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Kommentare
* * *
"Hallo, Salim.", lächelte die Seniorin. Salim hauchte ihr einen Kuss auf die Wange.
Er und Trude hatten sich in der Stadt verabredet und wollten etwas über den Markt bummeln. Da es aber nun schon recht kühl und auch spät geworden war, beschlossen sie, lieber zu Trudes Haus zu fahren und die Nacht gemeinsam zu verbringen.
"Hat deine Tochter sich gemeldet?", fragte er, als sie ankamen.
Trude setzte eine Kanne Tee auf und beide nahmen auf der Couch Platz. "Ja, in der Tat.", antwortete sie. "Sie wird nicht kommen.
"Das tut mir leid." Salim wusste, wie sehnsüchtig sie darauf wartete, dass ihre Tochter zu Besuch käme.
"Das muss es nicht. Ich gestehe, ich habe ohnehin nicht daran geglaubt." Sie lächelte, aber in ihrer Stimme war deutlich die Enttäuschung zu hören. "Sie ist eben sehr beschäftigt und es ist eine weite Reise. Besonders für den Jungen."
"Sie hat doch sicherlich irgendwann auch mal Urlaub."
"Es ist lieb, dass du dir Gedanken machst, Salim, aber in Grunde spielt es keine Rolle."
Es gefiel ihm nicht, seine Freundin so zu sehen. Sie hatte ein reines Herz und verdiente es, endlich ihren Enkel kennen zu lernen. Aber sie machte auch deutlich, dass sie darüber kein weiteres Wort verlieren wollte.
"Wie geht es denn euch in Willow Creek?"
"Ganz gut soweit.", antwortete Salim wahrheitsgemäß.
"Zwei Teenager sind zeitweise etwas anstrengend. Aber das wird vorbei gehen.", lachte er.
"Wie ist Oryana mit dem jungen Mann verblieben, den sie so gut fand?"
"Markus? Ich glaube das ist vorbei. Er war scheinbar zu besitzergreifend.", schmunzelte Salim.
Auch Trude huschte ein amüsiertes Lächeln über die Lippen. "Sie ist wohl noch etwas unentschlossen, was sie möchte..."
"Ich fürchte, was das angeht, schlägt sie derzeit etwas nach ihrer Mutter." Salim zuckte mit einer Schulter und nahm einen vorsichtigen Schluck aus der dampfenden Tasse.
Die Seniorin lachte herzhaft: "Ich bin nur froh, dass ich diesen Lebensabschnitt hinter mir habe."
"Das bin ich auch. Dieses ständige Suchen und taxieren, beschnuppern, lieben, streiten, enttäuschen, ..."
"Da ist es doch viel schöner, wie es jetzt ist. Meinst du nicht?" Trude schenkte ihm ein herzliches Lächeln. Er spürte, wie sich angenehme Wärme in seiner Brust ausbreitete.
"Ich bin froh, dass du mich in der Bibliothek angesprochen hast.", sagte er sanft.
Liebevoll drückte sie seine Hand. "Das bin ich auch."
Süß, wie sie da mit Salim ihre Zeit verbringt.
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EA-ID: Erdmute-Rebenvon
Heute gibt's wieder etwas ganz kurzes. Das nächste Mal wirds wieder länger. Versprochen ☺️
* * *
"Ich sollte bald wieder zurück zu meiner Familie gehen.", sagte Salim.
Trude schmunzelte in sich hinein. "Höre ich da ein wenig Bedauern heraus?"
"Ja, du hast mich erwischt."
"Salim, wir haben so schöne Zeiten zusammen. Warum ziehst du nicht her?"
Salim staunte nicht schlecht über diese Frage. Sie kannten sich erst seit wenigen Wochen. Auf der anderen Seite waren er und Trude Senioren und wer wusste schon, wie viel Zeit ihnen noch blieb?
"Ich möchte dich keinesfalls bedrängen.", fuhr Trude fort. "Und ich weiß, du bist Größeres gewohnt. Aber ich liebe dieses Haus. Und ich bin allein, Salim. Wenn du bei mir sein möchtest, freue ich mich wahnsinnig. Aber falls du bei deinen Kindern bleiben willst, bin ich die Letzte, die dir deswegen Vorwürfe machen würde."
"Diese Woche beginne ich meine Rente. Dann habe ich genug Zeit, mich um alles zu kümmern."
"Ist das ein Ja?"
"Ja, Trude, das ist ein Ja. Ich liebe den Gedanken, meine Tage mit dir zu verbringen."
"Du machst mich damit zu einer sehr glücklichen Frau."
"Das ist alles, was ich möchte. Aber jetzt muss ich los und mich für die Hochzeit vorbereiten." Salim küsste sie sanft und machte sich auf den Weg nach Willow Creek.
Wie kann sich aber auch die eigene Mutter nochmals im Alter verlieben? Unerhört! Dabei hatte sie Vater doch die ewige Treue versprochen. Was kann er dazu, dass er vor ihr gestorben ist? Soll Sie doch bitte auf ihn warten, bis sie sich im aufgelöst sein wieder sehen. *Ist jetzt nicht meine Meinung zur Liebe im Alter. Aber es gibt da schon einige erwachsenen Kinder, die der Ansicht sind, dass es ab einem gewissen Alter nicht mehr sein soll.*
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EA-ID: Erdmute-Rebenvon
* * *
An diesem Tag war es soweit. Die Gäste hatten sich versammelt und plauschten munter miteinander. Aus einiger Entfernung klang es nach einem Durcheinander, wie es nur auf einem großen Straßenmarkt zu finden war.
Salim saß an einem der vorderen Tische und behielt die Gesellschaft im Auge. Erst nachdem auch der letzte Gast das Willkommensgetränk genossen hatte, stand er auf und ging mit ruhigen Schritten auf die Bühne. Dort wartete er geduldig, bis das geschäftige Schwatzen verstummte.
"Lucas Bishop,", sagte er dann mit kräftiger Stimme, "komm bitte zu mir." Lucas kam vom oberen Stockwerk die Treppe herunter gelaufen. Mit gewohnter Lässigkeit zog er an den Gästen vorbei, um auf der Bühne seinen Platz einzunehmen.
"Nirvelli Hickenbottom,", ertönte wieder Salims Ruf, "komm bitte zu mir."
Langsam und bedächtig ging sie Stufe für Stufe herunter. Mit beiden Händen hielt sie den Rock ihres langen Kleides einige Zentimeter in die Höhe, um nicht auf den Saum zu treten. Als sie die letzte Stufe hinter sich gebracht hatte, sah sie auf. Die Gäste hatten sich zu ihr herum gedreht. Jeder im Raum sah sie an und sie spürte, wie ihr die Nervosität in den Kopf schoss. Sie war es nicht gewohnt, der Mittelpunkt des Geschehens zu sein und all diese erwartungsvollen Gesichter folgten ihr nun auf Schritt und Tritt.
Ihr Blick wanderte über den Zuschauerraum und führte ihre Aufmerksamkeit schließlich auf Lucas. Mit verzaubertem Blick stand er da und himmelte sie an. Seine Augen leuchteten und sein ganzes Wesen strahlte vor Freude. Sie lächelte ihm liebevoll entgegen. In diesem Moment erkannte sie, dass dieses hier genau das war, was sie wollte. Wo gerade noch die Nervosität an ihrer Haut gescharbt hatte, breitete sich jetzt Vorfreude aus. Vorfreude auf das Ereignis, das so dicht vor ihr lag. Und auf das gemeinsame Leben, das sie erwartete.
So setzte sie einen Fuß vor den anderen und wäre am liebsten gerannt, um endlich die Frau dieses Mannes zu werden. Und schließlich stand sie dort oben, neben ihrem Lieblingssim.
"Nirvelli, mein ältestes Kind.", begann Salim mit herzlichem Blick. "Es ist kein Geheimnis, dass du nicht meinem Samen entsprungen bist. Aber jeder, der uns kennt, weiß, dass dennoch mein Blut in deinen Adern fließt. Voller Stolz sage ich der ganzen Welt: Du bist meine Tochter. Und als dein Vater ist es mir eine Ehre, deine - eure Verbindung zu führen.
Sunnae und Mundao liebten einander, wie ihr es tut. Sie versprachen sich ewige Freundschaft und Zusammenhalt.
Keine lebende Bindung währt ewig und sicher. Sie braucht Zuwendung. Pflege und Aufmerksamkeit. Aber auch Mut, Respekt und Ehrlichkeit.
Auch euch verbindet die Liebe. Doch aus Liebe wird schnell Eifersucht. So geschah es auch Fieroä, der aus Eifersucht einen Teil seiner selbst auslöschte.
Damit lehrt er uns die Macht der Gefühle.
Liebt euch innig, begegnet euch ehrlich. Gedenkt immer eurer Freundschaft. Haltet zusammen. Und denkt daran, dass aus Wut, Trauer und Schmerz auch immer etwas Neues entstehen wird. Ihr habt es in der Hand."
Bedeutungsvoll schwieg er und nickte seiner Tochter zu.
Das Brautpaar drehte sich halb herum, so dass sie einander anschauten. Nirvelli atmete tief durch, nahm Lucas' Hand und sagte:
"Beim Blut Sunnaes liebe ich dich, Lucas Bishop." Sie schob einen Ring mit rotem Stein auf seinen Ringfinger.
Lucas schluckte und auch er nahm die Hand seiner Angetrauten.
"Bei der Kraft Mundaos liebe ich dich, Nirvelli Hickenbottom." Ihr Ring trug einen blauen Stein.
Salim wartete einige Sekunden, bis das Paar seine Blicke wieder auf ihn gerichtet hatte.
"Mit Fieroäs Segen traue ich euch im Namen von Sunnae und Mundao. Mögen Glück und Zufriedenheit euch treu sein."
Lucas und Nirvelli waren verheiratet. Glücklich küssten sie sich, verließen die Bühne und gemeinsam mit den Gästen gingen sie nach draußen. Salim stieß auf das junge Paar an und in gut gelaunter Runde nahmen alle das zweite Getränk zu sich. Viele der Gäste nutzten diese Zeit, um Lucas und Nirvelli zu gratulieren, bevor sich alle zum Essen an die Tische setzten.
Anschließend ging die Gesellschaft ins obere Stockwerk, wo das Brautpaar nach kurzen Unterhaltungen den ersten Tanz begann.
"Ich glaube, wir sind echt gut darin.", flüsterte Lucas seiner Braut zu.
"Worin genau?"
"Im verheiratet sein."
Nirvelli lachte verliebt: "Wir sind gerade mal zwei Stunden verheiratet."
"Und es läuft doch bisher ganz gut."
"Ja,", nickte sie, "das tut es."
"Ich liebe dich.", sagte er.
"Ich liebe dich auch."
Sie hatten nur Augen für einander und merkten nicht, wie sich die Tanzfläche füllte. Nirvelli gab sich der Musik hin, vergaß die Zeit und alles andere um sich herum. Sie hätte nicht sagen können, wie viel Zeit vergangen war, aber als sie völlig erschöpft die Augen öffnete, waren einige der Gäste bereits gegangen. Etwas verwundert drehte sie sich herum und sah in Tane Gesicht.
"Es ist wunderbar, dich so glücklich zu sehen." Mit einer herzlichen Umarmung verabschiedete auch er sich.
"Ich kann einfach nicht glauben, wie schön du bist.", raunte Lucas und küsste seine Braut.
"Es war ein langer Tag,", lächelte sie. "Wir sollten uns umziehen und etwas entspannen."
Er nickte. Jetzt, wo sie es ansprach, bemerkte er, wie müde er war.
Wenige Augenblicke später ließen sie sich ins warme Wasser des Whirlpools sinken.
"Du meine Güte, ist das angenehm.", seufzte Nirvelli.
"Mhmmm."
"Ich hatte einen unfassbar schönen Tag, Lucas."
"Das hatte ich auch."
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Da taucht man wirklich in deine Welt.
Auch die spätere Feststellung, dass man gut "im verheiratet sein" ist.
Mal sehen, was er nach den ersten 8784 Stunden sagt?
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EA-ID: Erdmute-Rebenvon
@SpionelfchenNaseweiß ich bin auch gespannt ^^ bisher war er sich ganz entspannt, trotz hitzköpfigem Merkmal. Da wird bestimmt noch das ein oder andere Hindernis kommen.
* * *
An dieser Stelle muss ich leider einen kleinen Zeitsprung machen.
Die folgenden Spieltage habe ich stark zwischen verschiedenen Haushalten gewechselt. Dabei sind folgende Ereignisse nebenbei geschehen:
Nirvelli wurde schwanger. Ihre Schwägerin Kim stellte fest, dass es sich um ein Mädchen handeln würde. Aus diesem Grund fällt die Abstimmung für die Namenvergabe dieses Mal aus. Denn die 3. Generation wird mit einem meiner Wunschcharaktere beginnen. Name und Aussehen gibt's dann zu späterem Zeitpunkt.
Nachdem Nirvelli also erfuhr, dass sie bald Mutter werden würde, legte sie sich noch einmal richtig ins Zeug, um ihr Studium zeitig abzuschließen. Für ihr letztes (und 3.) Semester belegte sie also ganze 4 Kurse. Trotz leichter Bedenken hat sie diese Aufgabe mit Leichtigkeit und Bravour erledigt. Nach nur 3 Semestern hat sie einen grandiosen Abschluss von 1+ in Computerwissenschaften geschafft.
Da sie nun das Wohnheim verlassen musste, zog sie gemeinsam mit Lucas nach Willow Creek in ihr elterliches Baumhaus.
Etwa zur gleichen Zeit packte auch Salim seine Sachen, um mit Trude in ihrem kleinen Häuschen im Nachbarort Newcrest zu wohnen.
Nirvelli konnte sich vor Jobangeboten kaum retten, entschloss aber, erst nach der Geburt des Kindes den neuen Job zu beginnen.
Lucas muss noch 2 Semester studieren. Er konnte seine Noten weiter verbessern, nachdem er im ersten Semester nicht besonders gut dastand. Allerdings kam 2 Tage vor Semesterende seine Präsentationswand abhanden und er konnte die Semesteraufgabe nicht erfüllen. Nach Austausch mit seinem Dozenten war das natürlich nicht sehr ideal, aber da er auch sonst hart gearbeitet hatte, bestand dennoch die Chance auf eine zufriedenstellende Note...
Die Tochter von Lucas und Nirvelli kam zur Welt und die junge Mutter nahm schließlich eine Stelle als Computeringenieurin (Stufe 7) an.
Oryana hatte in der Zwischenzeit ebenfalls ihre 5 auf eine 2 bringen können und auch in ihrer Pfadfindergruppe stand sie gut da - mit allen Abzeichen in der Tasche.
In Kürze wird sie ihre Teenagerzeit vollendet haben.
Das wird der Moment, in dem wir wieder einsteigen.
Dazu beim nächste Mal.
Die Gäste nahmen Platz und Mandy, als die Familienälteste, nahm ihre Tochter an der Hand und führte sie nach vorn. Stolz betrachtete sie ein letztes Mal das Jugendliche Aussehen ihrer Zweitgeborenen, nahm sie dann in ihre Arme und drückte sie fest an sich. Sie schloss die Augen und konzentriert murmelte sie die uralten Worte:
"Baktah quelleth en boktuh. Esch nemek Mundao. (Meine Kraft sei nun deine Kraft. Im Namen Mundaos.)"
Kaum war ihre Stimme verklungen, fühlte Mandy die Wärme in ihrer Mitte, leicht oberhalb des Bauchnabels. Für den Bruchteil einer Sekunde war es, als würde ihr Körper schwerelos im Raum treiben, bevor sie wieder den Boden unter den Füßen spürte.
Oryana atmete tief ein. Es war ein wunderbares Gefühl, als die liebevolle Wärme der Ältesten sich in ihr ausbreitete - angefangen in der Körpermitte, dann ausstrahlend in Arme und Beine.
"Ich danke Sunnae für Obhut, die ich erfahren habe. Ich ehre Mundao für sein Geschenk, das ich erhalte."
Mit einem tiefen Gefühl der Verbindung lösten Oryana und Mandy die Umarmung und strahlten sich liebevoll an.
"Danke, Mama.", flüsterte Oryana. Sie wusste, welch wertvolles Geschenk ihr gegeben wurde. Sie hatte einen Teil der Lebensenergie ihrer Mutter erhalten und war nun bis zum eigenen Ende mit ihr verbunden.
"Ich gratuliere dir, Schatz.", antwortete Mandy.
Oryana spürte, wie die frische Energie in ihrem Körper zu wirken begann. Solch eine Freude spürte man nur bei den Verwandlungen. Voller Glückseligkeit wirbelte sie herum und das Wunder war vollbracht. Ihr fünfter Lebensabschnitt hatte begonnen.
Die Familie applaudierte und johlte freudig. Die Zeremonie war erfolgreich und nun war die Feier eröffnet.
In gelassener Stimmung wurden Geschichten erzählt, andere aßen und tranken.
Oryana selbst hatte nach dem Geschenk ihrer Mutter den Drang, sich zu bewegen. Sie tanzte fröhlich und ausgelassen.
Nirvelli und Lucas gesellten sich zu ihr. Mit Nirvellis neuer Arbeit, dem Baby und Lucas Studium hatten sie nicht viel Zeit füreinander. So genossen sie es umso mehr, nun endlich etwas beieinander sein zu können.
Einer der Angestellten sprach den Ehrengast überraschend an.
"Verzeih,", begann er höflich, "ich möchte nicht lange stören. Aber ich hoffe, eine Gratulation ist mir gestattet." Er verbeugte sich vor der jungen Frau, die ihn überrascht ansah.
"Vorsicht,", lachte sie dann, "ich könnte mich daran gewöhnen."
"Das wäre nichts Schlimmes."
"Tanzt du mit mir?", fragte sie verspielt.
Er nickte. "Es ist mir eine Ehre."
"Das glaube ich ja nicht!", erklang plötzlich Nirvellis Stimme.
"Schön, dich wieder zu sehen.", schmunzelte der junge Mann.
"Ihr kennt euch?" Oryana sah verwundert von ihm zu ihrer Schwester.
"Das ist..." Nirvelli konnte gerade noch ihre Worte bremsen, bevor sie etwas gesagt hätte, was mancher vielleicht als unhöflich empfinden konnte.
"Ist das der Herr, um den es ging?", fragte der Angestellte und deutete mit einem Nicken auf Lucas.
Nirvelli drehte sich kurz herum. "Ehm.... Ja, stimmt.", murmelte sie dann.
"Dann bist du also zum Treffen gegangen."
"Ja,... ehm... Entschuldigung, das ist Lucas, mein Mann."
Er nickte Lucas freundlich zu. "Meine Glückwünsche zu dieser besonderen Braut."
"Danke,", sagte Lucas, "aber was passiert hier gerade?"
"Das würde ich auch gern wissen.", stimmte Oryana zu.
Den Fremden schien die Verwirrung zu amüsieren.
"Wir sind uns mal begegnet.", erklärte er knapp.
"In der Bar. In Oasis Springs.", ergänzte Nirvelli.
"Oh, dann ist DAS..." Oryana riss die Augen auf und Nirvelli nickte.
"Der Typ, der dich in die Höhle geschleift hat?", fragte Lucas.
"Ja, ganz recht.", nickte Nirvelli etwas verlegen.
"Geschleift klingt doch etwas neandertalös.", berichtigte der junge Mann. "Ich habe sie deiner Braut gezeigt."
"Und hast du auch einen Namen?" Lucas wusste nicht so recht, was er von dieser Situation halten sollte. Es war doch ein merkwürdiger Zufall, dass dieser Kerl hier auftauchte.
"Hat denn nicht jeder einen Namen?", entgegnete er. Die Verspieltheit, die bisher sowohl in seinem Gesicht, als auch in seiner Stimme gelegen hatte, war nun verschwunden. Die Frauen bemerkten das und tauschten besorgte Blicke aus.
Lucas setzte zu einer Antwort an, doch Oryana ließ ihn nicht zu Wort kommen.
"Was ist mit meinem Tanz?", fragte sie mit ihrem entwaffneden Charme.
Da war sie also wieder - die Superkraft, die Nirvelli so viele Jahre bewundert und sogar beneidet hatte. Ihre Schwester schaffte es immer wieder mit einfachen Mitteln, brenzlige Situationen zu entschärfen.
"Entschuldige, Lucas, ich habe zu tun."
Mit gespielter Höflichkeit wandte er sich Oryana zu und tanzend entfernten sie sich einige Schritte von Nirvelli und ihrem Mann.
"Bleib ruhig, Lucas. Es ist Oryanas Abend."
Grummelnd ließ er sich von seiner Frau an einen der Tische setzen und gab sich große Mühe, keinen Aufstand zu machen.
Das Mädchen schenkte ihr einen fragenden Blick.
"Wie besuchen?", hakte Nirvelli nach. "Du weißt, wo er wohnt?"
"Das nicht. Aber er hat mich nach Windenburg eingeladen."
"Von wem redet ihr?", fragte Tane, der gerade zu Besuch war.
"Na, dieser merkwürdige Typ, der bei der Vollendung da war." Oryana setzte sich zu den beiden an den Tisch.
"Ihr wisst echt nicht, wer das ist, oder?"
Mit großen Augen starrten die Frauen ihren langjährigen Freund an.
"Du denn?"
Tane kicherte. "Habt ihr schon mal etwas von "O'Shea Islands" gehört?"
"Nein, was ist das?", fragte Oryana.
"Doch, das ist doch ein Spitzname für irgendeinen Ort..." Nirvelli grübelte fieberhaft.
"Stimmt. Und zwar für Crumble Island."
"Wo ist das denn?" Oryana verstand nur Bahnhof.
"Das ist die Insel vor Windenburg. Die gehört den O'Sheas.", erklärte Tane geduldig.
"Wahnsinn. Wie viele gibt es denn von denen?"
"Keine Ahnung. In Windenburg nur den einen, glaube ich."
"Und das ist Oryanas Verehrer?", staunte Nirvelli.
"Ja. Er ist dort drüben eine richtige Berühmtheit."
"Und warum kennst du denn?", wollte jetzt Oryana wissen.
"Er ist sozusagen mein Vermieter. Ich bin gerade dorthin gezogen."
"Sag bloß."
"Ich wusste nicht, dass du nach Windenburg wolltest.", sagte Nirvelli.
"Das war auch nicht der Plan. Aber nach meinem Studium habe ich dort eine gute Stelle bekommen. Und auf der Insel war ein cooles Loft frei. Da habe ich zugeschlagen."
"Oh, das stelle ich mir herrlich vor,", seufzte die junge Mutter. "Ich würde gern dort leben."
"Wisst ihr was?" Oryana klopfte entschlossen mit der Hand auf den Tisch. "Ich werd den mysteriösen Promi treffen. Das alles macht mich neugierig."
"Wunderbar,", Nirvelli stand auf und ging um den Tisch herum zu ihrer Tochter, um sie aus dem Stuhl zu heben. "Und wir zwei besuchen jetzt Opa und Oma Trude."
"Ude.", johlte das Mädchen fröhlich.
"Schön, dass du hier warst, Tane. Wir müssen jetzt los." Sie nahm ihn zum Abschied in den Arm und machte sich mit Ororo auf den Weg nach Newcrest.
Mein Generationenspiel
Meine Origin-ID: Julchens77
Instagram (sims-frei)
Es gibt Zeiten, da kann man sich vor Ereignissen kaum retten.
Ja, ich mag die Kleine auch total ^^ Wie hinter den Kulissen bereits erwähnt, hat ihr Genpool sich beim Äußeren an die Vorgaben ihres Vorbildes gehalten. Wir sind also alle total unschuldig, was das angeht 😉
* * *
Nirvelli und Ororo erreichten Newcrest am Nachmittag und kamen augenscheinlich in einem ungünstigen Moment an. Stocksauer tobte Trude durch den Vorgarten, während Salim respektvollen Abstand hielt.
"Kommen wir ungelegen?", fragte Nirvelli ihren Stiefvater vorsichtig.
"Nein, natürlich nicht." Salim nahm seine Tochter in den Arm und begrüßte auch das kleine Mädchen. Etwas verunsichert versteckte Ororo sich hinter ihrer Mutter.
Als Trude die Kleine sah, verflog ihr Zorn augenblicklich und freundlich beugte sie sich herunter.
"Hallo, mein süßes Ding.", säuselte sie verzückt. "Hat die alte Tante Trude dir Angst eingejagt? Das tut mir wirklich leid, Schätzchen."
"Was ist denn passiert?", fragte Nirvelli.
"Ach, es ist nur..." Trude winkte kopfschüttelnd ab, bevor sie von Vorn begann:
"Ich mag es nicht, wenn über meinen Kopf hinweg entschieden wird."
"Sie hat es sicherlich nicht böse gemeint.", beschwichtige Salim und bat mit einer Geste ins Haus.
"Ab einem bestimmten Punkt spielt das keine Rolle mehr. Ich habe es ihr schon hundert Mal gesagt. Warum kann sie meine Entscheidung nicht einfach akzeptieren?"
"Sie macht sich Sorgen und will, dass es dir gut geht."
"Aber es geht mir doch gut, Salim. Ich habe alles, was ich brauche." Energisch gestikulierte die alte Frau mit den Händen.
"Worum geht es eigentlich?", fragte Nirvelli.
"Meine Tochter will unbedingt, dass ich in ein Heim ziehe. Seit Ewigkeiten liegt sie mir damit in den Ohren."
"Aber du kommst doch wunderbar zurecht. Und außerdem bist du nicht allein. Papa ist bei dir."
Trude und Salim tauschten einen ernsten Blick aus. Nirvelli runzelte die Stirn.
"Was ist? Was habe ich gesagt?", fragte sie leicht beunruhigt.
"Das war vermutlich der Auslöser dafür, dass sie einen Besichtigungstermin für Trude gemacht hat."
"Was? Das verstehe ich nicht."
Salim nahm die Hand seiner Freundin und streichelte liebevoll mit dem Daumen über ihren Handrücken.
"Sie hat einen Brief geschrieben. Darin steht, dass Trude zu alt sei für eine neue Beziehung. Sie findet es lächerlich."
"Ich weiß nicht, wo sie diese Einstellung her hat." Trude schüttelte traurig den Kopf. "Mein Mann und ich haben sie so nicht erzogen."
"Sie hat dann bei einem Heim in Brindelton Bay einen Termin vereinbart, damit Trude sich dort ein Zimmer ansieht."
"Den habe ich natürlich sofort abgesagt.", schimpfte Trude.
"Das tut mir furchtbar leid.", murmelte Nirvelli betroffen. "Warum kann sie sich stattdessen nicht für euch freuen?"
"Möglicherweise fühlt sie sich betrogen.", überlegte Salim.
Die Frauen sahen ihn fragend an.
"Vielleicht hat sie den Eindruck, dass du eine neue Familie hast. Da könnte man unter Umständen Eifersucht entwickeln."
"Das eigene Kind ersetzt man doch durch so etwas nicht.", entgegnete Nirvelli.
"Natürlich nicht. Aber es ist möglich, dass sie es so empfindet."
"Es wäre viel einfacher, wenn ich nur einmal mit ihr reden könnte."
"Trude, ich weiß, das hilft dir nicht. Aber ich möchte, dass du weißt, dass wir alle dich sehr mögen und schätzen. Und wenn du etwas brauchst, dann sind wir für dich da."
"Das ist so lieb, mein Kind."
"Lieb.", platzte es aus Ororo heraus. Sie hatte die Erwachsenen neugierig beobachtet und genau zugehört.
"Sie hat vorhin deinen Namen gesagt.", erzählte die junge Mutter.
Trudes Augen leuchteten auf. "Tatsächlich?"
"Ororo, Schatz,", Nirvelli deutete auf die Seniorin. "Weißt du noch, wer das ist?"
"Ona Ude.", lachte das Mädchen und wedelte fröhlich mit den Armen.
"Das ist ja unglaublich. Was für ein Schatz."
"Sie lernt wirklich schnell." Nirvelli tippte mit einem Finger auf die Nase ihrer Tochter, die daraufhin albern kicherte.
"Das überrascht mich nicht.", sagte Salim stolz. "Ihre Eltern sind beide helle Köpfe."
"Wie ist denn Lucas Abschlussarbeit gelaufen?", fragte Trude.
"Ganz gut, wie es scheint. Er war recht nervös, aber kam gut durch alle Themen. Morgen werden wir Bescheid wissen."
"Und wie sieht es mit einem Jobangebot aus?" Salim wusste, dass es in der Raumfahrerbrange nicht leicht war, etwas zu finden.
"Das wird vermutlich noch ein Thema werden. Ich schätze, auf lange Sicht werden wir Willow Creek verlassen müssen. Die Stationen, bei denen er sich bewirbt, liegen in Stranger Ville und Windenburg."
"Stranger Ville? Das ist ja am anderen Ende des Landes." flüsterte Trude. Sie schien bedrückt von dieser Neuigkeit. Ihre eigene Tochter lebte Tagesreisen entfernt und sie hatte sich mit dem Gedanken arrangieren müssen, sie nicht wieder zu sehen. Und nun drohte ein ähnliches Schicksal mit Salims Ältesten, die sie in kurzer Zeit so sehr in ihr Herz geschlossen hatte.
Zur selben Zeit saß Oryana mit ihrem Gastgeber in Windenburg an der hauseigenen Bar.
"Das ist wirklich ein toller Ort. Stimmt es, dass die Insel deiner Familie gehört?", fragte sie ohne Umschweife.
"Ich glaube nicht daran, dass ein Ort jemandem gehören kann.", entgegnete er. "Wir sind alle Kinder der Natur und das Einzige, was wir unter Umständen besitzen können, ist das, was in uns vorgeht."
"Das klingt zwar intellektuell, beantwortet aber meine Frage nicht.", lachte Oryana.
"Caleb beantwortet nicht gern Fragen. Er stellt sie lieber."
Überrascht schaute sie zu ihrer linken, wo ein junger Mann den Raum betreten hatte.
"Caleb?", fragte sie.
Der Blonde schmunzelte: "Nicht einmal das weiß sie? Du bist zwar weise, mein Freund, aber Manieren hast du nicht."
Oryana zugewandt fuhr er fort: "Ich bin Jake. Und der da heißt Caleb. Wir wohnen hier zusammen. Wie heißt du, wenn ich fragen darf?"
"Oryana."
"Hau ab, du versaust mir meine mystische Aura."
"Glaube mir, du hast noch genug Geheimnisse auf Lager, um diese bezaubernde Dame zu verzücken. Und jetzt mach Platz, ich würde mich gern mit einem normalen Sim unterhalten."
Caleb stand lachend auf, so dass Jake sich neben den Gast setzen konnte.
"Du bist also auf seinen unsterblichen Charme hereingefallen."
"Ich würde sagen, wir sind uns gegenseitig erlegen.", konterte sie amüsiert.
"Das nenne ich eine gute Basis."
"Noch besser wäre es, wenn mir endlich jemand etwas über diesen angeblichen Inselbesitz sagen würde."
"Sagen wir es so,", erklärte Jake, "wenn du hier etwas bauen wolltest, müsstest du Caleb um Erlaubnis bitten."
"Warum ist das so wichtig?", fragte der Gastgeber von der Seite.
"Es ist nicht wirklich wichtig.", besänftigte Jake seinen Freund. "Aber Sims möchten gern wissen, mit wem sie es zu tun haben. Und ein solcher Besitz ist nun einmal etwas Besonderes - ob du es nun einsehen willst oder nicht."
"Woher weißt du überhaupt davon?", fragte Caleb.
"Ein Freund hat es erwähnt. Der ist gerade her gezogen."
"Das kann nur Tane sein.", freute sich Jake.
"Ja, genau.", lachte Oryana. "Ihr habt euch also schon kennen gelernt."
"Er ist im Haus hinter uns eingezogen. Ein angenehmer Kerl, kann ich nur sagen. Er hat sofort die Herzen der Nachbarn erobert."
"Das klingt nach ihm.", nickte Oryana.
"Musst du nicht dringend irgendwo anders stören?" Caleb war herüber gekommen und beugte sich zwischen die beiden.
"Oh, da fällt mir siedendheiß ein, ich muss ja noch irgendwo anders stören.", lächelte Jake und stand auf.
"Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, Oryana."
"Das hoffe ich auch." Sie winkte und sah ihm nach.
Caleb fragt lieber selbst, als dass er Antworten gibt.
Na dann ist er ja bei Oryana an die richtige gekommen. Die bringt selbst noch den Regenwürmern das Singen bei.
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Trude hat augenscheinlich einen weiteren Schlag hinzunehmen, aber so schlimm, wie befürchtet, wird es nicht...
* * *
In den nächsten Tagen arbeitete Nirvelli gewissenhaft an ihrer Beförderung. Binnen kürzester Zeit hatte sie sich in der Firma Respekt und Anerkennung verdient und dennoch nicht das Gefühl, hart gearbeitet zu haben. Sie hatte einfach Freude an ihrem Job und das wirkte sich auf ihre Leistungen aus.
Lucas hatte sich in der Zwischenzeit als Weltraumranger beworben. Dank seines Studiums waren beide Arbeitgeber durchaus interessiert an ihm. Er war jung, in Bestform und voller Elan, endlich tätig zu werden.
Und tatsächlich hatte er die Zusage erhalten. Die internationale Raumstation Enterprise ff wollte ihn schon in zwei Wochen einstellen.
Es sollte also Windenburg werden. Es war, Nirvellis Meinung nach, nicht die schlechteste Variante. Immerhin lag die Kleinstadt wesentlich dichter bei der Familie als Stranger Ville. Das Klima war deutlich angenehmer und ihr alter Freund lebte auch dort. Das einzige Problem war die Finanzierung. Bis sie sich ein Grundstück leisten konnten, würden noch unzählige Spannen vergehen. Sie brauchten also einen Kredit oder ein günstiges Mietobjekt.
"Und da dachte ich an euch..." Oryana war gerade dabei, Jake die Situation ihrer Schwester zu schildern. "Ihr habt hier so ein riesiges Haus und seid nur zu zweit. Meinst du, sie könnten hier vorerst unterkommen? Sie sind beide sehr fleißig und werden bestimmt Miete zahlen."
"Es tut mir leid,", Jake schüttelte den Kopf, "ich kann das nicht entscheiden. Das alles gehört mir nicht."
Oryana nickte seufzend.
"Caleb ist ein vernünftiger Mann. Und er kennt deine Schwester. Wenn du es ihm erklärst, wie du es mir erzählt hast, ..." Er machte eine kurze Denkpause. "... Ich denke, er wird zustimmen."
Die junge Frau überlegte kurz und stand dann voller Tatendrang auf.
"Wo ist er? "
"Im Atelier, soweit ich weiß.", lächelte Jake. "Die Treppen hoch, ins Dachgeschoss."
"Danke."
Als sie das erste Mal hier war, hatte sie außer dem Erdgeschoss nichts gesehen und war davon bereits begeistert gewesen. Nun staunte sie erneut über die offenen Räume, die sich vor ihr erstreckten. Der Platz in diesem ehemaligen Fabrikgebäude wurde bestens genutzt. Einen kurzen Augenblick lang überlegte sie, ob sie in die einzelnen Zimmer hineinschauen sollte, entschied sich aber dann dagegen. Würde Caleb sie dabei erwischen, würde er ihr Anliegen garantiert abschmettern.
"Das ist ja Wahnsinn...", flüsterte Oryana, als sie am oberen Ende der Treppe stand und das große, lichtdurchflutete Atelier sah. Einige Meter von ihr entfernt stand Caleb an einer Staffelei und arbeitete an einem Gemälde.
"Kann ich dir helfen?", fragte er, ohne sie anzusehen.
"Ich wünschte, ich hätte so einen Platz zum Malen.", murmelte sie, während sie langsam näher kam.
"Du malst?", fragte er.
"Leider nicht so gut, wie ich gern möchte."
"Es ist alles eine Frage der Übung."
"Ich würde dich gern etwas fragen.", wechselte sie unsanft das Thema.
"Ich höre..."
Zuerst zögerlich, dann immer aufgeregter, berichtete sie ihm, was sie schon mit Jake besprochen hatte. Caleb hörte aufmerksam zu und ahnte schnell, worauf die Geschichte hinaus laufen würde. Er legte die Malsachen aus der Hand und machte ein nachdenkliches Gesicht.
"Haben sie dich gebeten, zu fragen? Oder bist du ohne ihr Wissen hier?"
"Ehrlich gesagt wollte ich es erst mit dir besprechen, bevor ich ihnen Hoffnung mache."
"Das heißt, du weißt gar nicht, ob sie das Angebot annehmen würden."
"Ich vermute es. Aber wissen... Nein."
"Von mir aus. Aber es gibt einige Bedingungen."
"Ja, natürlich." Oryana war außer sich vor Freude. Sie fiel ihm dankbar um den Hals und drückte ihm einen flüchtigen Kuss auf die Lippen. Überrascht lachte er auf und steuerte dann den Weg nach unten an.
"Hast du noch Zeit für ein Getränk oder willst du gleich wieder los?"
"Ein bisschen kann ich noch bleiben."
Unten angekommen, schaltete Caleb leise Musik ein und mixte seinem Gast ein Getränk an der Bar.
"Es ist wirklich nett, dass du dich um deine Schwester so sorgst.", stellte er fest und reichte ihr das Glas.
"Sie ist meine Familie und eine sehr gute Freundin."
Er ging um den Tresen herum und beobachtete sie, während sie den fruchtigen Drink hinunter stürzte.
"Super lecker.", sagte sie.
Schweigend nahm er ihr das Glas ab, stellte es auf den Tresen. Dann nahm er ihre Hand und begann, mit ihr zur Musik zu tanzen. Sie lächelte und war nicht ganz sicher, was er vorhatte. Spielte er mit ihr? Oder sollte es ein Flirt werden?
"Was tust du?", fragte sie amüsiert.
"Ich verbringe Zeit mit dir."
"Sieht das bei dir immer so aus?"
Ein Schmunzeln huschte über seine Lippen und verschwand genauso schnell, wie es gekommen war.
"Würdest du auch hier wohnen oder in Willow Creek bleiben?"
"Ich bin nicht sicher. Gäbe es denn einen Grund hier zu wohnen?"
"Es gibt immer Gründe für und gegen Entscheidungen."
"Das Atelier wäre sicherlich ein klares Pro.", lachte sie leise. "Was kostet denn die Miete?"
"Ich brauche kein Geld.", antwortete er.
"Aber wir müssen dir doch etwas dafür geben, dass wir hier wohnen dürfen.", staunte sie.
"Wir werden uns schon einigen."
"Oh, danke, danke. Das ist so großzügig von dir."
Dankbar schmiegte sie sich eng an ihn und bemerkte nicht, wie er genüsslich tief einatmete, um ihren Duft aufzzsaugen.
"Sie wollte uns helfen und ich finde es eine gute Idee." Nirvelli sprach ruhig und bedächtig.
"Ich will nicht, dass wir diesem Möchtegern etwas schulden - ob nun Geld oder Gefallen."
"Wieso? Was ist schlecht daran, Hilfe anzunehmen?"
"Es geht nicht um die Hilfe. Ich traue dem Kerl einfach nicht."
"Was hat er dir denn getan?", fragte Nirvelli verwirrt.
"Mit dem stimmt etwas nicht. Irgendwas an ihm ist merkwürdig."
Ratlos seufzte seine Frau und fragte resignierend: "Was denn?"
"Keine Ahnung. Es ist so ein Gefühl."
"Kann es sein, dass du eifersüchtig bist?", fragte sie, teils liebevoll, teils amüsiert.
"So ein Blödsinn! Worauf denn?"
Nirvelli kam auf ihn zu und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
"Du, und nur Du, bist mein einziger Held, Lucas.", flüsterte sie und ging dann ins Bett.
Lucas blieb zurück und schnaufte wütend. Warum wollte nur niemand auf ihn hören? Aber er würde es allen zeigen und herausfinden, was mit diesem Wichtigtuer nicht stimmte. Er schnappte seine Jacke und machte sich auf in die Bibliothek, um Nachforschungen anzustellen.
Er begann damit, am Rechner Informationen über Crumble Island zu lesen. Einst war die Insel in Besitz reicher Unternehmer gewesen. Sie bauten Fabriken für Abbau und Verarbeitung von Torf. Damit boten sich plötzlich tausende von Arbeitsplätzen und es entstanden am Festland Wohnhäuser, deren Bewohner beinahe alle für wenig Gehalt auf der Insel schufteten. Über die Jahre wurde sogar in andere Länder exportiert und das Unternehmen wurde reicher und reicher, während die Bevölkerung am Festland von der Hand im Mund lebte.
Nachdem sich mehrere Generationen wortwörtlich ins Grab gearbeitet hatten, breitete sich eine merkwürdige Krankheit auf der Insel aus. Symptome wie Benommenheit, Erschöpfung, Gedächtnislücken, Kopfschmerzen und Schüttelfrost häuften sich bei den Arbeitern. Die Ursache dafür konnte nie gefunden werden. Ein weiteres Rätsel war es seinerzeit auch, dass diese Erscheinung genauso plötzlich verschwand, wie sie begonnen hatte und dass seit ihrem Verschwinden sowohl die drei Unternehmer, als auch einer der Angestellten nie wieder gesehen wurde.
Der Betrieb auf der Insel wurde eingestellt, die Sims verloren ihre Arbeit. Existenzängste machten sich breit, die Kriminalität stieg an.
Dann passierte erneut etwas Seltsames. In den frühen Morgenstunden fanden Bewohner Gaben vor ihren Häusern. Nahrung, Kleidung, wichtige Hilfsmittel. Viele Spannen lang fanden sie, was sie zum Leben brauchten. Ihre Dankbarkeit wuchs, die Kriminalität nahm spürbar ab.
Eine Generation später gab es Aufrufe an die Bevölkerung, beim Ausbau von Stadt und Insel zu helfen - natürlich gegen großzügige Bezahlung.
Im Laufe der Generationen wurde so Windenburg neu aufgebaut, mit seinen Geschäften und öffentlichen Plätzen. Die Windenburger schöpften neuen Mut, fanden wieder Arbeit und Möglichkeiten, sich selbst zu versorgen.
Lucas lehnte sich im Stuhl zurück und ließ die Informationen sacken. Eine mysteriöse Krankheit und vier verschwundene Sims. Dann geheimnisvolle Spenden an die verarmten Bewohner. Wie passte das zusammen?
Es müsste ein Archiv der Einwohner geben, überlegte er. Vielleicht konnten ihm die Namen der Verschwundenen weiter helfen.
Entschlossen suchte er das Personal und fragte nach den Archiven und wurde zurück an den Rechner verwiesen. Unter bestimmten Schlagworten ließen sich tatsächlich die registrierten Bewohner aller Städte des Landes finden. Dank peinlich genau geführten Angaben war es nicht allzu schwierig, herauszufinden, wie die Anwohner aus der Gesellschaft geschieden waren. Hinter den meisten Namen war das Wort 'Auflösung' notiert. Einige waren 'verzogen', aber sieben Einträge weckten Lucas' Interesse - 'verschollen'. Mit einer Mischung aus Aufregung und Entsetzen verglich er die Jahre der Verschwundenen mit der Geschichte Windenburgs. Drei Namen stimmten überein. Hastig notierte er auf seinem Handy:
Paul Miller, Valentin Grauhalz, Adam O'Shea.
Lucas, ich halte ab jetzt auch die Augen offen.
Ich sage es ja schon immer. Der Geschichtsunterricht in den Schulen ist oft so: 😴 (Kommt allerdings auf die Lehrkraft an. Wir hatten da tatsächlich Glück und hatten da einen sehr Guten.)
Aber es ist tatsächlich so mit der Geschichte, dass es umso interessanter wird, je tiefer man sich damit befasst.
Da werden ungelöste kriminalistische Fälle plötzlich aufgedeckt, tragische Familiengeschichten (z.B. Vater verstößt Tochter, weil sie unehelich schwanger wurde...) und auch sonstiges, was auf den ersten Blick erst mal langweilig erschien, wird plötzlich sehr interessant und man gewinnt an großer Achtung für die Kulturen unserer Vorfahren, die sowas geschafft haben. 😁
Also um es jetzt mal so zu sagen: Lucas...bleib dran! Du hast eine unsichtbare Gehilfin, die hier jetzt ihre eigenen Ermittlungen anstellen wird.
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Dann schaut doch einfach mal hier: https://docs.google.com/document/d/14Zy9mkBs-jH0P7tb_or2-9OcCJJ79txPQmze9j2XDUg/edit?usp=sharing
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Oryana jedenfalls hat in Caleb wohl einen heimlichen Verehrer und ahnt noch nichts von Lucas Recherchen. Caleb scheint sehr hilfsbereit zu sein, aber was sind seine tatsächlichen Hintergedanken??
Mein Generationenspiel
Meine Origin-ID: Julchens77
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@SpionelfchenNaseweiß da stimme ich dir zu 100% zu. Geschichte KANN so spannend sein. Bei uns war der Lehrkörper leider wenig motiviert.
Die unsichtbare Hilfe hat ihm geholfen, wie es aussieht ^^ da musste ich doch sehr kichern. Gemeinsam deckt ihr das Geheimnis auf jeden Fall auf ^^
@Julchens77 Vielen Dank
Nein, Oryana findet ihn einfach nur faszinierend und beneidet ihn unbewusst um seinen Besitz. Aber wie wir sehen, ist er ja durchaus zum Teilen bereit ...
* * *
"Adam O'Shea...", flüsterte Lucas ungläubig. Dieser Mann musste ein Vorfahr von Caleb sein. Dann stimmte seine Geschichte also. Vermutlich war der Besitz der Insel auf den nächsten Nachkommen übertragen worden. Dann musste es in den Archiven Aufzeichnungen über die Ahnenreihe der O'Sheas geben.
Windenburg hatte im Wachstumsschub der Stadt begonnen, jeden geborenen und zugezogen Einwohner zu registrieren. Das half dem führenden Unternehmen dabei, seine Anwohner zu kontrollieren. Folglich mussten auch Adam O'Sheas Nachkommen gelistet sein.
Aber als Lucas die Schriften durchforstete, stieß er auf eine Lücke. Verwirrt sprang er vor und zurück, suchte nach Hinweisen, aber es änderte nichts - mindestens zwei Einträge in der Ahnenfolge fehlten. Sie wurden nicht entfernt, sondern niemals eingetragen.
"Bei Fieroäs Speeren, was ist hier los?", flüsterte Lucas erneut. Caleb konnte unmöglich der Sohn von Adam sein. Er war in Lucas' Alter, was bedeutete, dass Adam der Urgroßvater sein musste. Bei betagten Eltern wäre er vielleicht gerade noch der Großvater gewesen. So oder so ergaben diese Einträge keinen Sinn.
Lucas lehnte sich zurück und rieb sich die Augen. Sein Kopf war voller Informationen und Widersprüche und er konnte fast spüren, wie sich all das Gelesene zu einem undefinierbaren Klumpen zusammenzog. Es hatte keinen Sinn - er musste eine Pause einlegen. So beschloss er, den PC herunter zu fahren und Feierabend zu machen. Er konnte morgen weiter recherchieren.
Er war schon fast zur Tür heraus, da blitzte ein Bild in seinen Erinnerungen auf. Der Zeitungsartikel. Er hatte sich den Artikel über den Neuaufbau der Insel für später aufgehoben.
Lucas eilte zurück zum Rechner und suchte im Archiv die Artikel durch.
"Crumble Island im neuen Gewand. Die Insel vor Windenburg war in der Vergangenheit ein Synonym für Ungerechtigkeit und Schufterei geworden. Doch dank des Einsatzes der Bevölkerung, unter fairen Bedingungen und der Leitung des Erben C. O'Sheas, konnte die gesamte Umgebung saniert und umgebaut werden. Diesen Freitag wurden die Häuser für den Einzug freigegeben."
Unter dem Artikel gab es ein Bild. Warum hatte Lucas das vorher nicht gesehen?
Er beugte sich weiter vor und untersuchte das Foto. Ein junger, äußerst gut gekleideter Mann vor einem der umgebauten Fabrikhäuser.
Lucas grübelte verzweifelt. Er war so dicht dran. Er konnte jetzt nicht aufgeben.
Im Suchfeld gab er ein: "C. O'Shea Erbe" und filterte Artikel.
"Volltreffer.", murmelte er, als sich ein weiteres Bild öffnete. Aber als er erkannte, was er dort sah, war er verwirrter als zuvor. "Das kann nicht sein." Er rückte noch näher an den Monitor. Mit den Tasten vergrößerte er das Bild. Es war der selbe Mann, die selbe Szene, wie im anderen Artikel, aber die Aufnahme war größer. Im Gesicht des Mannes war es ganz deutlich zu erkennen.
"Die Narben. Wie kann er ..."
Lucas fiel zurück in den Stuhl. Das war nicht logisch. Der Mann auf dem Bild sah Caleb nicht ähnlich. Er WAR Caleb. Demnach musste er 4 oder sogar 5 Generationen alt sein.
Lucas wusste, dass es andere Wesen gab. Er hatte von Zauberern gehört und auch von Meereswesen. Aber an Unsterblichkeit konnte er einfach nicht glauben.
Er schaltete den Rechner aus und verließ das Gebäude. Es war mitten in der Nacht, aber er konnte so nicht nach Hause gehen.
Mit einem Knotengeflecht an Gefühlen im Nacken machte er sich auf den Weg nach Crumble Island.
ich glaube da begleite ich ihn lieber.... 👻
die mysteriösen Krankheitssymptome kommen mir sehr bekannt vor.
Victoria Rachenengel hat mir auch schon davon berichtet. 😳
Wenn ich denjenigen allerdings erwische, der der meine Mitbewohnerin Vanessa angesteckt hat. 😠
Also ich bin ab jetzt für 😷 Mundschutzpflicht....(bei Vampiren) 😁
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Lucas fragte sich, ob es nicht etwas zu einfach war, Caleb ausfindig zu machen. Mit einem mulmigen Gefühl ging er durch das kleine Tor und blieb vor den Stufen zur Haustür stehen.
Es war spät, aber drinnen brannte Licht.
"O'Shea. Komm raus. Ich will mit dir reden.", rief er laut und hämmerte gegen die Tür. Gleich danach trat er wieder zurück, um die vielen Fenster beobachten zu können.
"Hey, O'Shea!", brüllte er noch einmal, als sich nichts tat. "Komm schon raus, oder traust du dich nicht?!"
Wenige Sekunden später erschien ein Schatten hinter der Tür und knarrend öffnete sie sich. Caleb trat heraus, zog die Tür hinter sich ins Schloss und stieg die Stufen herunter, bis er vor Lucas stand.
"Was soll der Lärm?", fragte er.
Ohne Umschweife hielt der Besucher ihm einige Ausdrucke hin.
"Erkläre mir das.", verlangte der junge Vater.
Überrascht nahm Caleb die Papiere an sich, warf einen flüchtigen Blick darauf und schmunzelte. "Dafür kann ich nichts.", sagte er gelassen. "Die Mode war damals einfach so."
"Hör auf, mich zu ❤️❤️❤️❤️!", brüllte Lucas. Er war außer sich. Er hatte die Beweise gefunden, dass mit dem Samariter etwas nicht stimmte und anstatt ihm die nötigen Erklärungen zu liefern, machte er sich lustig über Lucas.
"Ich will, dass du mir erklärst, wie du auf diesen Fotos sein kannst." In seiner Rage tippte er Caleb provokativ mit dem Finger auf die Brust.
Langsam hob Caleb den Blick. Während er Lucas zorniges Gesicht fixierte, ergriff er dessen Hand und zwang sie mühelos hinunter.
"Ich habe kein Problem damit, dir diese Geschichte zu erzählen, Lucas. Aber ich rate dir, aufzupassen, wie du mit mir sprichst." Er sprach ruhig, aber eindringlich. "Wenn du das hier herausgefunden hast, wirst du mir vielleicht glauben, dass ich dich mit Leichtigkeit verschwinden lassen könnte."
Lucas erschrak für einen Moment. Bei all seiner Wut hatte er völlig verdrängt, dass Caleb ihm vermutlich wirklich gefährlich werden konnte.
"Du hast schon Nerven, mich so anzugehen. Aber keine Sorge. Ich habe nicht vor, deine bezaubernde Frau zur Witwe zu machen." Der junge Gastgeber drehte sich herum und ging die Stufen hinauf.
"Wie wäre es, wenn ich dir zuerst das Haus zeige... Falls du noch immer mit deiner Frau und deinem Kind hier wohnen willst."
Einen Moment blieb Lucas wie angewurzelt stehen. Was hatte er sich dabei gedacht, herzukommen und dieses Monster zu provozieren? Er verfluchte sich selbst und seine Hitzköpfigkeit. Er könnte Caleb ins Haus folgen und direkt in eine Falle laufen. Vielleicht war es klüger, zu verschwinden und niemals zurück zu kehren. Er würde etwas Anderes für seine Familie finden. Es gab immer einen Weg. Aber leider ... sah er keinen. Es blieben nur wenige Tage, bis er seinen Job anfangen sollte. Selbst wenn er allein nach Windenburg zöge, bräuchte er eine Unterkunft. Dieser Ort war beliebt und die Möglichkeiten begrenzt.
Lucas atmete tief ein, und folgte Caleb ins Haus.
Gemeinsam gingen sie von Raum zu Raum. Caleb sagte zu jedem Zimmer ein paar Worte. Lucas war beeindruckt. Oryana hatte nicht übertrieben. Es war wirklich ziemlich groß und es fehlte an nichts. Es gab drei Badezimmer, vier Schlafzimmer für Erwachsene und Jugendliche und zwei Kinderzimmer. Die Einrichtung war Hochwertig, aber nicht protzig. Dank unzähliger Rückzugsmögllichkeiten würde sich niemand hier eingeengt fühlen. Es gab gute Schulen im Ort und jede Menge Platz. Caleb musste gewusst haben, dass Lucas dieses Haus als Familienparadies empfinden würde. Es wäre idiotsch, das Angebot auszuschlagen.
Die Männer betraten eine Art Terrasse. Offensichtlich nutzte Caleb diesen Platz, um Pflanzen anzubauen. Lucas erblickte die riesigen Schornsteine und Belüftungssystheme - Details, die dem Gebäude noch immer das Flair von Industrie verliehen.
"Setzen wir uns.", schlug Caleb vor und ging zu einer Bank, die hinter dem Schornstein einen herrlichen Ausblick bot.
"Du wolltest mich ausfragen.", sagte er, als Lucas still blieb.
"Die Fotos." Lucas war hin und her gerissen. Noch immer spürte er den Drang zur Vorsicht, aber die Möglichkeiten, die sich ihm und seiner Familie hier boten, waren nicht zu verachten. Dazu hätte Caleb ihn längst angreifen können. Aber er wirkte tatsächlich, als wolle er ihnen helfen. Lucas bemühte sich um einen freundlichen Tonfall, wusste aber auch, dass er seine Ausdrucksweise nicht immer unter Kontrolle hatte.
Caleb nickte und suchte nach Worten.
"Adam O'Shea war mein Vater.", begann er schließlich. "Er war kein guter Sim. Er war egoistisch, cholerisch und hinterhältig. Er liebte nur sich selbst. Und Geld." Er machte eine kurze Pause, in der er augenscheinlich in sich ging und nach etwas suchte, das ihm die Geschichte leichter machen würde.
"Ich hatte viele Geschwister und unsere Familie war arm. Wir lebten auf einem Hof. Nur die zwei ältesten Kinder gingen in eine Schule. Die anderen mussten bei den Arbeiten helfen. Meine Mutter hatte es schwer mit diesem Leben. Mein Vater war nicht gut zu ihr. Und zu uns auch nicht.
Eines Tages bekam er ein Angebot, eine Menge Geld zu machen und hat uns sofort verlassen. Jahrelang haben wir nichts von ihm gehört. Bis uns die Nachricht von dieser Insel erreichte.
Meine Mutter war inzwischen gestorben, ebenso wie mein ältester Bruder und meine jüngste Schwester."
Caleb sah aus dem Augenwinkel, wie sich Lucas' Mine verändert hatte. Mit erschüttem Gesichtsausdruck hörte er aufmerksam zu.
"Das waren andere Zeiten, Lucas.", erklärte Caleb.
"Sims lösten häufiger auf als heute. Trotzdem war ich ziemlich wütend auf meinen Vater. Er hatte uns im Stich gelassen, Karriere gemacht und alles für sich behalten. Es war ihm egal, dass wir all die Jahre Hunger gelitten hatten."
Lucas' Blick fiel auf Calebs Hände, die er zu Fäusten ballte. Scheinbar stieg die Wut auch nach all diesen Jahren noch immer in ihm hoch, wenn er daran zurück dachte.
"Auf dem Weg hierher wurde ich angefallen. Ich wachte Stunden später bewusstlos auf und hatte einen blutigen Geschmack im Mund. Ich dachte, der Angreifer hätte mir einen Zahn ausgeschlagen. Aber nachdem ich einige Tage furchtbar krank war, stellte sich heraus, dass ich eine Verwandlung durchzogen hatte."
Lucas sah ihn fragend an.
"Ich wurde zu einem Wesen der Nacht und bin es nun seit unzähligen Generationen. Anfangs war es abschreckend, Blut von Anderen zu trinken. Ich ekelte mich vor mir selbst. Aber der Schmerz, der mich überkommt, wenn ich es nicht tu, ist schlimmer als alles, was ich erlebt habe. Also nahm ich mir, was mein Körper brauchte. Und mit der Zeit stumpfte ich ab. Man kann sich an alles gewöhnen."
Wieder schwieg er einen Moment. Lucas ließ sich die Worte durch den Kopf gehen. Er wusste nicht, was er dazu sagen sollte.
"Es dauerte lange, bis ich Crumble Island erreichte. Ich schlich mich unter die Arbeiter und schuftete mit ihnen. Ich sah sie unter Schweiß und Tränen zusammenbrechen. Gestandene Männer, die für den Reichtum meines Vaters ihr Leben ließen. Vermutlich trug auch ich meinen Teil dazu bei, indem ich von ihnen trank.
Ich sah zu, wie sie gepeinigt und gedemütigt wurden und eines Tages war der Punkt erreicht, an dem ich es nicht mehr dulden konnte."
Erst jetzt sah Caleb Lucas an.
"Es stimmt. Ich habe meinen Vater und seine beiden Komplizen festgehalten. Ich hielt sie gefangen und habe mich Generationen lang von ihnen ernährt. Ich wartete, bis Gras über ihr Verschwinden gewachsen war. Bis alle Sims, die mich hätten erkennen können, aufgelöst waren. Und dann habe ich mir das Erbe erschlichen. Ich habe mich in ein gemachtes Nest gesetzt und lasse es mir darin gut gehen. Aber das Verrückte daran ist, dass die Einwohner von Windenburg mich trotzdem akzeptiert haben."
"Sie wissen, dass du ein Vampir bist?"
Caleb lachte kurz auf. "Das ist hier allgemein bekannt. Du hättest dir deine Recherche sparen und einfach irgendwen in der Stadt fragen können."
"Warum willst du uns hier wohnen lassen? Dazu noch mietfrei. Was hast du davon?"
Caleb sah wieder nach vorn, über das große Grundstück hinweg aufs Meer.
"Es gibt mehrere Gründe. Zuerst ist da deine Frau. Ich mochte sie von Anfang an. Sie hat ein gutes Herz. So etwas ist nicht selbstverständlich und sie hat es verdient, Unterstützung zu bekommen, wenn es mir möglich ist.
Zweitens ist ein ewiges Leben nicht so unterhaltsam, wie manche denken. Es wird irgendwann langweilig. Eine wachsende Familie, Kinder, ... So etwas bringt Leben mit sich.
Und drittens..." Caleb sah nun wieder zu Lucas. Sein Blick war ernst. "Natürlich erhoffe ich mir einen Vorteil davon."
Lucas spürte, wie das alte Misstrauen wieder in ihm aufstieg. "Welchen?", fragte er alarmiert.
"Ich bin alt, Lucas. Und ich bin müde. Ich will nicht mehr in der Stadt betteln und noch weniger will ich wieder auf Jagd nach schlechten Sims gehen, die es vielleicht verdient hätten."
Der Familienvater ahnte, was nun kommen sollte. Mit großen Augen starrte er Caleb an.
"Ich brauche nicht euer Geld. Sondern euer Blut. Das ist mein Preis."
"Das kann nicht dein Ernst sein."
"Es ist mein ernst. Wenn Oryana mit euch kommt, seid ihr, zusammen mit Jacob, vier ausgewachsene Sims. Das würde bedeuten, jeder würde alle vier Tage sein Blut spenden. Ich werde niemanden zwingen - obwohl ich es könnte, aber das habe ich hinter mir gelassen. Für euch bedeutet das alle vier Tage einige Stunden ein leichtes Unwohlsein. Ansonsten hättet ihr keinerlei Nachteile. Der gesamte Hof steht euch zur freien Verfügung. Freie Kost und Logie."
"Das ... Ich kann nicht zusagen. Nirvelli wird mir den Kopf abreißen, wenn ich so etwas entscheide."
"Und damit hätte sie recht.", nickte Caleb. "Fahr zurück nach Willow Creek, berichte von meinen Bedingungen und besprecht es miteinander. In drei Tagen brauche ich eine Antwort."
Lucas' Gedanken rasten. Damit hatte er nicht gerechnet. Mit Entführung und Gefangenschaft, Streit, Diskussionen und Handgreiflichkeiten, Drohungen und Ausreden... All das hätte ihn nicht überrascht. Aber ein solcher Deal - sachlich und klar geäußert - überforderte ihn. Nachdenklich machte er sich auf den Heimweg. Er hatte Caleb aufgesucht, um ihn zu entlarven, ihn zur Rede zu stellen und von seinem Tron zu stoßen. Aber er musste feststellen, dass es keinen Tron gab. Caleb war reich, ja. Er hatte Macht und Einfluss. Und dennoch war er auch nur ein Wesen, gefangen in seinen Gewohnheiten, abhängig von Bedürfnissen. Er hatte furchtbare Erfahrungen und Fehler gemacht, wie jeder andere Sim auch. Und er wirkte nicht wie jemand, auf den man sich nicht einlassen konnte. Nein, er wirkte sogar wie ein guter Kerl. Wie jemand, den man beim Wort nehmen konnte. Die Frage war nun, wie Nirvelli darauf reagieren würde.
Andererseits , eine regelmäßige Blutspende ist ja nicht Ungewöhnliches. Dafür aber dieser fabelhafte Plot eines uralten Vampires. Eine wahrlich mysteriöse Gestalt und Geschichte um dieses Anwesen 😅👌🏻.
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Hm, wenn ich knapp bei Kasse wäre, würde ich mir das tatsächlich überlegen.
Machen ja im RL tatsächlich auch einige, weil sie dann umsonst ein Vesper bekommen.
Aber seine Kauerchen würde ich zuvor noch einen Abstrich unterziehen.
Test auf Hepatitis, Aids und was sonst noch so keucht und fleucht.
Tägliches Zähneputzen lieber Caleb ist Pflicht.
Und gebissen werden nur gesunde Leute. Am besten so wie du es vorhast im kleinen Bekanntenkreis bleiben.
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EA-ID: Erdmute-Rebenvon
Dieser Deal ist wirklich seltsam. Mit einem Kind dabei wie ich das nicht machen.
So verzweifelt kann man doch nicht sein!?
Meine Familiensaga: Die Sims Lebenslinien (Familie Whalen)
* * *
Der große Tag war gekommen. Nachdem Nirvelli, Oryana und Lucas intensiv über den Vorschlag Calebs diskutiert und alle erdenklichen Argumente besprochen hatten, standen sie nun gemeinsam mit der kleinen Ororo vor dem großen ehemaligen Fabrikgebäude. Nirvelli hatte dem fragwürdigen Handel zugestimmt, unter der Bedingung, dass sie erst nach der Geburt des zweiten Kindes ihr Blut zu Calebs Verfügung stellen wollte. Der Hausherr war damit einverstanden. Ebenso wie mit der Abmachung, dass jedes Kind, dass in diesem Haus heranwuchs, selbst über den Handel entscheiden sollte. Caleb war das nur recht gewesen. Er wusste, dass die Chance der Einwilligung recht groß war, wenn sie mit diesen Arrangements um sich herum aufwuchsen und diese Thematik dadurch den Schrecken verlieren würde.
Das Mädchen zupfte am Hosenbein des Papas und mit großen Augen und klagendem Stimmchen wimmerte es: "Papa, Hause."
Lucas beugte sich zu seiner Tochter herunter und schaute in ihre türkisblauen Augen.
"Das ist jetzt unser zu Hause, Schatz."
Ororo betrachtete das riesige Gebäude. Aus ihrer Sicht musste es wirken, als würde es bis in die Wolken hineinraken.
"Nein.", schüttelte sie entschlossen mit dem Kopf. Ihre Zöpfe peitschten wild hin und her.
"Ich kann nichts mehr dagegen machen. Hier wohnen wir jetzt. Bei einem netten, gruseligen Mann, der dir jeden Wunsch erfüllen kann. Das ist gut für dich und deinen Bruder. Glaube mir, du wirst dich hier wohl fühlen."
Aufmerksam lauschte sie seinen Worten, überlegte kurz und nickte schließlich. "Okee, Hause." Sie ließ sich vertrauensvoll nach vorn fallen und drückte ihren kleinen Körper fest in seine Arme.
Die anderen waren bereits hinein gegangen. Nirvellis Bauch hatte schon in den letzten Tagen einen gewaltigen Umfang angenommen und sie war froh um jede Verschnaufpause.
Während sie sich mit ersten Entspannungsübungen beschäftigte, waren drinnen Oryana und Caleb in ein Gespräch vertieft.
"Ich wollte es dir ja sagen,", gestand Caleb, "aber irgendwie habe ich den Zeitpunkt verpasst. Und dann wollte ich wieder, aber du warst so schön und ich hatte Angst den Moment zu ruinieren. Und als du Andeutungen gemacht hast, herziehen zu wollen, konnte ich es nicht riskieren, dich zu verschrecken. Dann hätte ich dich vielleicht nie wieder gesehen."
"Warum denkst du, dass ich verschreckt gewesen wäre?", fragte sie mit leiser, fast geflüsterter Stimme.
"Weil nicht jeder Wesen wie mich mag. Und normalerweise ist mir das auch egal. Wenn du so alt bist wie ich, dann lernst du, mit diesen Dingen zurecht zu kommen. Aber bei dir..." Caleb verstummte.
"Bei mir ... ?"
"Du bist anders.", sagte er leise.
Sie kicherte vergnügt. "Was heißt anders?"
Caleb seufzte. Er wusste, was sie da tat. Sie spielte mit ihm. Sie wusste nicht, dass er ihre Erregung wahrnehmen konnte. Er hörte, wie ihr Herz schneller schlug. Er sah, dass das Blut durch ihre Adern schoss und ihrer Haut eine leichte Röte verlieh. Und auch den aufregenden Duft, den ihre warme Haut absonderte nahm er wahr. Der ganze Raum roch nach ihr. Ihr Körper schrie nach ihm - seinen Berührungen.
"Du bist aufregend,", flüsterte er, während er ihrem Gesicht näher kam, "und wild. Du bist ... wie ... dein Name."
"Was soll denn das bedeuten?", hauchte sie. Auch sie selbst spürte jetzt, wie sehr sie sich zusammenreißen musste, um Caleb nicht ins Gesicht zu springen.
"Du bist wie die Sonne.", Seine Lippen waren nun so nah an ihrem Gesicht, dass sie seinen Atem spüren konnte, während er langsam und flüsternd sprach. "Du lockst mit Wärme. Und Wohlgefühl. Aber wenn man nicht aufpasst ... verbrennt man sich an dir."
Oryana schluckte. Sie brauchte nur eine Bewegung nach vorn machen. Eine Bewegung, die so winzig wäre, dass man sie kaum sehen könnte.
Mit eiserner Willenskraft hauchte sie: "Ist Sonne für dich nicht lebensgefährlich?"
"Ja.", sagte er und presste seine Lippen auf ihre.
Mal sehen ob er ihr anbietet unsterblich zu werden. Ich denke, der Gedanke könnte ihr sogar gefallen.
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Aber nein, Nirvelli ist schon in Ordnung, das sie es wurde. Sie war ja auch mein Favorit.
Und von Oryana werden wir dank dieser Wohngemeinschaft auch noch so einiges mitbekommen.
Die kleine Ororo ist ja süß. Nur das dies jetzt "zu Hause" sein soll, ist anfänglich für sie nicht so eindeutig.
Aber der Papa kann sie überzeugen.
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Ororo will nicht so recht in dieses neue große Haus mit dem gruseligen Mann ... mal schauen, wie sich das später noch entwickelt. Vielleicht will sie ihr Blut ja auch nicht spenden wie die anderen.
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Zwei Fledermäuse, äh Fliegen mit einer Klappe 🦇🏓🦟😏 ...
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Oryana unsterblich... 🤔 Darüber haben wir uns noch nicht ausgetauscht, ehrlich gesagt. Ich schätze, sie wird es mich wissen lassen, wenn sie Interesse daran hat 😉 es scheint ja auf jeden Fall von einigen Leserinnen eine wünschenswerte Option zu sein ^^ Mir war nicht klar, dass die junge Dame so viele Freunde im Forum hat.
@SpionelfchenNaseweiß warum bedauerst du, wenn ich fragen darf? Ab welchem Punkt genau kam dieser Gedanke? Solche Sachen interessieren mich ja total ^^
@Julchens77 Ich hatte ehrlich gesagt etwas Sorge, dass es zu heiß fürs Forum werden könnte. Ich hab den Text dann noch mal etwas abkühlen lassen und unformuliert. Aber es freut mich, dass das Ergebnis ankommt und gefällt
Das Recht der Spendenverweigerung hat Ororo ja. Ich weiß selbst noch nicht, wie sie sich diesbezüglich entscheiden wird. Sie hat noch lange Zeit, sich das zu überlegen.
* * *
Am nächsten Tag stand plötzlich Kimberlee vor der Tür.
"Ich muss doch mal sehen, wie ihr angekommen seid,", erklärte sie fröhlich.
"Das ist wirklich süß von dir,", freute sich Nirvelli. "Ich muss sagen, es ist toll hier. So viel Platz und das Meer rundherum."
"Na, das wird wohl nicht mehr lange dauern.", strahlte ihre Schwägerin, als ihr Blick Nirvellis Bauch traf. "Und dem Baby geht's auch gut? So ein Umzug kann ziemlich anstrengend sein."
"Es geht uns beiden gut, danke. Dein Bruder ist sehr fürsorglich."
Kimberlee lachte auf. "Ja, seine Beschützer-Macke. Daran erinnere ich mich gut. Er hat früher jedem gedroht, der nicht nett zu mir war. Dabei war er viel jünger als ich." Mit einem flüchtigen Blick sah sie sich um und fragte dann: "Ist er da?"
"Er ist hinten im Garten und schraubt an seiner Rakete."
"Er hat eine Rakete?!" Kimberlee riss erstaunt die Augen auf.
Nirvelli nickte zweideutig. "Ja, er braucht sie für die Arbeit."
"Klar. Manche brauchen Krawatte und Aktentasche, Lucas braucht eine Rakete."
Nirvelli kicherte und wankte langsam in Richtung Hinterausgang, um ihrer Schwägerin den Weg zu zeigen.
"Da hinten bei dem riesigen Metallmonster. Du kannst es nicht verfehlen. Entschuldige, dass ich dich nicht begleite. Jede Treppenstufe, die ich mir ersparen kann, ist eine gute Stufe."
"Kein Problem, das ist absolut verständlich und auch vernünftig, möchte ich betonen. Gönne dir etwas Ruhe."
* * *
Zur gleichen Zeit war Picasso auf dem Weg in die Tierklinik. Seine kleine Freundin Schmuzifer fühlte sich ganz und gar nicht wohl in ihrem Fell.
"Ist es etwas Schlimmes?", fragte der Teenager besorgt.
"Das werden wir gleich feststellen."
Tapfer ertrug das Kätzchen die Untersuchung.
"Wie alt ist sie denn?", wollte die Ärztin wissen.
"Beinahe ....12 Spannen.", rechnete er und staunte selbst über seine Antwort. "Sie wird doch wieder gesund, oder?"
Die Ärztin lächelte: "Keine Sorge. Im Alter werden die Samtpfoten schnell mal krank. Aber wir kriegen das hin."
Picasso war erleichtert. Er kannte Schmuzifer sein ganzes Leben. Er wusste natürlich, dass er sie irgendwann gehen lassen musste. Aber es schadete nichts, diesen Moment so weit wie möglich hinaus zu zögern.
"Du hast die Wahl der Medikation.", erklärte die nette Dame. "Die Tabletten sind deutlich günstiger, aber es kann sein, dass die Symptome nach einer Weile wieder ausbrechen. Die Impfung wäre eine sichere Lösung. Aber die kostet leider."
"Geld ist egal.", beteuerte er. "Sie soll nur gesund werden und wieder glücklich sein."
Sie nickte und griff zur Spritze.
"Sie sollte eine Stunde nichts futtern und braucht den Rest des Tages etwas Ruhe."
Picasso nahm das Fellbündel auf seinen Arm und rieb sein Gesicht an ihrem Nacken. Schmuzifer konnte endlich wieder schnurren. Erschöpft schmiegte sie sich an ihren Sim und gemeinsam verließen sie die Praxis.
* * *
Caleb betrat das Büro und war überrascht, Ororo dort anzutreffen.
"Was tust du denn hier, kleines Mädchen?", fragte er mit ruhiger Stimme.
"Buch malen." Begeistert klatschte sie in ihre Hände.
"Das ist aber keine gute Antwort, kleiner Sturm. In Büchern malt man nicht. Man ließt sie. Außerdem habe ich dir doch gesagt, dass du nicht allein in dieses Zimmer gehen sollst. Erinnerst du dich daran?"
"Ja."
"Und warum bist du dann hier?"
"hmmm... Ro is' Käfer."
Caleb schmunzelte in sich hinein. Er wollte Leben in der Bude - nun hatte er Leben. Geduldig kniete er vor dem Mädchen und sagte: "Das kann ich sehen. Aber sage mal, ist es dem Käfer nicht zu warm in der Jacke?"
"Ja, heiß Käfer."
"Na, komm,", nickte er, "wir ziehen die etwas leichteres an und dann können wir ein Buch lesen. Was hältst du davon?"
"Käfer lesen."
"Von mir aus lesen wir etwas über Käfer." Er stand auf und hielt Ororo die ausgestreckte Hand hin. Sie griff danach, ließ sich johlend vom Sessel pflücken und ging an der Hand des gruseligen Mannes ins Kinderzimmer.