Zeitlücke ins Hirn gebrannt, mein lieber Gregorius! Ganzes Jugendalter futsch bis kurz vor ihrer Ankunft in San Msyhuno.“ Merlin schlussfolgert auch gerne … Das Sandwich vor Malecantus bleibt unberührt liegen. Dem großen Magier hat‘s den Appetit verschlagen. W a s hatte er bloß angerichtet! Nur weil ich nicht wusste, wer der Vater von Takatuka ist …
     
    „Hast du denn schon eine Idee wie d u das wieder geradebiegst?!“, unterbricht Merlin die griesgrämigen Gedanken Malecantus‘. Auch Tarek schaut hoch, hält im Kauen inne … Hat er?
     
    Mit einem Seitenblick zu Tarek bedeutet Malecantus Merlin mit den Augen ‚nicht hier, vor dem!‘
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    Tarek schluckt seinen halbgekauten Bissen im Mund eilig runter … „Halt, halt! Ich erzähle euch alles von m i r und … und … Lotta … und ... und i h r habt weiterhin Geheimnisse vor m i r?! Mir ist doch auch sehr daran gelegen, dass sie ihre Erinnerung wieder findet … ich meine, sich wieder an mich erinnert. Dein Fluch zerfetzte ihr ja jedes Mal die Nerven, als ich mich ihr hernach näherte …“
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    Will e r ihn etwa anklagen!? „Was fällt dir ein, du kleiner Wicht?!“
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    Malecantus erhebt sich zu voller Größe, scheint regelrecht zu wachsen. „Glaubst du wirklich, weil du dich endlich mal für den rechten Weg entschieden hast und geständig bist, hättest du jetzt das Recht erworben, in die Geheimnisse der Magie eingeweiht zu werden?“ Der Magier wirkt im Moment so überaus bedrohlich, dass selbst Merlin den Kopf einzieht. Er hätte ihn wohl auch nicht reizen dürfen … Mit seinen wenigen Zauberkenntnissen könnte er es wahrlich nicht mit Malecantus aufnehmen, der … zuweilen auch etwas vorschnell wie unberechenbar sein kann, wie Merlin schon öfter festgestellte.
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    Erschrocken lenkt Tarek schnell ein. „Nein, nein! Du hast ja recht, Gregorius. Du hattest nur helfen wollen und … es war ja meine Schuld … Lottas Lage. Alles meine Schuld!“ Der ehemalige Insulaner senkt betroffen Kopf wie Stimme. „Wenn du nur einen Weg finden würdest … Mir ist alles recht, was hilft … Ich muss nicht wissen, wie du …“
     
    Mit etwas ätzendem Ton unterbricht Malecantus diese Schuldlitanei: „Ich weiß gar nicht, ob ich Lotta überhaupt helfen sollte, sich d e i n e r wieder zu erinnern … So wie ich es verstanden habe, hat sie all ihre Liebsten durch dich verloren, ihre zweite Heimat … Du hast s i e, dein Kind, dein ganzes Volk verraten. Will sie solche Erinnerungen zurück? Ich weiß es nicht!“ Jedes Wort prasselt auf Tarek wie ein Hieb ein. Dessen Haupt sinkt immer tiefer.
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    „Ganz unrecht hat Gregorius nicht!“, meldet sich nun Merlin zu Wort. „Wir müssen ihr wohl selber die Entscheidung überlassen, womit sie eher leben kann und mag!“ Tarek verharrt in seiner gebeugten Sitzhaltung als erwarte er … eine Art Urteil der beiden Magier. Vielleicht jagen sie ihn gleich zum Teufel …
     
    Malecantus setzt sich etwas besänftigter wieder hin. In seinem langen Leben hat er auch viele ‚Dummheiten‘ vollbracht oder warum muss er sich wohl oder übel so sehr vor Seinesgleichen und anderen Okkulten hüten und verstecken? Sein Blick fällt auf das unberührte Sandwich vor ihm. Merlins Kochkünste sind ohne gleichen … Herzhaft beißt Malecantus in den knusprigen mit gegrilltem mediterranem Gemüse und milden Schafskäse belegten Toast. Er hatte noch nicht die Ehre, Elanis vollmundig würzige Gerichte zu probieren, von denen sich Merlin auf dem Festival auch noch so einiges abgeschaut hat.
     
    Verdutzt blickt Tarek mal wieder von einem Magier zum anderen. Dieser Gregorius ist nicht so recht fassbar. Jetzt dachte er schon, der mache ihn gleich mit dem kleinen Finger zur Minna … „Ich wollte dich wirklich nicht kränken … Ich will nur … wollte doch …“
     
    Leichtfertig winkt Malecantus bei dem Gestottere Tareks ab … Merlin hebt nur leicht die Schulter mit einem Blick, der so in etwa ausdrückt ‚lass man, müssen wir nicht verstehen …‘ Also wendet sich Tarek kleinlaut wieder seinem Sandwich zu.
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    „Machen wir einen Deal.“ Abwägend mustert Gregorius den Exilant - Ex-Batuuaner, Ex-Inselbewohner – während er sich weiter an Merlins Köstlichkeiten labt, sich noch einen Schluck erfrischender Holunderbeeren-Limo genehmigt, als hätte er nicht gerade einen kleinen Ausbruch gehab, als sei kaum was gewesen … Tarek horcht auf, Merlin spitzt ebenso die Ohren. Was kommt jetzt?

    „Zeig uns … doch noch ein wenig mehr von diesen Batuaaner Wundern … und vielleicht … lass ich dich ein bisschen … teilhaben … an magischem Kram …“ Tarek schöpft etwas Hoffnung … „Aber sicher! Alles was du willst, Gregorius!“ Eilfertig legt er zwei Lichtschwerter auf den Tisch zwischen ihnen. Natürlich hat er dem ‚Gnom‘ seines nicht gelassen … „Ich hab‘ noch mehr!“ Schnell wie der Wind wetzt Tarek in ‚seinen‘ Waggon und kehrt mit vollen Händen unbekanntem Zeugs zurück. Er hatte doch nebenbei vor Abreise noch heimlich das vorher schon etwas ausgekundschaftete Lager des Sturmtrupplers nach Nützlichem und gegebenenfalls Veräußerbarem durchsucht und in seinem ‚Schlafabteil‘ deponiert. Der Lohn als Wanderarbeiter im Zirkus ist recht karg. Etwas den Lohn aufbessern dürfte doch wohl … genehm sein, oder?

    „Ich wollt‘s eigentlich verticken … Bis auf die Schwerter hier.“ Tarek breitet alles vor den Magiern aus. Malecantus beugt sich interessiert vor, kann seine Neugier nicht verbergen. Insgesamt liegen noch drei weitere dieser Schwertgriffe auf dem Tisch und zwei Gegenstände, die sich erst einmal nicht gleich in ihrer Funktion erschließen. „Deko!“, erwidert Tarek schmunzelnd einfach nur auf Gregorius fragende Mine hin und setzt erklärend hinzu. „Batuuaner lieben bunten Schnick Schnack. Hier, so geht’s.“ Er drückt jeweils an kleinen Knöpfen und die geometrischen Figuren beginnen zu pulsieren und eine Art Strahlen um sich selbst zu winden. „Ohhhh!“, entfährt es Malecantus nur. Unnützer Tand, aber schön!
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    Merlins Augenmerk ist mehr auf diese Licht-Schwerter gerichtet. Vielleicht muss so ein Sternenwanderer so etwas können. „Zeigst du es uns?“ Auch Malecantus wendet seine Aufmerksamkeit nun den Kampfgeräten zu. „Ja, unterrichte uns! Wer weiß … Vielleicht brauchen wir’s, wenn wir weitere Verfolger abschütteln müssten und … in der Manege macht es auch etwas her!“ Gregorius mag alles, was leuchtet, blitzt, funkelt … Wie eine Elster.
     
    Tarek zögert einen Moment: „Ich weiß nicht, ob es so gut wäre, damit Aufsehen zu erregen.“ Gregorius schaut nur kurz auf, winkt ab. „Ich muss die ganze Zeit schon achtsam sein! Jetzt sind mir neben Meinesgleichen und Vampiren auch noch Alien auf den Fersen … Ach, was soll‘s. Nur dosiert setze ich Magie bei Vorführungen ein und genauso würden wir es auch mit deinen Leuchtstäben hier halten. Und trotz aller Furcht vor Verfolgung … Wir müssen unsere Fähigkeiten genauso trainieren wie du deine Schwertkunst, sonst verkümmern sie. Und dieser Lehrling hier …“ Malecantus legt mit zärtlichem Augenaufschlag leicht einen Arm um Merlins Schulter, „… hat noch einiges an Unterricht vor sich, bevor er mir überhaupt bei Lotta behilflich sein kann. Es braucht zwei von uns, um den Fluch wieder zu brechen ...“
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    „Ach!“, entfährt es jetzt Tarek. Das hatte er nicht geahnt und sich die ganze Zeit schon gefragt, warum die beiden sich nicht direkt daran machten, Lotta zu suchen und zu erlösen. „Wie lange, äh, dauert es denn, bis Merlin so weit ist … also, ich meine, so ein richtiger Zauberer sein wird?“ Hoffentlich braucht es nicht Jahre … Tareks Zuversicht sinkt schon wieder ein bisschen in Erwartung einer ungünstigen Antwort.
     
    „Nun, eigentlich war ich schon deshalb geneigt, der Einladung dieser Moema nach Amerika zu folgen, weil da weitaus weniger an Übernatürlichem rumkreucht und fleucht und ich diesen Zauberlehrling dadurch ungestörter und intensiver unterrichten kann. Das spart uns etwas Zeit.“ Malecantus muss auch bedenken, dass Merlin bislang das achtundzwanzigste Lebensjahr bei seinen diversen Wiedergeburten nie erreichte. Vier Jahre also, in denen er ihn so viel lehren muss wie nur möglich. Vielleicht …! Wenn Merlin nur zeitig den Trank des Alterungstopps erlernen würde, könnten wir vielleicht dem Schicksal ein Schnippchen schlagen … Was, wenn er ewig siebenundzwanzig bliebe? Gregorius selber nahm seinen Trunk in seinem neunundzwanzigsten Lebensjahr - vor 821 Jahren. Aufmerksam betrachtet er den Gefährten. Wir wissen nichts über diese frühzeitigen Enden seiner vielen Lebenszeiten …
     
    „Was geht dir nur wieder durch den Kopf, mein Lieber?“ Merlin bemerkt durchaus die häufigen Blicke Malecantus‘, die ihn immer wieder zu studieren scheinen. Fragt er sich, ob er eines Tages mein Schicksalsvollender sein wird? Wenn es so ist, können wir es vielleicht nicht verhindern …
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    „Kommt! Wir müssen weiter …“, fordert Merlin die anderen beiden Männer auf, während er sich schon flink ans Zusammenräumen der Essensreste macht. Er hat keine Neigung, sich allzu viel eventuellen Hirngespinsten hinzugeben … „Wir wollen doch durch lauter Quatscherei nicht zu viel unseres Vorsprungs einbüßen …“ Tarek packt mit an, während Malecantus noch etwas grübelnd am Tisch verweilt und den beiden nachschaut wie sie sich schon zu ihrem Truck begeben. Er wird gleich folgen … mit dem verschlafenen Lykoi-Kater.
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    „Meinst du, er zeigt mir wirklich etwas von … eurer Magie? Wir haben doch einen Deal, oder?“, raunt Tarek Merlin auf dem Weg zum Wagen zu. „Ist das eigentlich schwer? Zaubern?“ Er hat doch etwas Blut geleckt, würde zu gerne eingeweiht werden.
     
    „Ich denke, erst mal bist du noch an der Reihe, uns deine Kunst und den letzten Teil deiner Geschichte zu offenbaren … Die Geheimnisse Batuus! Und w a s war das? Du hattest Lotta sogar schon mal dorthin geschleppt? Hat sie u n s nie erzählt …!“Konnte sie wohl nicht mehr nach dem Fluch des Vergessens … Merlin ist wirklich auf den Fortgang gespannt, den Tarek noch zu berichten hat.
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  • 5.4.3 - Nach Übersee gen Westen ... Piratenpack …

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    „Was zur Hölle …?!“ Tarek ist schwer geschockt ... Geschockt ist gar kein Ausdruck. Er steht kurz vor einem Herzstillstand. „Ein Piratenschooner? Bist du des Wahnsinns?! Nicht mehr ganz bei Trost?“ Eine gewaltige Schimpfkanonade ergießt sich über Malecantus, der die ganze Aufregung des Wanderarbeiters nicht versteht.
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    Nun gut, das mag daran liegen, dass Tarek einen Teil der Geschichte Takatukas … ausließ. Den Teil nämlich mit den Piraten und … den von Mae! Mae Meddock! „Verdammt!“
     
    Merlin hält lieber die Klappe, wartet ab, was Gregorius zu diesem Gezeter zu sagen hat. Der krault aber erst mal nur beruhigend dem Lykoi-Kater die kleinen spitzen Ohren: „Hat er dich erschreckt? Böser, böser Bube, hm?!“ Einen kurzen Moment lässt der Magier sich noch Zeit, blickt abermals auf diese doch so prächtig gezimmerte vielversprechende Galeone spanischen Stils. Also so etwas hat mich schon vor dreihundert Jahren wunderbar über die Meere getragen. Was ist daran denn auszusetzen?
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    „Recht günstig die Überfahrt will ich meinen! Ein Schnäppchen sozusagen hier im Hafen von Brest! Freie Kost und Logis gegen … ein bisschen Schabernack und Hokuspokus. Unser Kapitän wünscht gut unterhalten zu werden während der Überfahrt.“ Mit geschürzten Lippen fixiert Malecantus diesen kleinen Zerberus namens Tarek … Tanuí. „Irgendetwas … was du uns … bisher vorenthalten hast bei deinen Erzählungen?“
     
    Nun blickt auch Merlin den aufgebrachten Tarek mit vor der Brust verschränkten Armen abwartend an: „Willst du … dich nicht lieber erleichtern?“ Die beiden Magier ernten einen missmutigen Blick. „Hielt es bislang nicht für erforderlich …!“ Weiter kommt Tarek nicht, weil da schon ein solcher Halunke von Piraten steht und sie grüßend heranwinkt. Unwillkürlich ist Tarek geneigt, aus alter Gewohnheit nach einem Säbel zu greifen ...
    Früher haben wir dem anlandenden Piratenpack auf der Insel sofort den Garaus gemacht. Mpffff.
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    Sie werden überaus freundlich empfangen. „Hereinspaziert, nur hereinspaziert, die Herren. Joost van Houten!“, stellt sich der ehrenwerte ‚Freibeuter‘ freimütig vor. Tarek hält sein Gesicht leicht abgewandt hinter einer Hand verborgen als müsse er über irgendwas nachdenken … Tut er auch. Er fragt sich die ganze Zeit, ob er diesem Exemplar hier schon mal bei einem Gefecht auf Takatuka begegnet sein könnte. Und ob der Mae kannte, die von solch einem Schiff geflohen war, nachdem die Piraten entdeckten, dass sie kein Schiffsjunge war ...
     
    Merlin beobachtet etwas besorgt Tareks Verhalten, während Malecantus sich dem Kapitän widmet, um alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Was hat Tarek zum Teufel jetzt schon wieder verheimlicht? „Sehr erfreut, mal wieder eine Galeone …“ Ups! „… zu sehen!“ Beinahe hätte der jahrhundertalte Magier ‚betreten‘ gesagt. Das wird wohl das letzte segelbare Exemplar sein. Sonst sind in dieser Zeit höchsten noch Windjammern aus dem 19. Jahrhundert als Liebhaberobjekte auf den Weltmeeren unterwegs … fällt Gregorius gerade noch zeitig ein. Er sollte nicht unbedacht offenbaren wie alt er wirklich ist. „Das letzte dieser Art sah ich … kürzlich in einem Museum. Schönes Schiff, wirklich prächtig!“, lenkt er galant seinen kleinen Faux-Pas schnell um.
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    „Oh, kürzlich erst? Wo denn?“, fragt Joost interessiert nach. Vielleicht braucht er mal Ersatzteile … Nicht mehr leicht zu bekommen, in diesen Zeiten. Vertraulich beugt er sich näher … „Ich sag auch nicht, von wem ich die Information habe!“ Tarek könnte fast lachen, wenn es nicht so ernst wäre … Typisch! Gleich mal Beute ausloten … „Ja, äh, wo war das noch, ähm, Merlin?!“ Hilfesuchend wendet sich Malecantus an seinen Gefährten. Wie blöd reite ich mich gerade rein, häh?

    „Weit, weit im Landesinneren!“, antwortet Merlin nonchalant dem Piraten in der Hoffnung, dass die Küstenferne das offenkundige Begehren am vermeintlichen Museumsobjekt mindert. „Mhm! Sowas bringen auch nur Landratten zustande. Was soll denn eine Galeone auf dem Trockenen?“ Kopfschüttelnd winkt der Kapitän die Gäste an Bord, schreitet voran aufs nächste Deck.
     
    „Darf ich euch meine holde Gattin Bente vorstellen …!“ Sind wir auf dem fliegenden Holländer?, grinst Malecantus innerlich. Ihm war bei den Verhandlungen um ihre Passagen zwar aufgefallen, dass Joosts Sprache eindeutig niederländische Klangfarbe trägt, aber die bezaubernde Bente macht nochmal deutlicher, welcher Art Landsleute er vor sich hat. „Entzückend!“, lässt sich der Magier zu einem galanten Handkuss verleiten. Joost fasst es scheinbar gemütlich auf, beobachtet Merlin.
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    Langsam lässt die Dame des Schiffes ihren Blick über die drei Neuankömmlinge gleiten und bleibt … an Tarek haften. „Ozeanien?“, hakt sie neugierig angesichts des exotischen Erscheinungsbildes nach. Die Holländer sind auf allen sieben Weltmeeren zuhause und segeln wegen den günstigeren Winden am liebsten in tropischen Gefilden. Tarek fühlt sich leicht überrumpelt. Eine Piratenbraut? Er kannte nur eine … und die … hielt ihr Geschlecht vor den ‚Kumpanen‘ versteckt – im Gegensatz zu dieser wohlgestalteten Dame.
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    Bente spürt die vorsichtige Zurückhaltung des jungen Mannes …, dringt nicht weiter in ihn ein. Sie hat einfach gern Gäste an Bord. „Herzlich willkommen! Fühlt euch wie daheim. Uns allen wünsche ich eine angenehme Überfahrt …“ Tarek kann das gar nicht ganz einordnen. Bente hat so gar nichts von der derben Sprache einer Mae an sich. Sie scheint sich nicht ständig ihrer Haut erwehren und mit unflätigem Gefluche mithalten zu müssen … Auch Joost scheint nicht von so roher Art zu sein … Gibt es auch … andere Sorten von Freibeutern? War Käpt'n Efraim Långstrump nicht auch einst einer gewesen, bevor er sich auf Takatuka auf die Seite der Insulaner schlug? Und Mae …? Sie hatte doch auch versucht, ihrem Piratendasein zu entkommen …

    Und was war ich? Erste Ordnung auf Batuu! Hah! Ich war der Schlimmste von allen …

    I c h bin der Pirat!


    „Alles in Ordnung?“, fragt Bente sanft den scheinbar in düsteren Gedanken Gefangenen.
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    Ist alles in Ordnung? Nein! Ich muss erst alles wieder in Ordnung bringen … Zumindest das, was noch möglich ist! Tarek wägt ab, wie offen er sein kann. Sollte er fragen, ob sie … von Takatukas oder Maes Schicksal wissen?
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    Merlin und Malecantus fragen sich, was das noch geben wird, schauen sich nur verschwörerisch an. Wo hat der Kerl eigentlich keine Feinde? Sie werden sich Tarek später nochmal vorknöpfen und den Rest aus ihm rauspressen, ansonsten dürfen ihre Gastgeber den Geheimniskrämer mal Kielholen …
     
    Obwohl … weiß Merlin so genau, warum sich Malecantus derart verbergen muss, dass er als Scheinbild seiner selbst in einem kleinen Wanderzirkus durch die Lande zieht? Wo gibt es eigentlich keine Geheimnisse …?  
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    „Alles unter Deck verstaut! Also stechen wir heute Abend in See! Segel hissen! Leinen los!“, verkündet Joost lautstark und befehlsgewohnt.
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  • ReuseReuse Member
    bearbeitet 18. März
    5.5 – In die ewigen Jagdgründe ...

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    „Dumm di dumm di dumm 🎵🎶 … “ Fröhlich vor sich hin summend radelt das Spionelfchen durch die goldgelbe bis rötlichbraune Landschaft des Indian Summers – der eigentlich … ein Herbst ist.
    „Ach, wie schön ist Panama 🎶🎵…! Ha, ha!“ Liegt ganz woanders auf diesem Kontinent. Einfach herrlich, mal so völlig selbstvergessen albern sein zu können, wenn keiner einem über die Schulter blickt … Der gute Redaktionsgeist des Windenburger Wurstblattes, äh, Wochenblattes (heißt ja WiWo und nicht WiWu) sieht der Wiederbegegnung mit der Bürgermeisterin Erdnuss und ihren beiden Scharlatanen gelassen entgegen.
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    Mal sehen, ob der Hinterhältige den Wink mit dem Zaunpfahl in der vorletzten WiWo-Ausgabe verstanden hatte … Kein Schabernack mit Kakteen, Mausefallen oder Schlangen mehr, mein Lieber!

    „Hot Summer, hot, hot summer 🎶🎵🎶…“ Keine Ahnung, aus welcher Liedzeile d a s noch stammte … Lustig trällert das Spionelfchen weiter vor sich hin …
    „Ups!“
    Der Geist stoppt ganz … entgeistert!
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    ~~~~~~~~~~~
     
    „Wo sind wir hier eigentlich?“ Farsane wendet sich in alle Richtungen um. Moema hingegen beobachtet vom Rücken ihres Pferdes schon eine Weile eine von Weitem herannahende Figur, eine schemenhafte Gestalt … Auf einem … Fahrrad?!
    Riders on the Storm 🎶🎵 Unwillkürlich ist die Seniorin an einen alten Rock-Song ihrer Jugend erinnert, der sich jetzt munter als Ohrwurm festsetzt. Bei Manitu, naht … mein Ende heran? Oder was soll diese geisterhafte Erscheinung bedeuten?
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    „Wir sind wohl in die ewigen Jagdgründe gelangt …“, gibt Moema nun endlich ihrer Begleiterin eine Antwort. Farsane war Pflegekraft. Sie kennt das, wird es verwinden, wenn ich jetzt gehen muss. Achak ist sicher nicht mehr weit … Moema hofft, dass ihr Enkel sich wohlwollend der mit ihr getürmten ehemaligen Pflegekraft annimmt und Farsane nicht nachher die Schuld gibt … Denn so hat sie es immer gewollt! Die agile Seniorin wollte ihr Lebensende nicht in Räumen eingepfercht abwarten, sondern dass offene Himmelsdach über sich sehen, wenn es so weit ist.
    Ist es schon so weit?
     
    Eigentlich fühlt sich Moema noch nicht abrufbereit und den großen Geist hatte sie sich ehrlicherweise auch … irgendwie … anders vorgestellt. Mehr so … naja … stammesmäßig halt. Aber Blümchen vor dem Lenker ihr zu Ehren ist ja … auch schon ganz nett.
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    ~~~~~~~~~~~

    Indian Summer mit … waschechten Indianern? Die können sich aber auch sowas von anschleichen …, selbst zu Pferde …, empört sich das Spionelfchen innerlich und steigt lieber erst mal vom Rad ab. „Howgh!“, erhebt sie eine Hand zum Gruß. So hat ihr das zumindest die gute Phillipa Erdnuss als gängige Gepflogenheit unter den Ureinwohnern vermittelt als sie von ihren Reiseabenteuern in der ‚neuen‘ Welt erzählte.
     
    Moemas ansonsten stoische Mine lässt nur das leichte Heben der linken Braue erkennen. Bei Manitou, d a s ist sicher nicht der große Geist! „Hi!“, grüßt Farsane im Namen beider Frauen zurück und fragt dabei mit leicht verwirrter Mine: „Was für Jagdgründe? Jagen wir hier etwas?“ Einen Fasan vielleicht? Toll Farsane jagt einen Fasan!
     
    Also, Farsane Lebensaufgabe war eigentlich, zu pflegen und zu hegen und nicht … irgendein Tier zu erlegen. Etwas aufgewühlt umarmt sie ihren sanftmütigen Mustang einen Moment lang innig. Moema hat ihr das zahmere der beiden Reittiere überlassen
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    Dass vor ihr ein waschechter Geist steht, regt die junge Orientalin dahingegen weniger auf. „Bist du … ein Dschinn? Wie heißt du?“ Vielleicht haben wir drei Wünsche frei, aber wo ist die Flasche des Geistes? Vielleicht reicht ja, den Namen zu erfahren ...  Flaschengeister sind für die Perserin nichts Ungewöhnliches. Moemas Stirn runzelt sich. Worüber redet Farsane da?
     
    „Öhm, …“, kratzt sich das Spionelfchen am Kopf und betrachtet die junge Frau etwas genauer. Dunkles Haar ja, aber die Züge, mhm … Wohl keine Ureinwohnerin dieses Landstriches. Die ältere hingegen … eher schon. Wie die zu Pferde sitzt. Prärie-Urgestein! „Nun, Spionelfchen nenne ich mich! Weltenbummlerin, Armada-Vorsteherin, Redaktionsgeist und … höchst passable Gourmet-Köchin!“, stellt sich das naseweise Geschöpf mal eben mit vier frisch selbsternannten Titeln vor. Auf dass hier nur ja keine falschen Vorstellung von ‚Wunsch frei‘ oder sonst so ein Zeug bei den beiden Damen aufkommt – höchstens eine lecker zubereitete Speise ihrer Wahl á la carte oder vom Grill …
     
    „Och!“, erwidert Farsane leicht enttäuscht. Gerade hatte sie sich schon ein paar angenehme Träume zurechtgezwirbelt, die der Geist hätte erfüllen können. Einer davon betraf Moemas Enkel, vielleicht auch zwei … Aber wenn nicht … „Ich meinte, angenehm, dich kennenzulernen, lieber Geist!“ Schnell besinnt sich die junge Frau wieder auf ein paar höfliche Gepflogenheiten. „Mich nennt man Farsane. Farsane Fashani! Und das ist Moema Watanola!“, streicht sie sich etwas verlegen eine Strähne hinters Ohr.
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    Farsane? Farsane Fashani? Das Spionelfchen durchforstet in Eile seine Gehirnwindungen. Mist! Etwa d i e Farsane Fashani, die Jack Watanabe in Persien vermutete?
    Die mögliche Kontaktadresse für … für ...
    Dann … dann …
    Die Gedanken des Geistes geraten vor Schreck ins Stocken.

     Was … führt denn einen Geist namens Spionelfchen gerade in diese Gegend? Spionierst du hier … etwa?“, unterbricht Moema des Geistes unergründliches sekündlich wechselndes Minenspiel. Hatte Achak ihnen diesen Geist auf die Fersen gesetzt, um ihnen nachzuspionieren? Der Junge sollte sich doch selber auf die Pirsch begeben! Was bestürzt dieses Gespenst nur so? Dass ich es mittenmang in seinem Tun ertappt habe?

    „Schicksal! Ich glaube, dass Schicksal lenkte meine Wege!“ Das Spionelfchen hätte hierum oder darum zum Treffen mit der Bürgermeisterin fahren können. Aber irgendeine höhere Macht namens zufällig gefälliger Zufall – oder die Macht des Schreibens – lenkte des Geistes Schritte oder – in diesem Falle rollende Räder – in die rechte Richtung!
    {Jawoll, so wird es sein!}
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    An dieser Stelle muss das Spionelfchen mal die höhere Macht in die Schranken weisen: „Du hast wohl eine Meise! Das glaubt doch kein Schwein … Leg mir nicht so einen Quatsch in den Mund!“, wettert es mit leicht erhobenem Fäustchen dem Firmament entgegen.
     
    {Wieso glaubt man eigentlich immer, höhere Mächte säßen hoch oben im Himmel? Könnten doch genauso gut tief unten … verborgen im Erdreich … oder einfach am Schreibtisch …
    Ähm, die höhere Macht schreitet mal ein und lässt die gute Moema wieder zum Zuge kommen ...}

    Hoh, ist dieser Geist doch mächtiger als gedacht? Moema verengt leicht die Augen. „Mit wem redest du? Mit … Manitou?“, verlangt die wachsame Alte vom Spionelfchen zu wissen. „Oder was soll das Gefasel über Schicksalswege bedeuten?“ Moema steigt langsam aus ihrem Sattel, lässt sich zu Boden gleiten. Wäre eine Friedenspfeife angesagt? „Farsane, sammle doch bitte etwas Feuerholz für uns zusammen. Es ist … Teezeit … glaube ich!“ Mhm, Moema hat noch etwas Peyote im Beutel … Was so ein Geist wohl verträgt?
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    ~~~~~~~~~~
     
    Aufmerksam beobachtet Achak auf seinem Braunen aus der Ferne das rätselhafte Treiben der drei Figuren am Lagerfeuer. Friedenspfeife? Kommt der Geist des großen Manitou über Moema? Jetzt? Übermächtige, es ist noch zu früh!, ruft Moemas Enkel flehentlich jedes überirdische höhere Wesen an, das sich vielleicht irgendwie verwenden könnte … So hatte er sich das Ende der Schnitzeljagd mit seiner munteren Großmutter nicht vorgestellt.  Gebannt verfolgt der gut Verborgene das Schauspiel dort drüben am flackernden Schein der Flamme … Teetassen? Häh?
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    Soll er … rüber gehen? Vielleicht stört er aber dann irgendein Zeremoniell? Nur welches? Dieses … kennt Achak als Forscher und Kenner der eigenen Sippen nicht. Achaks Augen richtet sich wieder gen Himmel, ob das übermächtige Wesen irgendein Zeichen sendet …
     
    {Augenblick bitte. Kurz würfeln … Fünf? Nein, liegt auf Kipp! Gilt nicht! Nochmal … Oh, vom Tisch gepurzelt. Ja, ja, gleich! Gleich … kommt dein Zeichen … Drei? Ok, Drei!}

    Drei?
    Irgendwie ist’s als rede Achak mit einer fremden Stimme im Kopf. Was heißt das jetzt?

    {Was Drei bedeutet? Was weiß ich! Das musst du schon selber deuten! I c h bin nur Zeichengeberin!}

    Los auf Drei?
    Oder, die drei da am Feuer achtsam im Auge behalten?
    Oder, drei Wünsche frei?
    Achak schüttelt energisch den Kopf, um diese nichtssagende Stimme wieder aus dem Schädel zu schleudern.
    Scheiss auf Zeichen …
    Gerade will er auf Drei lostürmen, als der Geist sich erhebt! What?
    Nochmal abwarten, was passiert …
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    ~~~~~~~~~

    Das Spionelfchen entfernt sich nach einer Tasse Tee und dieser im Hals kratzenden Pfeife ein wenig küselig vom wärmenden Feuer … So langsam bricht kühlender Abend an. Es ist tatsächlich Jacks Farsane. So ein Elend! „Muss nur mal eben ein paar Nachrichten versenden …“, entschuldigt sich der Geist kurz und entfernt sich ein paar Meter. Das Spionelfchen will sich nicht in die Karten oder besser gesagt auf’s Display gucken lassen. Es sollte ja alles vertraulich bleiben um die ehemalige Rektorin. Schnell tippt das Spionelfchen an Elani, Bugsy, Don wie auch Shakirah ein paar Zeilen:

    << Schlechte Neuigkeiten … Die Adresse von Farsane Fashani in Persien ist … nicht mehr aktuell. Sie steckt hier … in Amerika! Müsst anderen Weg finden … Tut mir leid. >>
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    Bedauernd steckt der Redaktionsgeist das Handy weg und setzt sich – leicht wankend - wieder zu den beiden Frauen, die vor sich hin sinnend in die knisternden Flammen blicken. Was war bloß in dieser Pfeife drin? Spionelfchen sieht Moemas leicht träge grinsenden Blick. Auch Farsane lächelt so friedvoll vor sich hin. Wahrlich eine Friedenspfeife! Moema hat sich mittlerweile auch überzeugen lassen, dass das Spionelfchen keine geheime Agentin ihres Enkels ist. Also gönnte sich die alte Dame auch ein paar tiefe Züge und einige farbenfrohe Ansichten der Welt um sie herum.
     
    Mhm, vielleicht eine gute Gelegenheit, noch ein paar Fragen zu stellen ... Der Redaktionsgeist ist zumindest noch etwas heller im Kopf als die beiden da … „Jack Watanabe ist also ein alter Bekannter von dir Farsane? Kanntest du … auch seine Frau?“ Lächelnd schüttelt die Angesprochene den Kopf. „Er hatte eine Frau?“

    „Sogar ein Kind!“, ergänzt das Spionelfchen.
    Fast kindlich anmutendes Erstaunen spricht aus den großen Augen, die Farsane nun macht. „Oh …! Ist aber lang her. Damals … in Persien. War dann in Brindleton. Hatte’ne gute Stelle in der Pflege dort … bei der lieben Moema hier!“ Leutselig blicken sich die Ex-Pflegerin und die rüstige Seniorin an. „Bist wirklich eine wunderbare Pflegekraft gewesen. Die beste …“, schmeichelt Moema der jungen Frau. Ja, mit Farsane hatte sie einiges anstellen können, um allzu geruhsamen Leben immer ein Schnippchen schlagen zu können. Die beruflich patente aber sonst etwas unbeholfene schüchterne Farsane ließ sich immer wieder von der Seniorin mitreißen …
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    „Brindleton?“, horcht das Spionelfchen auf. „Da war doch auch … diese Schule …“

    „Ja, ja eine Schule und ein Kindergarten und … ein Tierheim …“, zählt Farsane träge an ihren Fingern die verschiedenen Institutionen auf, als könnte sie ansonsten nicht mehr bis Fünf zählen. „Un‘ ein Wanderschirkusch …“, kichert Moema mitzählend dazwischen. Farsane verzieht etwas nachdenklich die Schnute. „Der war innnnn … Sun Mushuno!“  Die Friedenspfeife wirkt … nachhaltig!
     
    Das Spionelfchen fährt nochmal dazwischen: „Und du kennst nur Jack Watanabe, Farsane? Sonst keine Watanabes? Hattet ihr noch das von der Rektorin der Schule mitbekommen …?“ Abwartend blickt sie die beiden leicht abgeschossenen Frauen an. Es dauert eine Weile, bis Farsane wieder etwas dämmert. „Oh, der Artikel … in scho einem WoWi-Blatt! Oh ja! Oh je! Tragisch, tragisch!“
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    „Ähm, WiWo-Blatt!“, korrigiert der Redaktionsgeist dieses Verlages erheitert. „Kanntet ihr die Rektorin?“ Farsane wie Moema schütteln den Kopf. Also kennt die Perserin nicht die Verbindung zu Jack! Soll ich sie herstellen?
    Nein! Wozu?!
    Nützt dieser Miyu und ihrer Tochter ja gerade nichts!
     
    „Ach Schäck!“, seufzt Farsane gerade in alte Erinnerungen versunken etwas nuschelig vor sich hin. „Gibscht’s du mir seine Nummer? Hier hascht du auch meine … N‘Handy hatt‘isch damalsch noch nischt.“ Etwas fahrig tippt Farsane auf ihrem Mobilphon rum, bis die Nummern endlich ausgetauscht sind. „Isch ruf‘ ihn ma an, der alten Zeiten weschen!“ So langsam sinkt Farsane nach hinten über, bleibt längst gestreckt neben dem Feuer liegen und entschlummert selig.
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    Moema prostet dem Spionelfchen frech grinsend mit ihrer halbgelehrten Teetasse zu. „Die Magier kommen … Hierher!“ Irritiert blickt das Spionelfchen die alte Dame an. Wo ist die gerade mit ihren Gedanken? „Hierher!“, wiederholt das so niedlich wirkende Großmütterlein, das es aber wohl faustdick hinter den Ohren hat. „Ja, ja, sehr schön!“, pflichtet der Geist beruhigend der Seniorin bei. „Aus Sunshine Muno …!“ Wohlwollend nickt das Spionelfchen auch zu dieser ‚Feststellung‘ der Seniorin freundlich zu. Noch ein paar Minuten lang starrt Moema den Redaktionsgeist an, stellt dann plötzlich die Tasse ab und rollt sich ohne ein weiteres Wort gemütlich in eine Wolldecke zum sofortigen Wegschnorcheln ein.
     
    Ok, Zeit die Bürgermeisterin aufzusuchen … Beschwingt steigt das Spionelfchen wieder aufs beblümte Rad und macht sich leicht schlingernd Kurven fahrend wieder auf den Weg. „Dumm di Dumm🎵🎶 …“
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    Achak beobachtet noch ein Weilchen das sich entfernende Gefährt, bis es ihm ausreichend außer Sichtweite erscheint und nähert sich dann langsam auf seinem Mustang den Tiefschläferinnen am Feuer.
    Was für eine merkwürdige Sache war das hier? Na, die beiden haben mir Morgen aber was zu erzählen und dann … werde ich ihnen so was von die Leviten lesen für ihre Flucht. Rein zu meiner Erbauung …
     
    Moemas Enkel lässt sich aus dem Sattel gleiten, schaut erst nach seiner Großmutter, ob sie gut versorgt ist und dann … nach der lieblichen Farsane. Sanft streicht er ihr die etwas wirren Haare aus dem Gesicht und sucht nach einer weiteren Decke, die er ihr in der kälter werden Nacht fürsorglich überstreift. Achak lässt sich neben der Ex-Pflegerin seiner Moema nieder, betrachtet noch ein Weilchen ihre ruhigen schön geformten Züge, die zarten Lippen …
    Ich erwarte … Wiedergutmachung, meine Liebe, für all den Schabernack!
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    In Vorfreude auf den morgigen Tag, wenn er den Lohn dieser ‚Jagd‘ einzustreichen gedenkt, will sich der Jäger gerade neben seine süße Beute betten, als er Farsane im Schlaf leise murmeln hört: „Ruf disch an, Schäck …“
     
    Augenblicklich schnellt Achak wieder hoch.
    Who the fu… is … Schäck?!
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    ~~~~~~~~~

    Nach ein paar hundert Metern dreht sich das Spionelfchen noch einmal um. Ach, d a s ist wohl dieser Enkel, dessen Agentin ich sein sollte … Na, dann sieht ja jemand nach den beiden. Schmunzelnd tritt der Radlerin wieder in die Pedale und trällert fröhlich: „Frau Bürgermeisterin, ich ko-hom-me 🎵🎶🎶…!“
    So ein Geist kann die ganze Nacht durchradeln …

    > weiter WiWo - 139 Ghostriderwriter
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  • 5.6.1 - Weiter abwärts ... Meereswogen …

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    Schon seit dem Vortag dümpelt der Schooner vor sich hin.  Verwundert blickt Merlin über die Reling in die ungewöhnlich ruhige Hohe See des Atlantiks. „Wie ist das nur möglich? Kein Wellenschlag! Seit gestern!“
    Kapitän van Houten lächelt breit auf diese Frage hin. Diese Landratten … Glauben glatt, so eine Fregatte unter Segel fahre sich wie ein Auto … Immer nur vorwärts. „Das sind die Rossbreiten! Winde aus zwei Richtungen heben sich hier einfach gegenseitig auf. Hält vielleicht zwei, drei Tage. Dann sind wir durch und werden wieder Fahrt aufnehmen!“
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    Malecantus erlebt das nicht zum ersten Mal. Dösig lässt er sich bei der fast schwülen Hitze in eine Hängematte im Schatten des Rahsegels gleiten. Der Lykoi-Kater springt ihm mitten auf den Bauch gleich hinterher. Was für ein feines Plätzchen für ausgiebige Krauleinheiten. *Prrrrrrrrrr, schnurren Magier wie Kater um die Wette. Merlin ist immer wieder fasziniert, was Katzen bei Gregorius auslösen. Gregorius‘ Zufriedenheit rührt jedoch nicht nur von dem samtig Anthrazitfarbenen Fell zwischen seinen langgliedrigen Fingern her. Nein, der Anruf einer werten Frau Bürgermeisterin Erdnuss tut sein Weiteres dazu …
     
    Erdnuss! Ungewöhnlicher Name! Irgendwie ist diese Dame mit der Moema bekannt, die die beiden Magier ja nach Amerika lotste. Toll, noch kein Werbeplakat aufgehängt und trotzdem rollt schon die Werbetrommel … Auftritt in einem Casino. Viva Las Vegas … Ach, was hasst Malecantus sonst das Plakatkleben. Das hätte er jetzt diesem … Tarek überlassen … Wo ist der Kerl überhaupt?
    Das leichte Schaukeln der Wellen wiegt Magier wie Kater in sanften Schlummer …
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    ~~~~~~~~~
     
    Diese Windstille …! Tarek genießt es, dieser Enge auf dem Schooner entkommen zu sein. Wie hat Käpt'n Efraim Långstrump das bloß jahrelang ausgehalten, bevor er sich auf Takatuka niederließ? Oder Mae … unter einem Haufen verlumpter Piraten? Dieser Kapitän van Houten und seine bezaubernde Gattin Bente verströmen hingegen regelrecht Wohlgeruch. Bente duftet wie … Zimt, Vanille … Tarek lässt sich mit geschlossenen Augen wohlig eine Weile in Rückenlage von den glitzernden seicht schwappenden Wogen des Meeres tragen. 
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    Gleich noch ein bisschen tauchen, schauen, was das Meer so hergibt … Ein paar Muscheln oder Seenadeln …! Tarek läuft schon das Wasser im Munde zusammen als … ihm plötzlich eine Welle davon in den lächelnden leicht geöffneten Mund schwappt. „Mmmmpffff …“, prustet er los, dreht sich augenblicklich aus der Rückenlage auf den Bauch und wird unvermittelt stark einsetzenden Wellengang gewahr.
    „Was …?“ Leicht aufgebracht blickt er zum Schiff zurück. Tarek hat kein Tau zur Sicherheit umgelegt … so ruhig wie es war … Der Schooner beginnt schon bedenklich Schlagseite zu entwickeln, Wind drückt in die voll aufgespannten Segel, die versuchten, noch den leisesten Windhauch für etwas Vorwärtstrieb einzufangen. Schreie ertönen auf dem Schiff: „Reffen! Reffen. Verdammt nochmal Beeilung! Segel reffen!“

    Er wird auf hoher See allein zurückbleiben, wenn das Schiff plötzlich wieder Fahrt aufnimmt. Panik bricht in Tarek aus, der sich gegen immer höhere Wasserberge behaupten muss. Über sich sieht er ein Unwetter am Firmament aufziehen. Wild blickt er um sich. Wie kann das alles sein? Was … ist das … da … drüben?
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    „Halt ein! Halt ein!“, schreit Tarek aus Leibeskräften. Verzweifelt versucht er den Wassermann um Gnade anzuflehen, der hinter hochschwappenden Wellengängen immer mal wieder im Sichtfeld auftaucht. Er weiß, er sollte auf dieses Wesen nicht auch noch zuschwimmen, aber Tarek weiß sich keinen anderen Weg als mit kräftigen Zügen zu versuchen, näher ranzukommen und sein Äußerstes zu versuchen, den Wasserneck daran zu hindern, weiterhin Wettergott zu spielen. Sie werden sonst alle untergehen.
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    Seit alters her wurde auf Takatuka nur hinter vorgehaltener Hand über die ‚Wassergeister‘ gemunkelt. Kaum einer hatte sie je wirklich gesehen. Sie zeigten sich selten und wenn, dann nur wie jetzt, um Schaden anzurichten. So die Legende …
     
    Tarek hat keinerlei Ahnung, ob er überhaupt etwas ausrichten kann. „Bitteeeeeee! Grmmmpffff …“ Schon wieder schluckt er einen Schwall Wasser, geht immer wieder unter in der schon fast Sturmgepeitschten See. Gerade schafft er wieder den Kopf über Wasser zu halten als das Wesen mit einer riesigen Schneckenmuschel an den Lippen innehält, sich umwendet und Tarek entgegenblickt.
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    Augenblicklich beruhigt sich die See wieder … Die dunklen drohenden Wolken verziehen sich allmählich … Tarek rudert in einiger Entfernung mit den Armen auf der nun wieder fast glatten Wasseroberfläche auf der Stelle. Unergründlich leuchtende Augen mustern ihn über die Distanz hinweg eine Weile, bis der Wassermann scheinbar zu einer Entscheidung gekommen ist. Langsam schwimmt er auf Tarek zu …
     
    „Ich … kenne dich!“ Tarek bleibt fast die Luft weg bei dieser Begrüßung. „Du … kennst mich?“ wiederholt er stupid die Worte des Wassermanns. Nach der Panik vor Ertrinken setzt jetzt Furcht vor Unbekanntem ein. Den Wasserwesen wird allerhand Schabernack und mächtige Manipulationsgabe mit ihren Sirenengesängen nachgesagt … Was passiert jetzt? Noch immer leicht vor Angst gelähmt bringt er den nächsten dummen Satz hervor: „Hi, ich bin … Tarek!“ Du Hohlkopf, er sagte doch, er kenne dich …

    „Tarek? Wieso nennst du dich Tarek, … Tanuí? Was soll das?“ Verärgert blick Paka’a den jungen Mann vor sich an. „Willst du mich … in die Irre führen?“ Für Tarek unerwartet bricht der Wassermann plötzlich in Gelächter aus. Was für schnelle Sinneswandel … Tarek kommt nicht ganz hinterher. Wer verwirrt hier wen?
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    „Du solltest dein Gesicht mal sehen?“ Paka’a ist kurz amüsiert, zieht aber auch gleich wieder im nächsten Moment streng die Augenbrauen zusammen. Er hatte sich all diese Berichte von Don, dessen Nachbarin Erín und Bugsy angehört, diese Bilder von einem Festival auf dem Handy gesehen und … nichts gesagt. Nichts! Sonst hätte er viel zu erklären gehabt.
    Don möchte Aufklärung? I c h muss erst nachdenken …!
     
    Tja, Paka’a hätte zumindest zu einem Teil beitragen können … Er kennt diesen Insulaner … und diese Rothaarige … Kennen ist zu viel gesagt, aber … sie schwammen und tauchten gern und oft im glitzernden Tropenmeer rund um Takatuka.
     
    Das Meeresvolk beobachtet Insulaner und Küstenbewohner gerne aus der Ferne und zuweilen … wählt auch einer von ihnen ein Teilzeit-Landleben … so wie Paka’a als angehender Meeresbiologe. Sie müssen diesen Landleuten Einhalt gebieten, die Meere – ihren Lebensraum – immer weiter mit ihrem Müll zu verdrecken. Na ja und dann … war da noch Bugsy, die seinen Weg kreuzte und er blieb … immer öfter auf dem Trockenen.

    Paka’a war daher nicht dabei gewesen, vor knapp einem Jahr, aber … er weiß von anderen seiner Spezies, was der Kerl, der da jetzt so seicht vor ihm im Wasser treibt als könne er kein Wässerchen trüben, für Unheil auf seinem Eiland anrichtete. Das Meeresvolk hatte einige des Inselvolkes gerettet. Sie hatten sich nie zuvor eingemischt – die Wassermänner und -frauen. Aber dieser eine Überfall war zu gewaltig gewesen … zu überwältigend …
    Das war kein übliches Piraten-Scharmützel … Das war etwas … völlig anderes, etwas völlig Neues gewesen … Die Meeresleute hatten nicht mehr einfach wegsehen können!
     
    J e t z t ahnt Paka’a, welche Art von Macht da im Spiel war …
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    „Batuu also!“, stellt Paka’a nüchtern fest und Tarek / Tanuí … wundert sich nur, fragt sich bang, was dieser Wassermann noch so alles weiß und was ihm dafür jetzt und hier möglicherweise blüht. Paka’a hingegen zählte zu guter Letzt zwei und zwei zusammen. Sie hatten alle – einschließlich des Käpt’n – damals nicht begriffen, welche Übermacht die Insel überrannte, bis …
    Ja, bis Paka’a jetzt all diese Informationen von Don bekam, samt denen der Nachbarin über den Wanderzirkus … aber … selber über sein Wissen schwieg! Denn, des Käpt’ns Tochter hatte er auf den Handybildern sofort wiedererkannt. Lotta war also am Leben geblieben … und scheinbar auch … ihr Kind.
     
    „Kommst du von dem Schiff da drüben?“ Tanuí – immer noch recht erstarrt – nickt nur leicht.
    „Mhmmm …“, wägt Paka’a ab, während er sein Gegenüber weiter kritisch ins Visier nimmt. Er hatte nicht nur der ‚Trockenheit‘ wegen ins offene Meer gewollt. Nein, ihm geht zu viel durch den Kopf und er möchte sich mit der nächstliegenden Bastion tief unten auf dem Grund des Meeres beraten. Wieviel darf er überhaupt an Don und Bugsy von seinem Wissen zur Sache Lotta und Co. preisgeben, ohne mehr über sein eigenes Volk zu verraten?
     
    Sie hatten ihn ohne großes Nachfragen als Wassermann in der WiWo-Gemeinschaft ganz selbstverständlich aufgenommen. Wahrscheinlich gar nicht so erstaunlich, wenn man bedenkt, wer noch alles zur Riege zählt: Geister, Magier … Und Don … Don ist auch erstaunlich. Ein Gestaltwandler, der zeitweilig sogar Vampir war. Na, zumindest ist seine Geliebte noch einer. Und dann Jayyden … Jayyden Lexxo, dieser Alien …
    Augenblicklich kehrt wieder etwas Wut über Sixamer Machenschaften in Paka’a zurück, bis er den erschrockenen Blick Tanuís bemerkt, der wohl glauben muss, dass dieser grimmige Ausdruck ihm gilt. Na soll er das ruhig mal denken!
    Und schon wieder grinst Paka’a verschmitzt. Ängstigt der Inselbursche sich? Oh, soll er nur!
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    Tanuí zieht es immer mehr den Magen zusammen. Das ist ja wie Katz‘ und Maus, dieses Wechselspiel. Als ließe man die Maus kurz laufen, dann wieder dotz auf den Kopf …, laufen lassen …, dotz, dotz wieder mit der Tatze auf die Rübe und vergnüglich zugeguckt, wie die Maus jedes Mal erneut vergeblich Hoffnung schöpft, noch entkommen zu können …
     
    Je mehr Tanuí dieses Bild vor sich sieht, desto mehr steigt nun seinerseits Groll in ihm empor. Er weiß, dass er keine Chance gegen einen Wassermann beim ‚Wettschwimmen‘ ums eigene Leben hätte … Ich bin keine Maus! Soll er doch machen, was er will! Dann ist das eben mein letztes Stündlein … Wütend schlägt der Ex-Insulaner mit der flachen Hand auf die Wasseroberfläche, dass es nur so spritzt. „Hei, hei!“, wendet sich Paka’a lachend ab. „Warum so wütend? Denkst du nicht, dass andere mehr Grund hätten … als ausgerechnet … du!“ Er blickt in eine finstere Mine.
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    „Was willst du? Wer bist du?“, bellt Tanuí den momentan amüsierten Wassermann an. „Quatscht nicht so mysteriös drumherum! Was glaubst du denn zu wissen, häh?!“ Paka’as Brauen heben sich erst erstaunt, dann ziehen sie sich erneut wieder zu einem leicht ironischen Grinsen zusammen. Mut hat er ja …
    „In der Tat!“, erwidert der Wassermann keck. „Was wissen wir schon …“ Wohl nur einer kann das Puzzle vervollständigen … Dieser Tanuí!
    Der Rat wird vielleicht … Rat wissen, wie überhaupt weiter zu verfahren ist … in dieser Sache und überhaupt … mit dem Landvolk.
    Und … der Käpt’n sollte e s erfahren …

    Unversehens findet sich Tanuí vom Meermann umschlungen in einem innigen Kuss wieder, der … seine Lungen zu durchströmen und zu weiten scheint … Dieser Odem … Minze? … … Tanuí schnappt gerade noch einmal nach Luft als die Lippen sich wieder voneinander lösen und er als nächstes auch schon am Handgelenk gepackt tief hinunter ins Wasser gezogen wird … immer weiter abwärts …
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  • 5.6.2. - Weiter abwärts ... tief unten am Grunde …

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    Meine Lungen werden bersten, werden dem Druck nicht standhalten können … Tanuí rauschen bereits die Ohren. Nie zuvor tauchte er in solcher Geschwindigkeit hinab in die Tiefe der See … nie so unermesslich weit hinunter …
    Immer noch geht es abwärts … weiter und weiter …
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    Ich m u s s atmen … atmen … darf aber nicht …
    Er kann nicht mehr anders … , schnappt unwillkürlich nach Luft …
    Sauerstoff strömt in seine Lungen über den weit geöffneten Mund … Tanuí schließt die Lippen wieder, öffnet sie erneut. Atmet! Atmet erneut … wieder … und wieder …
     
    Verwundert blickt er auf das Wasserwesen halbseits vor ihm, dass ihn immer noch an der Hand abwärts weiter auf den Grund mit sich zieht. Es blickt sich nach ihm um, lächelt ihn mild an und schwimmt weiter voran mit schlängelnden Bewegungen dieses geschmeidigen Fischleibes.

    E s … ist wunderschön!
    E s … gab mir den Atem!
     
    Tanuí wird entspannter, sieht sich um … Der Atlantik ist dunkel in diesen Tiefen. Aber mehr und mehr schweben fluoreszierende Figuren an ihnen vorbei. Fasziniert folgt Tanuí diesem Lichterspiel unzähliger kleiner verschiedenartiger Tentakeln mit den Augen. Die Abwärtsfahrt hat sich verlangsamt, als ließe dieser Meermann ihn gewähren, sich an diesem wundersamen Unterwasserschauspiel zu ergötzen. Sein Handgelenk wird freigegeben …
    Sogleich treibt er leicht nach oben …
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    Ruhig schaut Paka’a Tanuís bewundernden und staunenden Blicken ob der ihn umgebenden Meeresflora und -fauna zu. Die sanften Züge, das Entzücken, die Freude über die Schönheit des Meeres … Kann das ein so schlechter Geist sein …? Sacht zupft der Wassermann an Tanuís Fuß, bevor der junge Mann ihm weiter aufwärts abdriftet.
     
    Tanuí bemüht sich nun seinerseits mit nach oben wedelnden Handbewegungen, sich Abtrieb zu verschaffen und auf Gesichtshöhe des Wasserwesens aufzuschließen.
    „Paka’a! Man nennt mich Paka’a!“, stellt e s sich nun endlich vor und Tanuí kann ihn … hören … Hier tief, tief unterhalb der Wasseroberfläche.
     
    Der Meermann wendet sich wieder ab und erneut dem Grund zu. Diesmal folgt Tanuí aus freien Stücken. Frei wie ein Fisch! So hatte er sich doch immer fühlen wollen … Alles andere wird gerade ganz unwichtig …
    Paka’a schaut sich immer wieder um, ob Tanuí ihm folgen kann. Geschmeidig! Kann er nur anerkennend feststellen. Der okkulte Meeresbiologe hat vieles um das verlorene Eiland Takatuka wohl neu zu betrachten, zu bedenken … Was passierte dort wirklich? Was war Tanuís Rolle dabei?
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    Verflucht hatte Paka‘a die Sixamer für seine Entführung … Verdammt haben sie alle diesen Häuptlingssohn, der da so beseelt hinter ihm mitzuhalten versucht … Sixam ist nichts gegen dieses Batuu …
     
    Nie ist etwas wirklich eindeutig, oft nicht klar, wie sich … etwas tatsächlich verhält. Und jeder trägt Geheimnisse mit sich … Paka‘a selber auch. Er hätte das Schiff oben zum Kentern bringen können. Piraten! Sie wären ihm egal gewesen … als Meermann! Aber jetzt weiß er, dass da oben diese beiden Magier auf dem Deck hocken, von denen Dons Nachbarin Erín berichtete …
    Was hätte ich Bugsy sagen können, was Don und den anderen, wenn ich …?
     
    Was kann er ihnen wirklich von sich erzählen, von seinem Wesen? Jayyden, ein Alien, hat diesen Raum … in Shakiras Keller … Hinterhältiger Scharlatan hat seiner Erdnuss wohl auch nicht alles zum Besten von seiner Geschichte gegeben - trotzdem er ihr die Gabe der Magie verlieh … Und der Redaktionsgeist …?
    Der ewig gute Santa scheint der einzig Unbescholtene in der okkulten WiWo-Runde zu sein. Er hat aber auch die wenigsten besonderen Kräfte in seinen Händen, hält sich aus nahezu allem raus …
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    Langsam nähern sie sich einer den meisten Sims unbekannten Bastionen des Meeresvolkes … tief unten am Grund des Atlantiks, während Paka’a eigenen Gedanken nachgeht. Der Käpt’n hätte sich gegrämt, hätte ich die einzige Hoffnung seiner Tochter versenkt, ihre Erinnerung wieder zu finden … Wenn er die ganzen Umstände überhaupt je erfahren würde …, was ich mittlerweile so alles über die Redaktion weiß. Jetzt! Einige Fragen lichten sich so langsam für den Meermann. Manche losen Fäden verknüpfen sich zu einem Bild …
     
    Keiner war dem von der Insel fliehenden Schiff damals gefolgt … Sie hatten alle Hände voll zu tun gehabt mit den ertrinkenden Verwundeten … Keiner des Meeresvolk hatte gewusst, ob Lotta und Kind rettendes Ufer erreicht hatten … Bis jetzt! Aber wieder ist sie verschwunden …
    Efraim hatte immer gehofft, dass es seiner Tochter und seiner Enkelin gut gehen möge, dass sein Rettungsversuch geglückt sei …
     
    Paka’a gleitet Tanuí voran zwischen glatten engen Felswänden hindurch zu einer sich weitenden Halle voller weiterer Meeresbewohner – human anmutenden wie tierlich possierlichen … Zögerlich bleibt Tanuí hinter seiner Begleitung zurück. Was wird jetzt passieren?
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    Stumm wird er eine Weile von allen Seiten beäugt, umschwommen, umkreist - hinter, über ihm … Sie sind überall … Dann ein Raunen, ein Whispern … „Wo kommt er her? Wo war er?“ Wissen alle über ihn Bescheid, über seine Taten? Furcht kriecht wieder in Tanuí hoch, drückt ihn nieder … Immer dichter rücken sie … „Der Käpt’n, er muss es erfahren!“ Der Käpt’n? Auf dem Schiff? Van Houten?

    „Ja, Käpt’n Efraim muss alles erfahren …“, bestätigen weitere Stimmen. Efraim? Kann es sein? Flüssigkeit sammelt sich an Tanuís unteren Lidern, hebt sich seltsam ab von dem ihn umspülenden Meereswassern und wird sogleich wie Bläschen fortgetragen. „Was ist das? Was tut es?“ Finger tippen daran, greifen danach, probieren auf der Zunge …
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    „Tränen!“, erklärt Paka’a, der dies öfter an Land sah. Meeresbewohner weinen … eigentlich nicht. Eigentlich. Dass er das vermag hat er erst nach längerer Zeit an Land bemerkt. Oft sah er sie bei anderen … Mehr der Flüssigkeit sammelt sich in Tanuís Augen. Er leidet!, geht Paka’a auf. Sanft drängt er die sich um Tanuí windende Menge beiseite. „Er wird uns alles erzählen, was wir wissen wollen … Dann müssen wir entscheiden!“ Wissen wollen? Was wissen sie denn noch nicht?,  fragt sich der Bedrängte. Zwei Meerfrauen ergreifen rechts und links seine Hände. Wieder wird Tanuí durch Felsspalten wie ein Fisch an der Angel gezogen.
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    Paka’a und weitere Meermenschen folgen bis zu einer noch größeren, nach oben hin offenen Halle, in deren Mitte sich ein hoher steinerner korallenbewachsener Podest erhebt, denn sie nun entlang aufwärts gleiten bis … vor … ein Tribunal?

    Gestrenge Gesichter blicken Tanuí an … Er erinnert sich, wie Mae einst vor den Inselbewohnern stand und flehte, man möge sie … bewahren … Mae! Wieder treten Tränen aus seinen Augenwinkeln hervor. Lotta wird mir Maes Los nie verzeihen können! Tanuís Gesicht verzieht sich vor Schmerz und Trauer. „Seid nicht gnädig mit mir … Ich habe nichts anderes verdient!“, erhebt er fast tonlos zum ersten Mal die Stimme in diesen unterseeischen Gefilden, bereit jedes Urteil zu empfangen. Er sinkt auf die Knie nieder, das Haupt gebeugt.
     
    „Zuerst einmal … berichte uns, was sich eigentlich genau zutrug!“ Die Stimme klingt weicher als Tanuí erwartet hat. Vorsicht blickt er von unten herauf. Danach … werden sie kurzen Prozess mit mir machen, aber … ich will nichts mehr verschweigen ...   Ein Moment stockt Tanuí in diesem Gedanken. Auch den Magiern hatte er alles erzählte und … lebt noch! Wurde nicht mal in eine Kröte verwandelt, was er seiner eigenen Ansicht nach verdient hätte. Und doch … hofft ein kleiner Funke … auf ein wenig Vergebung! Erwarten darf er sie nicht!
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    „Ich … liebte sie … beide! Lotta wie Mae …“ Traurig senkt Tanuí wieder das Gesicht gen Grund, bevor er weitererzählt. „Ich liebte meine Tochter, meine Insel, meinen Vater, mein Volk …!“ Er atmet einmal tief durch. „Und ich liebte es, zu gewinnen, zu bekommen, was ich wollte … Als ich es nicht mehr bekam …“

    „Oh, eine Liebesgeschichte …“, hört Tanuí ein raunendes verzücktes Seufzen von oben.
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    Schön wär’s, aber das wird wohl gleich keiner mehr glauben … Schonungslos beichtet Tanuí sein hinterhältiges Batuuaner Bündnis gegen alles, was er einst wirklich liebte, seine Eifersucht, sein Begehren nach mehr Macht, seinen vorsätzlichen Verrat an Mae … Nichts lässt er aus, entlastet sich in keiner Weise, klagt sich umfassend selber an … „Niemand anderes hatte die Verantwortung für das, was dann zum Schluss passierte. Nur ich allein!“ Niemand antwortet. Tarek kann kaum noch atmen oder hochschauen, erwartet eine Art Todesstoß … Vielleicht die beste Erlösung! Was hatte ich denn geglaubt? Nur weil Merlin und Malecantus mich nicht aufgespießt hatten? Zu schnell hatte er sich wieder in einen Alltag reingefunden, gelacht, gescherzt …
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    „Du wirst das alles noch einmal wiederholen müssen … vor Käpt'n Efraim Långstrump. Geh‘ nun, Tanuí! Wir erwarten dich, wenn die Westwinde am stärksten wehen … auf der anderen Seite.“

    Uff! Tanuí weiß, was das zu bedeuten hat. Das Urteil über ihn ist nur aufgeschoben! Ob er Takatuka hart am Wind westwärts durch den Pazifik segelnd je lebend erreichend wird, ist fraglich. Im Frühjahr also! Vielleicht ist auch genau d a s mein verdientes Schicksal!
    Und Lottas Vater lebt noch? Tanuí wagt nicht weiter nachzufragen. Ich hab‘ kein Recht dazu ….
    Ich freue mich … für Lotta, wenn es so wäre … Er wünscht ihr alles Glück der Erde …
     
    Noch bleibt ihm etwas Zeit, die er mit den Magiern durch Amerika ziehen darf …, bevor er zur Westküste des Kontinents und über den Pazifik aufbrechen muss.
    Und die beiden Zirkusleute? Kehren sie dann nach Europa zurück und suchen nach Lotta?
    Geben sie ihr die Erinnerung zurück … auch an mich, … wenn ich dann schon nicht mehr sein werde?
    Gerne hätte ich sie noch einmal gesehen … nur ein einziges Mal noch … Lotta und mein Kind!
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    Wieder wird Tanuí an der Hand ergriffen. Paka’a entschwebt mit ihm Richtung Oberfläche …
    Es gibt nichts mehr zu sagen …
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  • 5.7 – Wanderwege … Verbindungen ...

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    Nachdenklich watet Paka’a an den Strand nahe des Wiwo-Hauptquartieres in Windenburg, nachdem sein Fischweif sich kurz zuvor im Niedrigwasser wieder in ein sportliches Beinpaar zurück verwandelte.
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    Sie hatten noch eine Zeitlang in der unterseeischen Bastion debattiert als er dorthin von der Oberfläche, an der er Tanuí in Nähe des Piratenschooners zurückließ, flugs wieder zurückkehrte. Tanuí hätte ihm nicht noch einmal folgen können. Der nautische Atem, den Paka‘a ihm für den nicht ganz freiwilligen ‚Unterwasserausflug‘ gespendet hatte, war aufgebraucht.
     
    Tarek! Was für ein merkwürdiger Name, den die Batuuaner dem ehemaligen Insulaner gegeben hatten. Tanuís vollständig erscheinendes Geständnis über den extraterrestrischen Überfall auf Takatukas war recht erhellend hinsichtlich der damaligen Begebenheiten gewesen. Auch die gezeigte Reue wirkte aufrichtig auf alle Zuhörer … Dennoch gab es beim Meervolk recht widerstreitende Stimmen, wie mit Tanuí weiter zu verfahren sei - die Paka‘ noch sehr nachgehen …

    „Ja, er bereut j e t z t! Aber … das mindert in keiner Weise das Leid der anderen!“

    „Er war noch nicht reif genug, zu unerfahren … Habt Mitleid. Er wusste es nicht besser …“

    „Dieses Ausmaß … lässt sich nie wieder gut machen. Nicht entschuldigen …“

    „Er ist jung an Jahren! Soll er jetzt schon gehen? Er war den Batuuanern nicht gewachsen, ihren Einflüsterungen nicht gefeit … das isoliert aufgewachsene Inselkind …“

    „Denkt an die Folgen für die Geschundenen, nicht an das nachträgliche Leiden des Täters für seine Taten!“

    „Ja, ihr habt recht! Denken wir an die Opfer, die Leidtragenden. Sie sollen über ihn richten!“
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    So wurde es dann auch vom Rat beschlossen. Käpt'n Efraim Långstrump und die anderen Überlebenden sollten Gericht über Tanuí halten …, falls er die Prüfung gegen die Westwinde überhaupt überstehen sollte …
    Das Meervolk könnte … ihn … bei der Überfahrt unterstützen … oder … es lassen!
    „Wir greifen nicht ein, sollte er kentern!“ Eine höhere Macht würde auch noch ein Wörtchen mitzureden haben, ob Tanuí überhaupt noch Gelegenheit erhielte, demütig Gnade vor seinem ehemaligen Inselvolk zu erflehen.
     
    Paka’a gehört zu den gemäßigten Stimmen im Meeresrat …
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    Drinnen im Verlagshaus findet Paka’a Don El Artichoke nebst Bugsy und Shakira dicht mit den Köpfen beieinander über einem Tisch mit tausend handschriftlichen Notizen wie auch diversen Laptops gebeugt vor. Handynachrichten werden nebenbei hektisch gescheckt. Eigentlich fast ein normales Bild einer Redaktion, wenn nicht die Anspannung und Dons Übereifer so greifbar in der Luft zu spüren wären. Paka’a neigt sich von hinten leicht zu Bugsies Ohr vor, umfasst ihre schlanke Taille, drückt sich sanft an sie … „Hallo Liebes!“
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    Etwas aufgeschreckt fährt der Lockenschopf hoch. „Oh, hab dich gar nicht kommen hören!“ Erfreut dreht sich Bugsy weiter zu Paka‘a um, bietet die vollen Lippen zu einem innigen Kuss dar. „Hab‘ dich ganz schön vermisst, die letzten Tage!“ Das hört der Meermann gerne. Klingt aber auch fast so, als hätte sie befürchtet, er käme nicht wieder aus den Weiten des Atlantiks ...
    Ganz so leutselig ist sie sonst selten.
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    „Du hast mir auch gefehlt, Bugsy!“ Ja, hat sie wirklich! So schön es am Meeresgrund ist … Bugsy ist der hauptsächliche Grund, dass er wieder … ‚auf dem Trockenen‘ sitzt. Lächelnd kuschelt sie sich enger an Paka’a. „Oh, da ist aber jemand liebesbedürftig!“, schmunzelt er vergnügt und schließt Bugsy noch fester in seine Arme. Don und Shakira grinsen sich vorwitzig gegenseitig zu. Ja, ja das junge Volk. „Hi, Paka’a!“ grüßen sie im Chor. Der Meermann hebt nur eine Hand zur Antwort während er gerade noch einmal seine Herzallerliebste formvollendet abknutscht: „Mmmmmmm …“
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    Der Puggle Fuchs will auch begrüßt werden. „Jauuuuul!“ Irgendwie klingt er immer liebestoller in letzter Zeit. „Ja, ja, ja, Kleiner. Du kommst auch noch dran!“ lachend beugt sich Paka’a zum kleinen rotbraunen Wolfsbruder hinunter. „Japs, Japs, japs!“ Mehr, mehr, mehr … Ein Abschlussklaps aufs kleine pelzige Köpfen und Paka’a wendet sich wieder seiner Bugsy zu.
    Rummaul! Keiner sieht’s. Warum können Hunde und Füchse keine sichtbare Schnute ziehen? So wie zweibeinige Simse? Mffff, suche ich mir eben … ‘nen anderen Fuchs! Der Puggle-Fuchs trottet wieder von dannen.
     
    „Was macht ihr gerade?“ Neugierig blickt Paka’a auf ein Whiteboard mit großer Weltkarte, einigen Fähnchen und gestrichelten Linien, die in verschiedene Richtungen führen. Soeben ‚pint‘ Don per PC noch ein paar Konterfeis einiger Simse daneben.
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    An der anderen Wand läuft ein kleiner Televisionär mit der scheinbar in Endlosfolge stetig neu verschleppten Lotta während eines Festivals … „Ich kann wohl ein ziemliches Puzzlestück ergänzen!“
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    Paka’as Ankündigung schlägt wie eine Bombe ein. „Wie?! Ich denke … du warst …!“, stottert Bugsy verwirrt.
    „Im Atlantik! Genau! Da war ich!“, ergänzt Paka’a grinsend den angefangenen Satz seines Schatzes. Auch Don und Shakirah halten mitten in der letzten Bewegung inne, stehen wie ein angehaltenes Fernsehbild im Pausen-Modus angewurzelt da. Nur der tatsächliche Film läuft im Hintergrund weiter, Böller krachen immer wieder von vorne los, während eine bewusstlose Lotta von Tanuí weggetragen wird.
     
    Paka’a deutet auf den Bildschirm. „Hab‘ d e n getroffen! Gar nicht so ein schlechter Kerl … wie man meinen möchte!“ Drei Münder öffnen sich weit vor Erstaunen. „Er ist schon auf halbem Wege nach Amerika und trifft dort bald unsere gute Frau Bürgermeisterin Erdnuss.“ Drei Münder klappen wie ein Fischmaul nach dem Luftschnappen wieder zu.
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    „Du kannst den Landleuten alles über Tanuí erzählen, aber uns, den Rat und die Meeresbastionen lässt du bitte außen vor!“, war die unmissverständliche Weisung an Paka’a gewesen. Leicht muss er in sich hineingrinsen. Unterscheiden sie sich überhaupt von den Sixamern? Wir haben wohl doch mehr gemeinsam. Die beobachten aus der Luft 💨👽 und wir … vom Wasser aus 🌊🧜🏻‍♂️. Mit der … Geheimhaltung … halten es doch beide Völker … recht ähnlich.

    Entsprächen die beiden okkulten Gruppen damit nicht schon … zweien von vier Elementen?
    Wer stünde dann für Erde 🌎? Wer für Feuer 🔥?
    Zwei Posten wären noch zu vergeben für … Vampire, Geister und Magier …
    Und Elfen? Was ist mit … Elfen? Oder … Kobolden? Trolle! Vergesst nicht die Trolle …
    Wo … bleibt Santa in dieser Art von Ordnung?
    Ordnung!
    Tanuí hatte von einer Ersten Ordnung gesprochen, die ziemlich für Unordnung im Universum sorgt! So viel steht auf jeden Fall fest.
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    Energisch schüttelt Paka’a den Kopf. Fruchtlose Gedanken … Hirnspielereien … Er tritt an das Board heran, tippt mit der Fingerspitze mitten in den Atlantik. „Dort etwa sind sie jetzt. Die zwei Magier und Tanuí!“ Der Insulaner hatte dem Meervolk  a l l e s erzählt. Auch dass Batuu wohl noch versuchte, sie weiter zu verfolgen …
     
    Don El Artichocke hatte das Trio noch in der Bretagne verortet, der Schilderung der Nachbarin Erín über den Wanderzirkus zufolge. Es kommt wieder Bewegung in die erstarrten Redaktionsmitglieder. Eilig erweitert Don El Artichocke die Skizze und pflanzt das Herrenterzett mitten in den Atlantik.
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    „Miyu und ihre Tochter Yuna müssten irgendwo auf dem Weg Richtung Persien stecken. Farsane …“ Nun tippt der Zeitungsverleger nervös mitten auf den Nordamerikanischen Kontinent, „… steckt aber leider … hier! Elani und Asante sind bereits vom Spionelfchen unterrichtet worden und beraten wohl nun, welchen Weg sie jetzt weiter einschlagen sollten. Jack war untröstlich, dass er nicht vorher nachgeprüft hatte, ob seine ehemalige Bekannte noch an der alten Adresse lebt, bevor er sie Miyu an die Hand gab. Wir hatten ein langes Gespräch. Es war schön, nach so vielen Jahren wieder von ihm zu hören.“ Don El Artichocke hatte nun Bericht über den Überfall und Miyus Lage aus erster Hand.
    Sie würde in der Tat nie wieder zurückkehren können. Nicht mehr aufklärbar - die tatsächlichen Tatumstände. Ihre Tochter Yuna hätte kein leichtes Leben mehr … Auch wenn es ein Unfall war! WiWo würde nie darüber berichten …

    „Keiner weiß, wann Miyu an der vermeintlichen Persischen Adresse auftauchen würde und ob sie nicht gegebenenfalls gleich weiterzieht, wenn sich dort nicht findet, wonach sie sucht. Es machte also nicht länger Sinn für Elani und Asante, sich noch dort hin zu begeben.“, führt Don seinen Gedankenganz zu ende.  Alle wenden sich dem Vorderen Orient auf der Weltkarte zu, wo des Verlegers Fingerkuppe nun hinwandert …
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    „Welche Route würde Miyu nach Japan nehmen? Die nördliche oder die südliche Route der Seidenstraße?“ Shakirah ist immer noch fasziniert von der beherzten Frau, deren Weg sie an den Pyramiden von Gizeh kreuzte. Sie hofft sehr, dass Mutter und Tochter es überhaupt heil bis nach Istanbul schaffen und auch aus dem Zeittunnel wieder herausfinden. Bislang gab es noch keinerlei Lebenszeichen, obwohl Miyu Jack von Zeit zu Zeit eines zukommen lassen wollte … Laut äußert Shakirah ihre Bedenken nicht, möchte Dons Elan in der Suche nicht dämpfen. Miyu scheint sehr durchsetzungsfähig zu sein und Yuna einen starken Überlebenswillen zu haben, beruhigt die Redakteurin der WiWo-Nebenstelle in Del Sol Valley ein wenig ihr nicht minder aufgekratztes Gemüt.
     
    Die so nebenhin rausgelassenen Informationen von Kommandeur Jayyden Lexxo über einen weiteren belebten Planeten hatte sie innerlich aufgescheucht. Noch so etwas wie Sixam? Batuu? Shakirah fragt sich immer mal wieder, was für ein Exemplar an Göttergatten ihre liebste Freundin und Mitbewohnerin Pru sich da an Land gezogen hat.
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    Auch Bugsy ist mit Feuereifer in die Fahndung nach all den vermissten Personen eingetaucht und wendet sich nun aufgeregt ihrem Liebsten zu, um dem die neuesten Erkenntnisse zu entlocken. „Jetzt du, Paka’a! Was hast du von diesem Tanuí zu berichten? Weiß er, wo Lotta steckt?“ Wieder richten sich alle Blicke erwartungsvoll auf den jungen Meermann. „Äh, d a s jetzt nicht. Niemand weiß genau, wohin sie ging.“ Paka’a streicht sich eine Haarsträhne hinters Ohr. „Schweden ist zwar nicht der Atlantik oder der Pazifik, aber groß genug, dass es der Suche einer Nadel im Heuhaufen gliche, wenn man die Region nicht näher eingrenzen kann.“
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    Lotta war ihnen ja sogar ‚entwischt‘ als sie von Takatuka flüchtete, aber den Umstand erzählt Paka’a in dieser Runde nicht. Das würde etwas zu viel über das Meeresvolk und deren eigenen Machenschaften offenbaren. Unglaublich, dass sie die ganze Zeit bis zur erneuten Flucht nicht allzu weit entfernt von Windenburg in San Myshuno weilte. Hätten sie das gewusst … oder Käpt'n Efraim Långstrump … Jetzt ist sie schon wieder verschollen! Paka’as Augen wandern auf der Karte nach oben. Schweden! Irgendwo in Schwe …
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    „Ho ho ho!“, tönt es von der Tür. Clemens hat sich bereits selbst eingelassen und Donner und Blitzen gleich mit. Nun erhält Shakirah erst einmal zur Begrüßung Küsse und Umarmungen ihres geliebten Santas. Die gemeinsamen Zwillinge, die Nikoläuse, sind noch in der Schule. „Ist bereits Weihnachten? Oder warum lässt du schon den Feiertagsschlagruf erklingen, my Darlin‘!“, lächelt Shakirah verliebt ihren bärtigen Bär von Weihnachtsmann an. „Noch ist der Winter nicht angebrochen …“ Lang dauert es aber nicht mehr …
     
    Don lächelt seufzend mit und denkt an seine süße Dulcinea. Clemens hingegen grinst Shakirah nur ausgelassen an. „Ist nicht immer Weihnachten? Hab das ganze Jahr zu tun … Donner, Blitzen! Wollt ihr wohl eure Hufen auf der Fußmatte ordentlich abtreten?“ Clemens wendet sich den beiden Rentieren zu, die gerade etwas misstrauisch den Puggle Fuchs beäugen, der um die Ecke geschlichen kommt, um Neuankömmlinge zu begutachten.
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    Spielen? Jagen? Spielen? Jagen? Wie beim Zeitungs-Entchen anfangs ist sich der Fuchs nicht sicher, ob er dem Jagd- oder dem Spieltrieb folgen sollte. Ach, Ente gut alles gut! Erfreut holt das Rotfell seinen Gummiknochen aus der Ecke, um fangen mit den anderen Vierbeinern zu spielen. Yippiehhh …
    Ganz geheuer ist Blitzen und Donner dieses spitze Mäulchen mit Knochen zwischen den Beißerchen und getarnt mit einem Teddy-Pelz noch nicht …
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    Santa dreht sich amüsiert wieder der Menschengruppe zu. Die Tierchen werden sich schon zusammenraufen. Donner und Blitzen können ordentlich auskeilen … sollte es von Nöten sein.
    „Clemens!“, wird er sofort von Don angesprochen, dem augenscheinlich mal wieder etwas durch den Kopf spukt, was nicht unbedingt Spionelfchen heißt.
     
    Wobei Don durchaus noch die Nachrichten des Redaktionsgeistes aus Amerika verdaut und irgendwie bereits eine Verbindung zu denen von Paka’a ahnt.
    Kann es wirklich sein, dass es sich … um dieselben Magier … handelt, die … Erín und Jayyden traf?  Allmächtige! Grundgütige! Wie klein die Welt doch ist! Als würde sich das alles so ein kleiner dummer Schreiberlehrling an einem wackeligen morschen altertümlichen Sekretär bei flackerndem Kerzenschein im Windzug geradezu aus seinen kleinen stummeligen Wurstfingern und den letzten Resten von Gehirnwindung saugen, um seine dumpfen Eingebungen mit schwarzer öliger Tinte auf ein armes unschuldiges reines weißes Linnen Blatt zu ergießen … So einer und sein Drucker Reuse wären ein ‚herrliches‘ Gespann, ist sich Don sicher. Ein irres Duo dreister Dämlichkeiten, die selbst die dümmste Polizei nicht erlaubt …  
    Äh, hallo Polizei! Wie war das noch mit der dusseligen Brindletoner Polizeistation …? Wer ließ die Falschen bestatten …?

    „Was ist denn, Don?“, wird der Verleger wieder ins Hier und Jetzt von Clemens zurück katapultiert. Santa hat ergeben einige Minuten nach dessen Anrufung ausgeharrt ... Er kennt die Versponnenheit seines Gegenübers, aber gähnende fünf Minuten … D a s ist zu lang des Wartens, ob noch irgendetwas nach dem Ausruf ‚Clemens!‘ folgt.
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    „Ah, ja!“, fasst sich Don augenblicklich wieder und schießt schon auf den nächsten Geistesblitz zu. Diesmal wird Schweden auf der Landkarte beflissentlich mit dem Finger malträtiert. „Duuuuu … lebst doch da irgendwie in der Nähe, Clemens. Am Nordpol … meine ich!“ Wieder wartet Santa eine Weile. Kommt Don irgendwann nochmal auf den Punkt? Glaubt der Verleger, Clemens könne ihm von der Stirn ablesen, wie die vermutlich hinter allem liegende Frage lautet? „Worauf willst du denn nun hinaus, Don?“ Geduldig blickt Santa Don El Artichocke an. Irgendwas Besonderes stünde auf dem Plan, hatte Shakirah ihm nur gesimst und gebeten, in die Haupt-Redaktion zu kommen. Alle Kräfte wären zu bündeln ...
     
    Bevor Don seine Überlegungen weiter anbringen kann, wird Santa in Windeseile auf Stand gebracht und auch Paka’a kann nun endlich von seiner Begegnung berichten. Nach wie vor vermeidet der Wassermann dabei jegliche Schilderung über unterseeische Siedlungen und deren Bewohner. „Besprich dich erst mit den anderen Okkulten … wie sie es halten …, was für Erfahrungen sie haben … Auch wenn die normalen Sims deine Freunde sind. Es ist immer Vorsicht geboten … zu viel unserer Macht, unserer Stärke zu verraten …“ Die Warnungen des Atlantischen Rates tönen noch immer in Paka’a nach. Sie haben wohl recht oder warum tarnen sich auch Sixamer dermaßen? Ein Seitenblick zu Santa …
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    Clemens schaut nur gemütlich zurück. Genauso wie er Jaydden Lexxos Geheimnis wahrte, wird er auch über Paka’as Art nicht mehr verraten als allgemeinhin jedermann zu wissen glaubt.
    Santa kennt die Bastionen tief unten am Meeresgrund. Er kommt rum … zu Weihnachten! Nixenkinder lieben Muschelspielzeug, Bernstein … glitzernde Glasperlen … Leicht zwinkert er Paka’a zu.
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    „Und was soll ich nun bei dem Ganzen tun, Don?“, richtet Clemens nun seine Aufmerksamkeit wieder auf den Verleger.
    „Guck dich da oben nach einem weiblichen Rotschopf um, bitte!“ Des Weihnachtsmanns buschige Brauen heben sich unwillkürlich bei dieser Bitte.
    „Nach … e i n e m?!“ Hat Don eine Ahnung! „Die sind ‚da oben‘ nicht soooo selten …“, belehrt Clemens den Zeitungsverleger.
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    Pffft, Rothaarige in Skandinavien … Erst letztens sind da sogar gleich zwei Rotfüchse an diesem Berghang rumgekraxelt, als Santa einen Funkmast anlieferte! Die Haarfarbe der beiden leuchtete auffällig in der grell reflektierenden Morgensonne auf glitzernder weißer Schneedecke ...  Die beiden Kerle waren zügig fertig mit dem Einrasten der Vorrichtung, konnte Clemens halbwegs von oben erkennen. Der kleinere Typ war auf die Einfassung geklettert …
     
    Clemens gibt es nicht gerne zu, aber der ganze Geschenkeversandt allein ist nicht das ganze Jahr über Abend- wie Kassenfüllend. Ich hab‘ schließlich Unterhaltszahlungen für zwei Nikoläuse zu leisten. Shakirah glaubt allen Ernstes noch, mein Vermögen käme rein aus der ‚Verpackungsindustrie‘.
    Ja, jeder hat so seine Geheimnisse. D i e s e s wird Clemens nicht offenbaren. Aber mal so nebenbei … einen Hubschrauber durch die Wolken zu manövrieren ist ebenso ein Mordsspaß wie mit Rentieren vor dem Schlitten durch die Lüfte zu sausen …
     
    „Klar! Ich halt die Augen offen, Don!“ Ein rothaariges junges Mädel namens Lotta mit kleinem Kind wird also gesucht …! Yupp, Santa wird sich mal ‚da oben‘ spätestens Heilig Abend näher umsehen, wenn er durch alle Kamine schlüpft. Wie er das in einer Nacht macht, bleibt sein ewiges Berufsgeheimnis.
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    Don begibt sich wieder zur Weltkarte. „Bugsy!“, deutet er mit dem Zeigefinger in Richtung Japan. „Wann machst du dich auf nach Ostasien?“ Verwundert blickt die junge Reporterin auf. Sie weiß nichts von Reiseplänen. „Bereise ich Asien in nächster Zeit?“
     
    Verschmitzt grinst der Verleger seine junge Kollegin an. „Das ist dein Ressort, Bugsy! Ich will dich in der Nähe haben, sollten Miyu und Yuna je dort ankommen. Wir kennen den Zielort! Die kleine Skihütte im Norden … Vielleicht kommen sie in ein paar Wochen dort an … wohl mitten im Winter …“ Ergeben zuckt die junge Frau mit den Schultern: „Geht klar, Don!“ Hab‘ ja nur noch ein Studium nebenbei zu absolvieren ... Ich dachte, i c h könnte hier vor Ort recherchieren …
     
    „Clemens, dein Auftragsgebiet liegt hier!“ Wieder tippeln die Finger hektisch auf Schweden herum. „Paka’a! Nachdem das Spionelfchen und Phillipa die Magier nebst diesem Tanuí in Amerika in Empfang genommen haben, heftest du dich an die Fersen dieses verräterischen Insulaners und lässt ihn nicht mehr aus den Augen. Ich will dich nachher ganz dicht dran haben - auf Takatuka …“ Der Meermann gönnt Don El Artichocke lächelnd die Vorstellung, gerade hier der ganz große Stratege zu sein. Völlig unwichtig, dass der Rat der Meervölker schon längst beschlossen hat, dass Paka’a beizeiten zur Stelle zu sein hat, wenn Tanuí an der Westküste Amerikas in See sticht. Im Übrigen … man hat natürlich die Nummern ausgetauscht.
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    „Das Spionelfchen und die Bürgermeisterin Erdnuss kümmern sich um die beiden Magier. Das sind genau die richtigen dafür. Wir dürfen nichts dem Zufall überlassen … Das muss ein Ende haben mit Lottas Amnesie. Seht euch doch nur diese Bilder an!“ Immer wieder aufs Neue fassungslos hebt der Verleger diesen unsäglichen Bildern der ohnmächtigen Lotta bebend seine fast zu Fäusten gekrümmten Finger entgegen.

    „Ach!“, dreht er sich nochmals zu Clemens um. „Da gibt es noch einen Wolf, der die junge Frau begleitet! Ein eigenartiges Tier …“ Delia! Don erschauert innerlich leicht in Erinnerung an diese geisterhaften Träume vor längerer Zeit … „Schau dir den mal an und sag‘ mir … was du davon hältst.“
    Mhm, ein ungewöhnlicher Wolf? In Skandinavien? Bei Odin! Meine Rentiere sind auch nicht ganz von dieser Welt …  Santa erhebt sich wieder, kratzt sich leicht den Bart.
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    „Und was machst … du, Don, … derweil wir alle in der Welt umhergeistern?“, mischt sich nun Bugsy ein. Die Frage dürfte wohl erlaubt sein. Alle sind ganz Ohr. Im letzten Jahr hatte der Verleger hauptsächlich bei den Nachbarn rumgehangen und sich kaum um sein Blatt gekümmert.

    „Äh, i c h knöpfe mir mit unserer Nachbarin Erín, der ehrenwerten ehemaligen Oberrichterin, mal ganz dezent diese dusselige, dusselige Brindletoner Polizeistation vor!“ Don El Artichocke freut sich schon richtig drauf. Dösköppe interviewen ist seine Spezialität. Nachbarin Erín wird die ausreichende Rechtskunde zur Sache aus dem Ärmel zaubern, ist sich Don sicher.
     
    „Und ich schaue mich mal ganz unauffällig auf dem Windenburger Friedhof um, studiere die ‚Kirchbücher‘, wenn es denn welche gibt.“, meldet sich Shakirah noch abschließend zu Wort. Sie blickt auf die Uhr: „Zeit für Mittagessen, die Kinder kommen bald von der Schule heim! Begleitest du mich, Clemens?“ Entzückt erhebt sich Santa sogleich. Den Wink mit dem Zaunpfahl hat er sofort verstanden. Die Schule endet nicht vor 15:00 Uhr, aber so etwas wissen diejenigen ohne Kinder hier im Raum nicht. „Ja, lass uns … aufbrechen … Vorkehrungen … treffen.“, zwinkert er seiner Gespielin vergnügt zu. Und schon sind sie samt Donner und Blitzen weg!
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    „Jaaa, ‘ne Kleinigkeit könnt‘ ich auch vertragen, was ist mit Euch?“ Don fällt auf, dass er kaum einen Happen zum Frühstück hatte. Seit Tagen hat er nur noch Augen für die ganzen Informationen und Nachrichten aus allen Himmelsrichtungen … Er brennt fast wieder wie früher, fällt Bugsy sein neuer Elan auf.
    „Da ist ‘ne nette Studentenkneipe im Univiertel.“, schlägt Paka’a vor. „Anschließend können wir noch beim Entchen vorbeischauen. Bin gespannt, welche Note seine Ducktorarbeit eingebracht hat. Eine hervorragende Arbeit. Musst du wirklich gelesen haben, Don!“ Der Verleger ist recht beeindruckt. Das Daunentier ist die eifrigste Stud e n t e, die er je erlebt hat.
    Hungrig macht sich das Trio auf den Weg …
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    „Ach! Und i c h halte mal wieder die Stellung! Ganz allein!“ Vertriebsqualle Ilsebill schmollt etwas in ihrem Aqua-Büro. „Ohne mich wärt ihr … g a r nichts!“ Laut tackert sie diverse Notizen mit Wumms aufeinander. Tack, tack … „Zack!“ Tack, tack … „Da, noch eine! Zack!“
     
    Drucker Reuse kehrt gerade heim und hört schon von draußen wütendes Getackere. Allmächtige! Schnell verzieht er sich in sein Moderloch im Keller und durch die Nass-Zelle hindurch in das Reich, in das ihm kein Sims folgen kann …
     
    Heimlich schleicht ihm der Puggle Fuchs hinterher!
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    🔮 Nie nich‘ CC oder Mods ins Spiel integriert 😁, Caches immer hübsch fein geleert, Spiel allzu oft repariert, Benutzerordner neu kreiert, stets neues Spiel ausprobiert. 🔮
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    bearbeitet 2. Juli
    I N H A L T S V E R Z E I C H N I S
    Herland
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    ……………………………………………………………………………………………………………………………………………..
    1 PROLOG ……………………………………………………………………………………………………………………………………………..
    2 BEGEGNUNGEN 👩🏼‍🤝‍👩🏻👩🏻‍🤝‍🧑🏽 ……………………………………………………………………………………………………………………………………………..
    3 ERINNERUNGEN 🤔🧠 ……………………………………………………………………………………………………………………………………………..
    4 ORIENTIERUNGEN 👀🧭 ……………………………………………………………………………………………………………………………………………..
    5 WANDERUNGEN 🦶🏻🦶🏻 🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙦🙧🙤🙥🙦🙤🙥🙦🙧🙤
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    bearbeitet 1. April
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    6.1.1 – Wohlan … „Ich schaff‘ das schon!“ …

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    Sie hatte es schon beim Abstieg gespürt. Der Winter kehrt ein. Hier früher als andernorts. Lotta brüht gerade Kräuter für die letzte Teerunde mit der liebgewonnenen Horde auf. Nun, ein Teil von ihnen … war immer herzlich willkommen.
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    Takatuka ist noch mit dem Wolf unterwegs, die Gegend weiter erkunden und vor allem die ganzen Neuerungen für den Wintersportort auskundschaften. Lotta hat ein eigenwilliges und starkes Kind. Der Wolf ist ihm ein guter Hüter. Was wieder einmal fehlt ist jedoch halbwegs angemessene Bildung, die Lotta nicht so ganz zu geben vermag. Es wird Takatuka wohl wie ihr selbst einst als Kind ergehen. Sie werden immer eine Art Wildwuchs bleiben, nur bedingt zivilisatorisch anpassungsfähig. Irgendwie hatte sich Lotta einen anderen Weg für ihr Kind erhofft, aber … so ist es ihnen wohl vorherbestimmt.  So wie diese ungewöhnlichen Kräfte, die sie von anderen immer unterscheiden werden …
     
    „Autsch!“, flucht Lotta unwillkürlich, als sich versehentlich von dem im Kessel erhitzen Wasser ein paar Spritzer auf ihre Fingerspitzen ergießen. Schnell stellt sie das Kupfergefäß ab und flitzt nach draußen, steckt die verbrannte Hand eilig in den Schnee.
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    Fließendes Wasser aus einem Hahn wäre … so schön! Die anderen Häuser - die neu erbauten Ferien- und Funktionshütten da drüben haben alle Wasserleitungen … und Strom.
    Lotta wartet ein Weilchen, bis der Schmerz nachlässt, krümmt ihre Finger im Schnee und formt wie ein kleiner Greifbagger eine handgroße Kugel aus den weißen Flocken, die sie emporhievt und Thorger wie Sven lachend entgegenwirft als die gerade um die Ecke biegen und den kleinen Garten betreten …
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    „Na warte, du Kobold!“ Sogleich greifen sich die beiden prustend auch eine Ladung Schnee und stürmen gemeinsam auf Lotta zu. Hach, manchmal hat diese junge Mutter doch noch einen enormen infantilen Spieltrieb drauf. Die beiden Bauarbeiter fühlen sich an die eigenen Kinder erinnert, mit denen man rumtollte bis sie erwachsen und selber Eltern wurden … aber nicht so früh wie diese junge Frau.
    Lotta weiß sich wohl zu wehren, aber zwei sind einer zu viel …
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    Giggelnd und kichernd landen Sven und Lotta in tiefen Schneewehen. „Sag‘ mal …“, scherzt Thorger, während er weiteren Schnee mit beiden Händen schaufelt, „… warst du da oben nicht ausgelastet genug? Hat Ansgar dich nicht ausreichend rangenommen?“
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    Augenblicklich ist Lotta ernüchtert. War das so zweideutig gemeint wie es gerade rüberkommt?
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    „Der Abstieg war jetzt nicht so herausfordernd gewesen. Ansonsten hatten wir … zu arbeiten!“ Der Rotschopf erhebt sich, klopft sich leicht verstimmt den Schnee aus den Kleidern als auch Reuben, Björg und Himani die Pforte öffnen und sich hinzugesellen. „Hej, wird das eine Schneeparty?“, witzelt die zweite Hand des Bauleiters herum, während er dem Kollegen im Schnee aufhilft, gleichzeitig aber auch merkt, dass Lotta scheinbar etwas aufs Gemüt geschlagen ist.
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    „War doch nicht so gemeint!“ raunt Thorger dem Fuchsköpfchen entschuldigend zu. „Aber, ich meine … ihr wart fast ’ne Woche da oben auf dem Berg und dann … verabschiedet der sich nur so kurz angebunden?! Jeder hat doch gedacht … also … Sag doch auch mal was, Sven!“
    Verlegen fährt sich der Bauarbeiter über das Haar und den blonden Kollegen für seine eigene vergurkte Bemerkung an.
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    Ansgar hatte sich nachgehend zur Gipfelerstürmung wortkarg abseits von den anderen Bauarbeitern gehalten, war Sven aufgefallen. Blake hatte ziemlich gegrinst und sich wohl seinen Teil über die Bergtour von Lotta und Ansgar gedacht. Aber ein durchdringender Blick vom Norweger in seine Richtung und der Fiesling hatte sich sein Feixen schnell wieder aus dem Gesicht gewischt.
     
    Ohne viel Worte stapft Lotta nun allen voran in ihre Hütte. „Tee ist gleich fertig!“, bellt sie etwas genervt hinter sich.  Die fünf Mannen schauen sich alle vielsagend an. „Huuuuu, da ist aber jemand angepiekt. Was ist denn los?“, wispert Reuben den anderen vier zu. „E r hat’s wohl voll dumm angestellt! Echt verkackt, sozusagen …“ Sven nickt leicht mit dem Kopf zu seinem nur an diese Herrenrunde gerichteten ‚geistvollen‘ Kommentar über den Norweger. Alle nicken zustimmend zurück. „Bestimmt! Der kann echt ein Holzkopf sein!“, beteuert Himani.
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    „Mhmm, eigentlich nicht, also … nicht immer!“, widerspricht Reuben nun doch ein wenig. Er hatte öfter das Vergnügen, sich mit Ansgar über Gartentipps auszutauschen. „Jaaaa …“, pflichtet auch Thorger jetzt bei, der zusammen mit Sven und dem Norweger schon mehrere Baueinsätze an verschiedenen Orten hatte. „So ungeschickt ist der sonst auch nicht bei der Damenwelt …“ Alle Köpfe rucken in seine Richtung hoch: „Wieeeeeeee …?“
     
    Doch dann wirbeln alle Köpfe einschließlich Thorgers ruckartig in Richtung Haustür herum.
    „Kommt ihr jetzt endlich rein, oder was? Tee wird kalt!“, ertönt eine lautstarke Ansage.
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    Kopfschüttelnd wendet sich Lotta wieder ins Hausinnere. Zerreißen die sich etwa die ganze Zeit das Maul … nur, weil wir zusammen da oben waren …? Hat Ansgar irgendwas Doofes erzählt? Irgendwas Vorgebliches …, um sich vor den Männern zu brüsten? Das sollte doch eine schöne letzte Teerunde werden. Macht das doch nicht mit blödem Gerede kaputt … Leicht niedergeschlagen füllt Lotta schon mal die Teebecher …
     
    ~~~~~~~
     
    Missmutig stapft Ansgar durch den hohen Schnee, wirft einen Blick zu Lottas Hütte rüber.
    Sie hat fast alle zum Tee eingeladen … nur mich mal wieder nicht! Dabei war ich … freundlich! Hilfsbereit!!! Anständig!!!!!!! Mpfff! Pfeiff drauf!!!!!!!!!!!!
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    Letzte Reste vor morgiger Abreise packt der Norweger noch zusammen, während es sich die Kollegen drinnen bei Lotta gut gehen lassen. Komm‘ mir jetzt bloß noch Blake in die Quere und ich pfeffre ihm eine in seine dumme Visage! Der hat sich doch ungeheuer gefreut, dass offensichtlich nichts lief ….
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    Alle hatten ihn neugierig und erwartungsfroh angeguckt. Dabei ist er nicht mal der Typ, der irgendwem was beweisen wollte oder müsste. Aber irgendwie hatten es doch alle mitbekommen, dass er öfter in Lottas Nähe auftauchte und um sie rumscharwenzelt war.
    Verflucht! Ich Depp! Nur, weil ich … eben … nett bin – eigentlich!
    Ich meine … so ’ne Frau … ganz allein … mit Kind … Kind … Kind … Kind!
    Das letzte Wort hallt bitter in Ansgars Schädel nach.
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    Genau deswegen lässt sie sich nicht leichtfertig auf was ein … Und genau deswegen sollte ich … nichts … leichtfertig versuchen! Ich sollte weiterziehen wie bisher … Mal da eine, mal dort … Nichts Verbindliches … Nichts … mit Verantwortung! Dumpf knallt der Norweger seine Sachen in den Schnee.

    Mist, macht nicht mal ordentlich Krach. Ansgar würde gerne gerade irgendwas scheppernd zerdeppern …
    Wiesooooo!? Wiesooo rege ich mich überhaupt auf?! Ich ziehe morgen früh weiter und … gut ist!
    Wie sonst auch!
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    Ein Kichern ertönt hinter einem Tannenzweig. Für einen Moment erstarrt blickt Ansgar verwundert in die Richtung, aus der das Geräusch stammt. In seinem Brast hatte er niemanden herankommen hören. Etwas Rötliches blitzt durch das Geäst.  Langsam setzt sich der Norweger wieder in Bewegung, nähert sich vorsichtig dem immergrünen Gewächs. Foppt mich der kleine Kobold aus dem Knusperhäuschen von da drüben etwa auch noch?
     
    Langsam umrundet Ansgar den Baum und sieht … Takatuka! Was macht die Kleine hier? Vor ihm hockt Lottas Kind im Schnee, daneben der Wolf mit … einem Stiefelchen im Maul.
    Lotta lässt die Kleine ganz schön selbständig rumlaufen! Das hatte Ansgar schon ein paar Mal verwundert.
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    Dem Norweger ist aber auch aufgefallen, dass das Kind über mehr Kräfte als gewöhnlich verfügt.
    So … wie die Mutter. So … wie ich selbst! Von Anfang an hatte er Lotta auch schon aus diesem Grund neugierig beäugt, ohne sich gleich etwas anmerken lassen zu wollen. Den Bergbestieg hatte er ihr auch deswegen schon ohne Weiteres zugetraut.
     
    „Hast du … dein Stiefelchen verloren?“ Ansgar kniet sich mit gerunzelter Stirn zum Kind hinunter, dass scheinbar keinerlei Angst vor ihm hat, obwohl er nie einen freundlichen Blick in dessen Richtung sandte.
    Nein im Gegenteil. Takatuka grinst ihn geradezu fröhlich an und lacht glucksend: „Schuh weg!“, während sie ihm vertrauensvoll die bestrumpften Zehen entgegen zwackelt.
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    Der bemühte Wolf hat wohl schon längst aufgegeben, dem Kind wieder was über das Füßchen zu stülpen und gibt bereitwillig seine Beute frei, als Ansgar vorsichtig danach greift.
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    Er wird von dem Tier sogar auffordernd in die Seite gestupst. Zum ersten Mal muss Ansgar heute einfach lächeln.
    Na, wenigstens die zwei mögen mich …
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    ~~~~~~~~
     
    „Lotta wir machen uns nur ein bisschen Sorgen … Wenn wir alle weg sind, Morgen …“
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    „… komme ich weiterhin gut allein zurecht! Wie bisher auch! Ich schaff‘ das schon!“, beendet Lotta sehr selbstbestimmt Svens Satz. Irgendwie merken alle, dass sie das Thema nicht weiterverfolgen will.
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    Das sind doch zwei sture Rotkohlköpfe! Sven genehmigt sich etwas verdrossen überschnell einen Schluck aus seiner Teetasse, verbrüht sich fast den Mund dabei: „Umpffff! Mist!“
    Irgendwie hatten sie sich das unter den Kollegen alles zu schön ausgemalt: Lotta und Ansgar! Sie wären auf jeden Fall beruhigter abgereist und der Norweger hat doch so viele berufliche Fertigkeiten … Der müsste eigentlich nicht durch die Welt reisen, könnte sesshaft werden, eine Familie gründen … Familie … Familie … Familie …!
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    Mit der Teetasse in der Hand hält Sven plötzlich inne. Stört ihn vielleicht … ihr Kind? Lotta hat nie … etwas über dessen Vater verlautbaren lassen. Der gutmütige Bauarbeiter schaut nachdenklich zu dem verhaltenen Rotfuchs rüber …
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    Reuben hingegen versucht mit Themenwechsel die Atmosphäre etwas aufzulockern: „Wie weit bist du mit deinem Garten, Lotta?“ Und die geht sofort freudig drauf ein. „Ich glaub, die Auberginen werden wunderbar und d a s bei dieser Witterung. Ich bin begeistert.“
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    Lotta gönnt sich noch einen Schluck des heute fruchtig zubereiteten süßen Tees, bevor sie dem Bauleiter ein paar letzte Pflanzgeheimnisse vor der Abreise abzuringen versucht: „Hast du nun eine Idee, wie ich hier Ingwer ziehen kann, Reuben?“
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    Der Bauleiter guckt Lotta bass erstaunt an. „Ingwer?! Na, da frag‘ wirklich am besten Ansga…“ Warnende Blicke von der Seite. Thorger deutet leicht mit der rechten Handkante eine Hals-ab-Geste an.

    Lottas Augenbrauen heben sich …

    Alles hält angespannt die Luft an …

    Die Tür schlägt unvermittelt speerangelweit auf und …

    … herein stürmt Takatuka! „Ansgah Schuh anzieht!“, platzt sie vergnügt in die Runde. Der Wolf spaziert gemütlich neben ihr herein.
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    Was hatte Ansgar mit meinem Kind zu schaffen? Hoch irritiert blickt Lotta mit geweiteten Augen Richtung Türangel, als erwarte sie, dass als nächstes ein Geist oder der Teufel, von dem man spricht, höchstpersönlich darin erscheine …
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  • ReuseReuse Member
    bearbeitet 6. April
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    6.1.2 – Wohlan … Auf der Hut …

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    Kein Geist oder Teufel war erschienen! Sekundenlang - knapp vor einem Herzstillstand - hatte sie zur offenen Tür gestarrt. Die war aber einfach nur wieder zugeklappt und Lotta kurz und heftig zusammengezuckt.  Hat hoffentlich keiner bemerkt! Es war ihr unangenehm gewesen …
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    „Ähm, ja … sonst noch irgendwelche … Tipps, für meinen Garten … Reuben?“ Scheinbar gleichgültig hatte sie versucht, nach ihrer Teetasse zu greifen und noch gedacht: Mach dich nicht unglücklich!
     
    Machte sie dann aber doch, weil sie leicht fahrig danebengriff.
    „Ach, wie ungeschickt!“, schalt sie sich selber leicht erbost und zig Hände zeigten sich rasch bemüht, aufzusammeln, aufzuwischen und … aufzumuntern.
    „Scherben bringen doch Glück!“, die einhellige Meinung der Herren …
     
    Zu guter Letzt wurde es doch noch eine halbwegs frohgemute Teerunde, aber auch ein bisschen eine wehmütige wegen der ganzen Abschiede. „Wir kommen bestimmt im Urlaub zu Besuch!“, versicherten vor allem Sven und Thorger Lotta gegenüber immer wieder … und sich gegenseitig mit versteckten Blicken, den ‚Holzkopf‘ von mundfaulem Norweger noch vor Abreise mal etwas Bescheid zu stoßen … 
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    Lotta hatte sich nach dem Besuch der Horde dann zur Ablenkung wie auch für den inneren Seelenfrieden ein paar Pflanztröge in ihrer kleinen Werkstatt gezimmert – ganz nach Anleitung von Reuben, der die Tipps eigentlich … von Ansgar hatte.
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    Takatuka liegt nun bereits seit über einer Stunde im Bett, während Lotta den Nachmittag Revue passieren lässt und sich mit ihren noch nicht sehr weit gediehenen Strickkünsten an einem Mützchen für ihre Lütte versucht. Böser Wolf döst nahe bei dem Kind vor dem Kaminfeuer. Wache schiebt er schon lange nicht mehr wie in ihrer früheren Behausung, um Nachtgestalten fernzuhalten.
    Ach je, hier ist doch auch nichts gefährlich …, lacht Lotta leicht in sich hinein. Was die sich alle für einen Kopf um mich machen …
     
    Es ist schon spät und sie muss so herzhaft wie der Wolf gähnen. Ach ja … Zeit, schlafen zu gehen ….
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    Ihr Blick fällt zufällig durch die kleine Fensterscheibe nach draußen in die dunkle Nacht, während sie sich langsam entkleidet … … …
    „Was …?!“
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    Erschrocken sinkt Lotta augenblicklich zu Boden nieder, duckt sich … Atemstillstand!
    Heftiger Herzschlag setzt als Nächstes ein … Dumpf pocht es in ihren Ohren.
    Wer … lauert da draußen? An der Gartenpforte?

    Lotta bemüht sich, auf Knien kauernd das lodernde Kaminfeuer hinter sich zu reduzieren, stochert einige der Scheite zur Seite, um den Lichtschein im Raum zu dimmen.
     
    Vorsichtig wagt sie sich wieder vor, linst seitlich hinter dem Vorhang verborgen erneut durch die Scheibe. Tatsächlich! Da steht eine unbewegliche Gestalt! Ich habe mich nicht getäuscht! Die rührt sich nicht, versteckt sich aber auch nicht. Scheint das Haus zu beobachten.
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    So langsam gewöhnen sich Lottas Augen an das Dunkel der Nacht draußen. Ihre Sinne sind hellwach und geschärft! Es ist nicht Blake, wie sie zuerst befürchtete … Nein! D a s ist … Ansgar! Ihr Puls beruhigt sich bei dieser Feststellung nicht! Ganz und gar nicht. Wenn der Norweger Übles im Sinne hätte … wäre sie geliefert bei seinen Kräften.
     
    Ich brauch‘ … mein ‚Besteck‘! Langsam sinkt Lotta wieder zum Boden zurück, kriecht zu ihrer Truhe voller exotisch anmutender Stoffe und ihrer letzten Garnitur ‚Abstandshalter‘ vor.
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    Sorgsam wickelt sie einen der Degen aus seinem geölten Leder und robbt fast auf dem Bauch, die Waffe eng an die Brust geschmiegt, zurück zum Bett am Fenster.

    Wehe er wagt sich auch nur ein Jota näher. Was will er hier? Hindert jetzt kein Arbeitsvertrag mehr, seinen ‚Lohn‘ für die ganze Hilfsbereitschaft einzufordern? Sie hatte ihn nie um etwas gebeten, für dargebotene Unterstützung aber immer höflich gedankt …
    Sonst nichts! Sonst nichts! Ich gab niemanden Anlass zu irgendwelchen Hoffnungen …
    Misstrauisch äugt sie ungesehen nach draußen.
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    ~~~~~~~~~
     
    Was will ich hier? Ansgar verharrt seit einigen Minuten in der dunklen Kälte vor ihrem Haus.
    Hat sie mich vielleicht schon bemerkt? Da! Eine Bewegung … am Fenster …
    Huuuu.
    Scharf zieht Ansgar die Luft zwischen den Zähnen ein.
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    Oh!
    Jetzt hat sie mich wohl bemerkt! Zieht sich zurück! Schade!
    Aber es war wirklich nicht meine Absicht, heimlich zu beobachten. Ich steh‘ ja schließlich offenkundig am Tor … ich Blödmann!
     
    Nun, nachdem Lotta ihn wohl wahrgenommen hat, wartet Ansgar etwas unschlüssig ab, was jetzt passiert! Macht sie auf? Lässt sie mich rein? Er drängt sich ihr sicher nicht auf …
     
    Unangenehm erinnert sich Ansgar an die ‚Lehrstunde‘, die ihm die Kollegen nach Lottas letzter Teerunde angedeihen ließen …
    „Man, du musst etwas offenkundiger werden!“ Nock* Und schon hatte Ansgar sich die erste Kopfnuss eingefangen. „Sag‘ mal, was fällt dir ein!“, hatte er sich wütend Thorger zugewandt, was ihm - Nock* - gleich eine zweite Kopfnuss von der anderen Seite einbrachte, weil Sven sogleich die Gelegenheit der Ablenkung nutzte.
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    „Schluss jetzt!“, fauchte er nach rechts Sven an und Nock* gab’s wieder was von Links. „Hast‘n Problem mit dem Kind?“
     
    „Quatsch!“, unwirsch schob Ansgar Thorger etwas von sich. Er hätte die beiden älteren Kollegen leicht mit Links ‚einnorden‘ können. Das wussten alle drei, aber irgendwie vertrauten die beiden wohl darauf, dass ihr junger bärenstarker Kollege seine Kraft nicht einfach ausnutzen würde. Deswegen ‚vertrauten‘ sie ihm auch Lotta an.
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    „D u musst den ersten Schritt machen und die Zähne auseinanderkriegen!“, wies Sven ihn letztendlich freundlich bestimmt an. Lotta macht ihn von sich aus nicht, war Sven sich ziemlich sicher … Warum auch immer!
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    Und nun steht er Depp hier vor dem Gartenzaun, weil ihm die beiden Kollegen weiß gemacht hatten, das hätte alles schon so seine Richtigkeit … S i e wüsste es nur noch nicht!
    Leise schilt er sich wieder einen Dummkopf …
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    ~~~~~~~~
     
    Wieso … schlägt der Wolf nicht an? Irritiert blickt Lotta zum Graupelz hin, der müde vor sich hin blinzelt. Böser schläft nicht mal richtig und reagiert trotzdem … kein bisschen? Wo ist sein Spürsinn von früher hin? Mein guter alter Seismograph, mein unfehlbarer Warnradar für Nachtschattengewächse?
     
    Verwirrt schaut Lotta wieder verdeckt von der Gardine aus dem Fenster …
    Steht da, angewurzelt wie eine Statue! Glaubt er wirklich, ich öffne ihm einfach die Tür? Ihre Finger fahren bedächtig über die scharfe Klinge ihres auf den Knien ruhenden Fechtgerätes.
    Ich hab‘ das Training in letzter Zeit vernachlässigt! Muss es wieder aufnehmen!
    Unverwandt mustern ihre Augen dabei heimlich die dunkle Gestalt draußen in der Kälte, während ihr diese Gedanken durch den Kopf fegen.
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    Leuchten … seine Augen? In der Dunkelheit?
    Vorhin hatte Lotta schon einmal diesen Eindruck gehabt, wenn das Mondlicht auf den Norweger fiel.
    Wie ein Wolf!
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    Wieder schaut sie zum Tier vor dem Kamin … Kennt … ihr euch? Wenn du doch nur sprechen könntest! Ich würde mehr verstehen, was um mich herum passiert!
    Böser Wolf bleibt stumm liegen …
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    Er hat ihr nichts getan und dennoch … bleibt Lotta auf der Hut vor Ansgar!
     
    Sie fröstelt, aber nicht vor Kälte. Lotta kuschelt sich mit mittlerweile doch etwas kleineren Augen etwas tiefer in das Daunenkissen, drückt die kalte Schneide sprungbereit an die Brust. In Gedanken geht sie die letzten Wochen durch, die Begegnungen im Wald, die Bergbesteigung …
    Ich habe ihn in keiner Weise ermutigt, oder? So wandern die Gedanken eine Weile hin und her, während sich draußen … nichts tut. Zermürbend … Ermüdend …

    Mattigkeit legt sich lähmend über sie … Es ist … schon seeeehr spät …
    Darf nicht einschlafen … Muss wachsam seeeeeiiiiiinnnnn …
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    6.1.3 – Wohlan … Sie wagt nicht mehr …

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    Dämmerung?
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    Oh Gott, wann bin ich eingeschlafen!
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    Wie ein Klappmesser schnellt Lotta aus der Rückenlage hoch …
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    Doch sofort zieht sie den Kopf auch wieder ein und vom Fenster zurück.
    Wo … ist mein ‚Gerät‘? Aufgebracht wühlt Lotta mit beiden Händen in den Laken ihres Bettes … Oh je, fast zwischen Bettkasten und Wand gerutscht. Eilig fingert sie mit rasendem Herzklopfen die schmiedeeiserne Klinge aus dem schmalen Spalt wieder hervor, umpackt fest das Heft des Schwerts und blickt wild nach draußen … … … … …
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    Niemand! Ihre Augen flirren über die schneebedeckte Landschaft. Die Sonne geht bald auf. Die anderen müssten jetzt fort sein! Ist e r mit ihnen gegangen? Ansgar ist nirgends zu entdecken.
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    Langsam gleitet Lotta von ihrem Schlaflager herab, zieht sich behände etwas Wärmendes über und schleicht geduckt zur Außentür vor. Ganz Vorsichtig, Zentimeter für Zentimeter, schiebt sie sich zur leicht geöffneten Tür vor. E r könnte dahinter lauern … oder fort sein.
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    Wieso kriegt der Kerl nicht den Mund auf und sagt, was er eigentlich will? Dann hätten wir es hinter uns!
    Lotta stockt!
    Und wieso krieg‘ ich nicht die Zähne auseinander und sage, wenn ich mich bedrängt fühle?

    Weil es ihr unheimlich ist, dass Ansgar ihr an Kräften ziemlich überlegen ist … Und … weil er so … schweigsam ist und … so eisig … und … weil … weil … weil …

    Verdutzt blickt Lotta sich um. Hier ist niemand mehr! Sie richtet sich halb auf, lässt das schlagbereit in der Hand gehaltene Schwert sinken. Er … ist … fort!
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    Sie sollte erleichtert sein! Ja, genau! B i n  i c h  e r l e i c h t e r t! Der winzig kleine Funken Enttäuschung, der da in ihr hoch zu kriechen droht, wird gnadenlos beiseitegeschoben.
    Sie wagt in d e r Hinsicht nichts mehr! Nicht mal einen minimalen Gedanken …
     
    Lotta erhebt sich gänzlich, legt ihr ‚Besteck‘ sorgsam wohlverpackt zurück in die Truhe.
    Ich muss nach meinem Kind schauen! Nichts anderes zählt!
    Mhm, hab‘ ihm vielleicht ein wenig Unrecht getan! Nun ja!
    Achselzuckend dreht Lotta sich um … Ist Zeit, Frühstück für Takatuka zuzubereiten …
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    Und dann nachher … der neue Job! Lotta ist schon ganz gespannt. Sie hatte sich ganz allein noch eine weitere Erwerbsmöglichkeit in diesem neuen Wellnessbereich mit heißer Quelle an Land ziehen können. Himmlisch! Die haben fließend Wasser und ich kann dort täglich duschen. Takatuka wird sie auch ab und an dort einschleusen können für ein richtiges Bad der Kleinen. Mhmmmmm …
     
    Sie kann d a s zwar noch nicht richtig, aber … sie sei ein Naturtalent hatte ihr der Manager nach einer Probestunde mit schwedischer Massage versichert … Ihre recht zupackenden und zugleich sanften Hände seien genauuuu goldrichtig dafür …
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    So! Kind gefüttert, Wolf versorgt! Schade, dass beide wieder auf sich selbst aufpassen müssen. Lotta macht sich auf den Weg zu ihrem ersten Arbeitsplatz für den heutigen Tag.
     
    Hach, der Tag verspricht gut zu werden … mit einem wohltuenden Bad in heißer Quelle zu Mittag!
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    6.2.1 – Wahnwitz … Wähle Weise, Asante …

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    Hatte er es doch geahnt! Dieser blauhäutige Scharlatan …
     
    Asante hatte es gleich vermutet, dass hinter dieser auffälligen Färbung etwas Verborgenes steckt. Die letzten Tage hatte er ihren Gastgeber immer wieder heimlich beobachtet, die langen Gänge dieses verwinkelten Prunkbaus verdeckt nach weiteren Hinweisen abgesucht …
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    Seine militärische Ausbildung macht sich mal wieder bezahlt, denn nun … hat Asante d e n Raum entdeckt, der ihm alles über die wahre Gestalt dieses windigen Palastbesitzers offenbart. Dabei geht es dem ehemaligen Militaristen und Sportstudenten nicht einmal allein darum, dessen Geheimnis zu enttarnen! Nein, nein! Asante liebäugelt schon lange … mit allem, was der Verstand nicht ganz greift. Ganz entgegen seiner sonst pragmatischen und logischen Ausrichtung, aber … das ist für manchen Afrikaner auch kein Widerspruch, wenn er … auf dem südlichen Kontinent aufwuchs.
     
    Elani war zu lange weg. Sie hat keinen Sinn mehr dafür ... Asante hat ihr daher nie von seinen ‚Ausflügen‘ in die Welt des Vodoo und anderer schamanischer Versuchungen erzählt. Selbst beim Militär praktizierten es einige …
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    Mehr noch leckte er Blut im Studium, als er in den Geheimbund eingeweiht wurde … Ach, diese wundervollen Initiationsriten … Leise lacht Asante in sich hinein in Erinnerung an eine recht frivole Studentenzeit … Ähäm!
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    Asante versucht sich wieder auf die vor ihm liegende Aufgabe zu konzentrieren … Eben hatte er ihren Gastgeber aus diesem Zimmer schlüpfen sehen und einen Blick auf schier unglaubliche Dinge erhascht.
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    Andere Räume dieser Anlage hingegen fand Asante bei seinen ‚Inspektionen‘ vollgestopft mit unsäglichen Reichtümern und ganz offensichtlichem ... Diebesgut! Asante vermutet schon eine Weile, dass sie sich in einer Räuberhöhle befinden. Auch darüber hatte er bislang Elani und Keito gegenüber geschwiegen, um sie nicht zu beunruhigen. Wer weiß, was Keito daraus machen würde … Asante ist sich zuweilen nicht so sicher, ob nicht irgendwelche Gene von Terence in seinem Neffen zweiten Grades nachwirken.
    Elani hatte sich schon wirklich einen feinen Partner erwählt … Nein! Das ist ungerecht!, mahnt sich Elanis Cousin. Sie hatte sich nur übertölpeln lassen.

    Mitternacht ist schon längst vorbei. Asante lauscht auf weitere Geräusche im Gemäuer, nachdem ‚Blauhaut‘ - wie er den Geheimnisvollen insgeheim nennt – sich verzogen hat. Elani und Keito schlafen schon seit ein paar Stunden. Das Leben im Prunk ist hier recht angenehm, einlullend … Und sie sind im Moment auch ratlos wie es weitergehen soll, nachdem das Spionelfchen ihnen aus Amerika funkte, dass Farsane nicht in Persien, sondern dort bei ihr im Wilden Westen sei.
     
    Mist! Das wirft die ganzen Pläne durcheinander, in nächster Zeit auf Miyu und ihre Tochter Yuna zu treffen! Leise flucht Asante vor sich hin, wirft noch einmal einen Blick nach rechts wie nach links …  Alles still!
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    Wachsam nähert er sich diesem mysteriösen Raum, greift vorsichtig nach dem Türgriff. Unverschlossen?! Langsam drückt er die Klinke nieder und öffnet die Tür einen Spalt weit. Zum Glück kein Quietschen der Scharniere! Er schiebt die Tür weiter auf, schlüpft schnell in die nur leicht erhellte Dunkelheit des Zimmers und schließt sogleich hinter sich zu. Von innen steckt ein Schlüssel.

    Will wohl nicht gestört werden bei seinem Treiben … Ich auch nicht!, grinst Asante vor sich hin. Der Mond beleuchtet neben anderen leicht fluoreszierenden Gegenständen leicht sein Antlitz. Einen Moment braucht er, um sich mit den wenigen Lichtquellen im Raum ausreichend orientieren zu können.
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    Sorgsam untersucht Asante einen Gegenstand nach dem anderen, ohne diese außerordentlich magisch wirkenden Dinge mit den Händen zu berühren. Wieder steigen Erinnerungen an Preity, Yasemine und all die anderen empor … Was sie wohl machen? Immer noch fleißig am Studieren? Erneut schwelgt er in vergangenen Bildern magischer Momente … der einen wie der anderen Art …
     
    Sie hatten ihn in einige Kunstfertigkeiten eingeweiht – seine Kommilitoninnen … in jedweder Weise … Und auch er hatte Einiges … zu bieten, kam nicht mit leeren Händen und ging auch nicht ohne …
    Nein, er war kein Mönch, auch wenn sie zuweilen Kutten trugen …
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    Asante verspürt ein leichtes Ziehen von Entzugserscheinungen bei seinen gedanklichen Abschweifungen …
     
    Da legt er doch lieber erneut sein Augenmerk auf diese mythischen Artefakte vor ihm. Asante glaubt unbesehen, dass sie alles an Macht und Magie übersteigen, was er je zuvor erblickte.
     
    Es braucht einen Zauberer, um Lotta von ihrem Fluch zu erlösen. Und es braucht zwei von dieser Art, hatte Asante verstanden. Dieser Wandermagier hat sich doch längst aus dem Staub gemacht, hat seinen Schaden nicht wieder behoben! Ganz geheuer war ihm Malecantus nie gewesen. Asante war ihm aber auch nur einmal begegnet. Merlin war in Ordnung, aber sein merkwürdiger magischer Kumpel mit Vorliebe fürs Stricken … Sein suchender Blick bleibt unvermittelt an etwas haften …

    D a s ist vielleicht der Stein der Weisen! D a s könnte vielleicht alle Probleme auf einen Schlag lösen …
    Fasziniert betrachtet Asante das in einem mit unverständlichen Spruchbändern verzierten kupfernen Globus schwebende und geheimnisvoll glänzende Gebilde. Es gelüstet ihn, danach zu greifen.
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    Langsam … streckt der Ex-Student die Hand aus ...
     
    ~~~~~
     
    Das entwickelt sich ja prächtig! ‚Blauhaut‘ freut sich mächtig, reibt sich die Hände. Aus sicherer Entfernung beobachtete er wie Asante d e n Raum betrat.
    Jetzt heißt es nur noch abwarten. Der Tölpel wird nicht widerstehen können …
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